2016 — Tour de Sax

Die le­gen­dä­re Ur-Tour, mit der al­les be­gann. Ei­ne Wo­che oh­ne ge­schei­te Aus­rüs­tung, oh­ne Plan, aber da­für mit ei­nem bru­ta­len Fahr­rie­men. Was aus heu­ti­ger Sicht fast schon nied­lich er­scheint, sei­en es die kur­zen Ta­ges­etap­pen von ca. 120 km oder die eher harm­lo­sen Weh­weh­chen auf­sei­ten der Mo­peds, brach­te uns ent­schei­den­de Er­fah­rungs­wer­te für das Tour­le­ben der nächs­ten Jah­re. Vom 25.07.2016 bis zum 30.07.2016 ging es ein­mal ei­ne Run­de um Sach­sen.

Au­tor: Len­nard am 17.02.2023

Die Mopeds für die Tour de Sax
Höl­len-Mo­peds
Lennard beim rustikalen Abendessen
Abend­mahl
Der Ausblick vom Nachtlager ohne Zelt
Schlaf­ge­la­ge

25.07.2016 — Tag 1

Start zur al­ler­ers­ten of­fi­zi­el­len Tour! Nach­dem Han­nes zu­vor über­ra­schend mit der Idee um die Ecke kam, man müs­se doch jetzt, wo bei­de Par­tei­en ein Mo­ped be­sit­zen, mal ei­ne län­ge­re Tour ma­chen, wur­den kur­zer­hand die nö­tigs­ten Sa­chen zu­sam­men­ge­sucht und die Zwei­rä­der ge­sat­telt.

Die für die nächs­ten Jah­re un­um­stöß­li­che Kon­stel­la­ti­on aus: Han­nes auf Sim­son S51 und ich (Len­nard) auf Sim­son Schwal­be brach al­so am 25.07.2016 gen Nord-Os­ten auf. Un­ser Ziel: nichts Ge­rin­ge­res als die voll­stän­di­ge Um­run­dung Sach­sens. Da­mit Ihr die Ver­fas­sung der Aben­teu­rer so­wie de­rer Fahr­zeu­ge bes­ser ein­ord­nen könnt: Han­nes hat­te zu die­sem Zeit­punkt ge­schätz­te 2 Mo­na­te Fahr­er­fah­rung. Ich hin­ge­gen am vo­ri­gen Tag der Ab­rei­se ei­ne klei­ne Nah­tod­erfah­rung, nach­dem sich ein Bol­zen mei­ner Vor­der­rad­brem­se in mei­ne Rad­na­be ge­fres­sen hat­te. Bei­de 17 Jah­re alt und kei­ne Ah­nung von nichts.

Aber egal, drauf auf die Bö­cke und ab da­für! Start war, wie bei na­he­zu je­der an­de­ren Tour auch, in Me­din­gen, ei­nem klei­nen Ort bei Dres­den. Ziel der ers­ten Etap­pe war der Hal­ben­dor­fer See. Die­ser wur­de, so­weit ich mich er­in­nern kann, auch mehr oder we­ni­ger pro­blem­frei er­reicht. Stil­echt wur­de das Abend­essen, be­stehend aus je­weils ei­ner Do­se Chi­li con Car­ne und ei­nem Brot, ein­ge­nom­men. Fun Fact ne­ben­bei: den Groß­teil der Do­sen­ge­rich­te auf die­ser Tour ha­ben wir di­rekt in der Do­se auf dem Gas­ko­cher er­wärmt. An­geb­lich sol­len sich da­bei Schad­stof­fe von der Do­sen­wand ins Es­sen ab­son­dern. Ge­merkt ha­ben wir da­von bis heu­te nichts, macht es bit­te trotz­dem nicht nach!

In­des lief die ers­te Nacht nicht ganz so rei­bungs­los ab. Ge­schafft vom ers­ten Tag, reich­te die Mo­ti­va­ti­on nicht mehr aus, um das Zelt auf­zu­bau­en. Frei nach dem Mot­to „wie schlimm soll es schon wer­den?“, lie­ßen wir uns al­so auf un­se­rer Ge­we­be­pla­ne un­weit des Was­sers nie­der. Was soll ich sa­gen – die Mü­cken fan­den das su­per, wir hin­ge­gen nicht so. In der Nacht ha­ben wir uns wahr­lich nicht ei­ne Mi­nu­te al­lein ge­fühlt … *summ*.

25.07.2016 — Tag 1

Start zur al­ler­ers­ten of­fi­zi­el­len Tour! Nach­dem Han­nes zu­vor über­ra­schend mit der Idee um die Ecke kam, man müs­se doch jetzt, wo bei­de Par­tei­en ein Mo­ped be­sit­zen, mal ei­ne län­ge­re Tour ma­chen, wur­den kur­zer­hand die nö­tigs­ten Sa­chen zu­sam­men­ge­sucht und die Zwei­rä­der ge­sat­telt.

Die Mopeds für die Tour de Sax
Höl­len-Mo­peds

Die für die nächs­ten Jah­re un­um­stöß­li­che Kon­stel­la­ti­on aus: Han­nes auf Sim­son S51 und ich (Len­nard) auf Sim­son Schwal­be brach al­so am 25.07.2016 gen Nord-Os­ten auf. Un­ser Ziel: nichts Ge­rin­ge­res als die voll­stän­di­ge Um­run­dung Sach­sens. Da­mit Ihr die Ver­fas­sung der Aben­teu­rer so­wie de­rer Fahr­zeu­ge bes­ser ein­ord­nen könnt: Han­nes hat­te zu die­sem Zeit­punkt ge­schätz­te 2 Mo­na­te Fahr­er­fah­rung. Ich hin­ge­gen am vo­ri­gen Tag der Ab­rei­se ei­ne klei­ne Nah­tod­erfah­rung, nach­dem sich ein Bol­zen mei­ner Vor­der­rad­brem­se in mei­ne Rad­na­be ge­fres­sen hat­te. Bei­de 17 Jah­re alt und kei­ne Ah­nung von nichts.

Aber egal, drauf auf die Bö­cke und ab da­für! Start war, wie bei na­he­zu je­der an­de­ren Tour auch, in Me­din­gen, ei­nem klei­nen Ort bei Dres­den. Ziel der ers­ten Etap­pe war der Hal­ben­dor­fer See. Die­ser wur­de, so­weit ich mich er­in­nern kann, auch mehr oder we­ni­ger pro­blem­frei er­reicht. Stil­echt wur­de das Abend­essen, be­stehend aus je­weils ei­ner Do­se Chi­li con Car­ne und ei­nem Brot, ein­ge­nom­men. Fun Fact ne­ben­bei: den Groß­teil der Do­sen­ge­rich­te auf die­ser Tour ha­ben wir di­rekt in der Do­se auf dem Gas­ko­cher er­wärmt. An­geb­lich sol­len sich da­bei Schad­stof­fe von der Do­sen­wand ins Es­sen ab­son­dern. Ge­merkt ha­ben wir da­von bis heu­te nichts, macht es bit­te trotz­dem nicht nach!

Lennard beim rustikalen Abendessen
Abend­mahl

In­des lief die ers­te Nacht nicht ganz so rei­bungs­los ab. Ge­schafft vom ers­ten Tag, reich­te die Mo­ti­va­ti­on nicht mehr aus, um das Zelt auf­zu­bau­en. Frei nach dem Mot­to „wie schlimm soll es schon wer­den?“, lie­ßen wir uns al­so auf un­se­rer Ge­we­be­pla­ne un­weit des Was­sers nie­der. Was soll ich sa­gen – die Mü­cken fan­den das su­per, wir hin­ge­gen nicht so. In der Nacht ha­ben wir uns wahr­lich nicht ei­ne Mi­nu­te al­lein ge­fühlt … *summ*.

Der Ausblick vom Nachtlager ohne Zelt
Schlaf­ge­la­ge

26.07.2016 — Tag 2

Nach die­ser mü­cken­rei­chen Nacht lern­ten wir schnell, was es heißt, tour­die­sig zu sein. Die­ser Be­griff soll­te ein zen­tra­ler Be­stand­teil des Tour-Vo­ka­bu­lars wer­den und be­schreibt das stän­dig an­hal­ten­de, leicht be­ne­bel­te Ge­fühl be­dingt durch Über­mü­dung, An­stren­gung, un­aus­ge­wo­ge­ner Er­näh­rung und per­ma­nen­ter Ab­gas­wol­ke. Was man da­ge­gen tun kann? Nicht sehr viel, aber ein gu­tes Ein­kaufs­wa­gen­früh­stück hat schon so man­che Le­bens­geis­ter wie­der ge­weckt! Die­se Mor­gen­rou­ti­ne ist eben­falls fes­ter Be­stand­teil ei­ner je­den Tour. Hier­bei wer­den die frisch er­stan­de­nen Le­bens­mit­tel, ste­hend, di­rekt aus dem Ein­kaufs­wa­gen, auf dem Park­platz ver­zehrt. Er­fah­rungs­ge­mäß lernt man Land und Leu­te da­bei gut ken­nen — sehr zu emp­feh­len!

Die zwei­te Etap­pe soll­te uns Rich­tung Bit­ter­feld, nörd­lich von Leip­zig füh­ren. Er­in­nert Ihr Euch, an die ein­gangs er­wähn­te Vor­der­rad­brem­se mei­nes Mo­peds? Die hol­te nun zum nächs­ten Mord­ver­such aus. Lasst euch in dem Zu­sam­men­hang sa­gen: so ein ge­ris­se­ner Bow­den­zug an ei­ner Brem­se ist wirk­lich kein Spaß! So ging es für mich zwar oh­ne Vor­der­rad­brem­se wei­ter, da­für aber bei bes­tem Wet­ter.

Den Go­itz­sche­see er­reich­ten wir trotz des tech­ni­schen Han­di­caps gut. Ich ver­knei­fe mir jetzt die Wie­der­ho­lung des Abend­ri­tu­als: Do­se, Gas­ko­cher, usw. Die­se Nacht al­ler­dings mit Zelt! Auch wir sind ge­le­gent­lich lern­fä­hig.

Hannes beim Einkaufswagenfrühstück
Ein­kaufs­wa­gen­früh­stück
Ausblick über den Goitzschsee
Go­itz­sche­see

26.07.2016 — Tag 2

Nach die­ser mü­cken­rei­chen Nacht lern­ten wir schnell, was es heißt, tour­die­sig zu sein. Die­ser Be­griff soll­te ein zen­tra­ler Be­stand­teil des Tour-Vo­ka­bu­lars wer­den und be­schreibt das stän­dig an­hal­ten­de, leicht be­ne­bel­te Ge­fühl be­dingt durch Über­mü­dung, An­stren­gung, un­aus­ge­wo­ge­ner Er­näh­rung und per­ma­nen­ter Ab­gas­wol­ke. Was man da­ge­gen tun kann? Nicht sehr viel, aber ein gu­tes Ein­kaufs­wa­gen­früh­stück hat schon so man­che Le­bens­geis­ter wie­der ge­weckt! Die­se Mor­gen­rou­ti­ne ist eben­falls fes­ter Be­stand­teil ei­ner je­den Tour. Hier­bei wer­den die frisch er­stan­de­nen Le­bens­mit­tel, ste­hend, di­rekt aus dem Ein­kaufs­wa­gen, auf dem Park­platz ver­zehrt. Er­fah­rungs­ge­mäß lernt man Land und Leu­te da­bei gut ken­nen — sehr zu emp­feh­len!

Hannes beim Einkaufswagenfrühstück
Ein­kaufs­wa­gen­früh­stück

Die zwei­te Etap­pe soll­te uns Rich­tung Bit­ter­feld, nörd­lich von Leip­zig füh­ren. Er­in­nert Ihr Euch, an die ein­gangs er­wähn­te Vor­der­rad­brem­se mei­nes Mo­peds? Die hol­te nun zum nächs­ten Mord­ver­such aus. Lasst euch in dem Zu­sam­men­hang sa­gen: so ein ge­ris­se­ner Bow­den­zug an ei­ner Brem­se ist wirk­lich kein Spaß! So ging es für mich zwar oh­ne Vor­der­rad­brem­se wei­ter, da­für aber bei bes­tem Wet­ter.

Den Go­itz­sche­see er­reich­ten wir trotz des tech­ni­schen Han­di­caps gut. Ich ver­knei­fe mir jetzt die Wie­der­ho­lung des Abend­ri­tu­als: Do­se, Gas­ko­cher, usw. Die­se Nacht al­ler­dings mit Zelt! Auch wir sind ge­le­gent­lich lern­fä­hig.

Ausblick über den Goitzschsee
Go­itz­sche­see
Lennard und Hannes auf den Mopeds
Er­leich­te­rung in Thurm

27.07.2016 — Tag 3

Bis­her ha­be ich ja we­nig zu Han­nes sei­nem Mo­ped zu er­zäh­len ge­habt. Das soll­te sich an die­sem Tag än­dern.

Dank­ba­rer­wei­se lag un­mit­tel­bar auf un­se­rer ge­plan­ten Stre­cke der klei­ne Ort Thurm, in dem mei­ne Groß­el­tern woh­nen. Ein si­che­rer Ha­fen al­so, den es al­ler­dings erst­mal zu er­rei­chen galt. Na­tür­lich spiel­te das Wet­ter bei all un­se­ren Tou­ren ei­ne wich­ti­ge Rol­le, so auch an die­sem Tag. Nach­dem der Start mit Ein­kaufs­wa­gen­früh­stück bei herr­li­chem Son­nen­schein gut ge­lun­gen war, lief zu­nächst auch al­les auf­fäl­lig gut. Die Ki­lo­me­ter pur­zel­ten bis zum Nach­mit­tag nur so da­hin. Dann pas­sier­te uns ein Faux­pas, der sich auf den Tou­ren der fol­gen­den Jah­re im­mer wie­der wie­der­ho­len soll­te: wir fan­den uns be­dingt durch ei­ne klei­ne Un­auf­merk­sam­keit mit un­se­ren pop­li­gen 50 cm³, auf ei­ner Schnell­stra­ße wie­der. Selbst­ver­ständ­lich setz­te in die­sem Mo­ment Stark­re­gen ein und viel bes­ser noch: Han­nes Mo­ped be­kam Zünd-Aus­set­zer. Nach­dem die S51 dann auch noch auf be­sag­ter Schnell­stra­ße kom­plett ab­ge­stor­ben war, schob Han­nes sein Ge­fährt auf dem Stand­strei­fen bis zur ret­ten­den Aus­fahrt. Un­ter ei­ner Brü­cke wur­den krampf­haft ei­ni­ge Start­ver­su­che un­ter­nom­men. Völ­lig durch­nässt und ent­nervt er­reich­ten wir mit hän­gen und wür­gen das groß­el­ter­li­che Haus.

Ein er­staun­li­ches Phä­no­men auf Tour ist, dass man schein­bar gleich­zei­tig mit sei­nen, wie auch im­mer ge­ar­te­ten, Pro­ble­men die pas­sen­de Lö­sung ma­gisch an­zieht. So auch in Thurm! Zu­fäl­lig ist näm­lich der Nach­bar mei­ner Groß­el­tern pas­sio­nier­ter Sim­son-Schrau­ber. Ein ab­so­lu­ter Glücks­griff, der uns ei­ne so­for­ti­ge Re­pa­ra­tur des mü­den Mo­peds noch am sel­ben Abend er­laub­te. By the way: der Un­ter­bre­cher war es. Ein Pro­blem, über das wir aus heu­ti­ger Sicht mü­de lä­cheln kön­nen. In dem Mo­ment war es für uns al­ler­dings eher „ler­nen durch Schmerz“.

An die­sem Abend er­war­te­te uns ein aus­gie­bi­ges Abend­essen und noch viel bes­ser: or­dent­li­che Bet­ten. Ein Lu­xus, den wir je­des Mal wie­der sehr zu schät­zen wis­sen.

27.07.2016 — Tag 3

Bis­her ha­be ich ja we­nig zu Han­nes sei­nem Mo­ped zu er­zäh­len ge­habt. Das soll­te sich an die­sem Tag än­dern.

Dank­ba­rer­wei­se lag un­mit­tel­bar auf un­se­rer ge­plan­ten Stre­cke der klei­ne Ort Thurm, in dem mei­ne Groß­el­tern woh­nen. Ein si­che­rer Ha­fen al­so, den es al­ler­dings erst­mal zu er­rei­chen galt. Na­tür­lich spiel­te das Wet­ter bei all un­se­ren Tou­ren ei­ne wich­ti­ge Rol­le, so auch an die­sem Tag. Nach­dem der Start mit Ein­kaufs­wa­gen­früh­stück bei herr­li­chem Son­nen­schein gut ge­lun­gen war, lief zu­nächst auch al­les auf­fäl­lig gut. Die Ki­lo­me­ter pur­zel­ten bis zum Nach­mit­tag nur so da­hin. Dann pas­sier­te uns ein Faux­pas, der sich auf den Tou­ren der fol­gen­den Jah­re im­mer wie­der wie­der­ho­len soll­te: wir fan­den uns be­dingt durch ei­ne klei­ne Un­auf­merk­sam­keit mit un­se­ren pop­li­gen 50 cm³, auf ei­ner Schnell­stra­ße wie­der. Selbst­ver­ständ­lich setz­te in die­sem Mo­ment Stark­re­gen ein und viel bes­ser noch: Han­nes Mo­ped be­kam Zünd-Aus­set­zer. Nach­dem die S51 dann auch noch auf be­sag­ter Schnell­stra­ße kom­plett ab­ge­stor­ben war, schob Han­nes sein Ge­fährt auf dem Stand­strei­fen bis zur ret­ten­den Aus­fahrt. Un­ter ei­ner Brü­cke wur­den krampf­haft ei­ni­ge Start­ver­su­che un­ter­nom­men. Völ­lig durch­nässt und ent­nervt er­reich­ten wir mit hän­gen und wür­gen das groß­el­ter­li­che Haus.

Lennard und Hannes auf den Mopeds
Er­leich­te­rung in Thurm

Ein er­staun­li­ches Phä­no­men auf Tour ist, dass man schein­bar gleich­zei­tig mit sei­nen, wie auch im­mer ge­ar­te­ten, Pro­ble­men die pas­sen­de Lö­sung ma­gisch an­zieht. So auch in Thurm! Zu­fäl­lig ist näm­lich der Nach­bar mei­ner Groß­el­tern pas­sio­nier­ter Sim­son-Schrau­ber. Ein ab­so­lu­ter Glücks­griff, der uns ei­ne so­for­ti­ge Re­pa­ra­tur des mü­den Mo­peds noch am sel­ben Abend er­laub­te. By the way: der Un­ter­bre­cher war es. Ein Pro­blem, über das wir aus heu­ti­ger Sicht mü­de lä­cheln kön­nen. In dem Mo­ment war es für uns al­ler­dings eher „ler­nen durch Schmerz“.

An die­sem Abend er­war­te­te uns ein aus­gie­bi­ges Abend­essen und noch viel bes­ser: or­dent­li­che Bet­ten. Ein Lu­xus, den wir je­des Mal wie­der sehr zu schät­zen wis­sen.

28.07.2016 — Tag 4

Gut ge­stärkt und durch­ge­schraubt bra­chen wir Rich­tung Erz­ge­bir­ge auf. Nach ei­nem klei­nen Schlen­ker über Plau­en, war das Ziel die­ses Ta­ges Jo­hann­ge­or­gen­stadt. War es bis zu die­sem Zeit­punkt haupt­säch­lich ein Kampf auf mensch­li­cher Sei­te, wur­de es mit den im­mer stei­ler wer­den­den An­stie­gen nun auch ei­ne merk­li­che Her­aus­for­de­rung für die Tech­nik. Be­son­ders die Schwal­be zog ein auf­fäl­li­ges Odeur von Frit­teu­se hin­ter sich her. In steils­ten La­gen muss­te ich dem et­was mü­den Vo­gel so­gar durch Ne­ben­her­lau­fen und Schie­ben un­ter die Flü­gel grei­fen!

Ent­lang der Rou­te wur­den in der sehr kur­zen Pla­nungs­pha­se kei­ne Schlaf­plät­ze oder Un­ter­künf­te im Vor­aus ge­bucht. Da­für war in un­se­ren Au­gen die Pla­nungs­si­cher­heit sei­tens der Tech­nik nie aus­rei­chend ge­ge­ben. Dass es sich al­ler­dings schwie­rig ge­stal­ten könn­te, abends ge­gen 19 Uhr in Jo­hann­ge­or­gen­stadt ei­nen Zelt­platz zu fin­den, hat­ten wir in un­se­rer gren­zen­lo­sen Weit­sicht nicht be­rück­sich­tigt. Um­so grö­ßer war das Glück, als uns die orts­an­säs­si­ge Ju­gend­her­ber­ge tat­säch­lich noch nach kur­zem An­ruf ge­gen 20 Uhr abends ein­ließ. Wir hat­ten die­se Nacht das ge­sam­te Haus für uns al­lein. Ein­ge­schlos­sen dem Ver­spre­chen des Be­trei­bers, un­se­re even­tu­ell über die tsche­chi­sche Gren­ze ge­schmug­gel­ten Zi­ga­ret­ten für uns zu ver­ste­cken – lus­ti­ger Ge­sel­le.

Hannes und die Mopeds bei der Pause am Straßenrand
An­stieg im Erz­ge­bir­ge
Ausblick von der Jugendherberge in Johanngeorgenstadt
Jo­hann­ge­or­gen­stadt mit Ju­gend­her­ber­ge links

28.07.2016 — Tag 4

Gut ge­stärkt und durch­ge­schraubt bra­chen wir Rich­tung Erz­ge­bir­ge auf. Nach ei­nem klei­nen Schlen­ker über Plau­en, war das Ziel die­ses Ta­ges Jo­hann­ge­or­gen­stadt. War es bis zu die­sem Zeit­punkt haupt­säch­lich ein Kampf auf mensch­li­cher Sei­te, wur­de es mit den im­mer stei­ler wer­den­den An­stie­gen nun auch ei­ne merk­li­che Her­aus­for­de­rung für die Tech­nik. Be­son­ders die Schwal­be zog ein auf­fäl­li­ges Odeur von Frit­teu­se hin­ter sich her. In steils­ten La­gen muss­te ich dem et­was mü­den Vo­gel so­gar durch Ne­ben­her­lau­fen und Schie­ben un­ter die Flü­gel grei­fen!

Hannes und die Mopeds bei der Pause am Straßenrand
An­stieg im Erz­ge­bir­ge

Ent­lang der Rou­te wur­den in der sehr kur­zen Pla­nungs­pha­se kei­ne Schlaf­plät­ze oder Un­ter­künf­te im Vor­aus ge­bucht. Da­für war in un­se­ren Au­gen die Pla­nungs­si­cher­heit sei­tens der Tech­nik nie aus­rei­chend ge­ge­ben. Dass es sich al­ler­dings schwie­rig ge­stal­ten könn­te, abends ge­gen 19 Uhr in Jo­hann­ge­or­gen­stadt ei­nen Zelt­platz zu fin­den, hat­ten wir in un­se­rer gren­zen­lo­sen Weit­sicht nicht be­rück­sich­tigt. Um­so grö­ßer war das Glück, als uns die orts­an­säs­si­ge Ju­gend­her­ber­ge tat­säch­lich noch nach kur­zem An­ruf ge­gen 20 Uhr abends ein­ließ. Wir hat­ten die­se Nacht das ge­sam­te Haus für uns al­lein. Ein­ge­schlos­sen dem Ver­spre­chen des Be­trei­bers, un­se­re even­tu­ell über die tsche­chi­sche Gren­ze ge­schmug­gel­ten Zi­ga­ret­ten für uns zu ver­ste­cken – lus­ti­ger Ge­sel­le.

Ausblick von der Jugendherberge in Johanngeorgenstadt
Jo­hann­ge­or­gen­stadt mit Ju­gend­her­ber­ge links
Lennard präsentiert seine Regenkleidung aus Müllsäcken
fei­nes Stöff­chen
Lennard beim Grillen in der Natur
Bar­be­cue

29.07.2016 — Tag 5

Auf­bruch zur letz­ten Etap­pe die­ser Tour, wenn auch un­be­wusst.
An die­sem Tag kämpf­ten wir uns fort­wäh­rend die erz­ge­bir­gi­schen An­stie­ge hoch und da­nach wie­der run­ter (die Brem­se, Ihr wisst). Ei­ne gleich­zei­tig ner­ven- wie auch sprit­fres­sen­de An­ge­le­gen­heit. Selbst­ver­ständ­lich durf­te an die­sem Tag auch ein or­dent­li­cher Re­gen nicht feh­len. Da­mit schlug die Ge­burts­stun­de un­se­res Schaf­fens als Mo­de­schöp­fer. Ihr währt er­staunt, zu wel­chen mo­di­schen Hö­hen­flü­gen man mit ei­ner Rol­le Pan­zer­band und Müll­sä­cken kom­men kann. Ei­ne Tech­nik, die über die nächs­ten Jah­re vor al­lem durch mich im­mer wei­ter ver­fei­nert wer­den soll­te.

Um die Lau­ne nicht voll­ends ein­bre­chen zu las­sen, wur­de ent­schie­den, an die­sem Abend zu gril­len. Nach­dem sich das Fin­den ei­nes ge­eig­ne­ten Zelt­plat­zes als aus­sichts­los er­wie­sen hat­te, wur­de wäh­rend des Abend­essens ent­schie­den, die letz­te Etap­pe di­rekt in die an­ste­hen­de Nacht zu ver­le­gen.

Die Mo­peds wur­den, um die un­zu­rei­chen­de Leucht­kraft der Mo­peds et­was zu er­gän­zen, fach­män­nisch mit Ta­schen­lam­pen aus­ge­stat­tet und ab ging es … wie­der in den Re­gen! Ich sa­ge Euch, das war ei­ne Nacht, die ih­res­glei­chen such­te: wir han­gel­ten uns trotz Sprit­man­gel, Käl­te und Durch­näs­sung durch bis nach Me­din­gen.

29.07.2016 — Tag 5

Auf­bruch zur letz­ten Etap­pe die­ser Tour, wenn auch un­be­wusst.
An die­sem Tag kämpf­ten wir uns fort­wäh­rend die erz­ge­bir­gi­schen An­stie­ge hoch und da­nach wie­der run­ter (die Brem­se, Ihr wisst). Ei­ne gleich­zei­tig ner­ven- wie auch sprit­fres­sen­de An­ge­le­gen­heit. Selbst­ver­ständ­lich durf­te an die­sem Tag auch ein or­dent­li­cher Re­gen nicht feh­len. Da­mit schlug die Ge­burts­stun­de un­se­res Schaf­fens als Mo­de­schöp­fer. Ihr währt er­staunt, zu wel­chen mo­di­schen Hö­hen­flü­gen man mit ei­ner Rol­le Pan­zer­band und Müll­sä­cken kom­men kann. Ei­ne Tech­nik, die über die nächs­ten Jah­re vor al­lem durch mich im­mer wei­ter ver­fei­nert wer­den soll­te.

Lennard präsentiert seine Regenkleidung aus Müllsäcken
fei­nes Stöff­chen

Um die Lau­ne nicht voll­ends ein­bre­chen zu las­sen, wur­de ent­schie­den, an die­sem Abend zu gril­len. Nach­dem sich das Fin­den ei­nes ge­eig­ne­ten Zelt­plat­zes als aus­sichts­los er­wie­sen hat­te, wur­de wäh­rend des Abend­essens ent­schie­den, die letz­te Etap­pe di­rekt in die an­ste­hen­de Nacht zu ver­le­gen.

Lennard beim Grillen in der Natur
Bar­be­cue

Die Mo­peds wur­den, um die un­zu­rei­chen­de Leucht­kraft der Mo­peds et­was zu er­gän­zen, fach­män­nisch mit Ta­schen­lam­pen aus­ge­stat­tet und ab ging es … wie­der in den Re­gen! Ich sa­ge Euch, das war ei­ne Nacht, die ih­res­glei­chen such­te: wir han­gel­ten uns trotz Sprit­man­gel, Käl­te und Durch­näs­sung durch bis nach Me­din­gen.

30.07.2016 — Tag 6

Früh ge­gen 5 Uhr pas­sier­ten wir den Orts­ein­gang. Es war ge­schafft. Ca. 1200 km la­gen hin­ter uns. Wir wa­ren kom­plett fer­tig mit der Welt und um ei­ni­ges schlau­er.

Die­se Tour leg­te den wich­ti­gen Grund­stein für die kom­men­den Jah­re und ent­fach­te das Tour­fie­ber voll­ends. Au­ßer­dem war sie so ge­se­hen die Ge­burts­stun­de des Team Sur­fahl!

Improvisierter Zusatzscheinwerfer an Hannes Moped
Licht Tu­ning-Mo­peds

30.07.2016 — Tag 6

Früh ge­gen 5 Uhr pas­sier­ten wir den Orts­ein­gang. Es war ge­schafft. Ca. 1200 km la­gen hin­ter uns. Wir wa­ren kom­plett fer­tig mit der Welt und um ei­ni­ges schlau­er.

Improvisierter Zusatzscheinwerfer an Hannes Moped
Licht Tu­ning-Mo­peds

Die­se Tour leg­te den wich­ti­gen Grund­stein für die kom­men­den Jah­re und ent­fach­te das Tour­fie­ber voll­ends. Au­ßer­dem war sie so ge­se­hen die Ge­burts­stun­de des Team Sur­fahl!