Eine der kürzesten Touren, die wir bestritten haben. Trotzdem wurde ein (interner) Rekord aufgestellt: die bisher längste am Stück gefahrene Entfernung auf der Simson. Vom 04.06.2017 bis zum 07.06.2017 ging es einmal bis zur Ostsee und zurück.
Autor: Lennard am 05.03.2023

04.06.2017 — Tag 1
Das einzig Vernünftige, was man tun kann, wenn man das Abi frisch in der Tasche und zwischen dem ganzen Trubel 3 freie Tage hat? Genau, man schwingt sich auf sein Moped und geht wieder auf Tour! Knapp ein Jahr nach der Erstauflage der Surfahl-Moped-Tour brachen wir an diesem Sonntagabend
gegen 18 Uhr von Medingen in Richtung Ostsee auf.
Jetzt fragt Ihr Euch bestimmt: „Warum so spät?“ Die Antwort: unsere Omas hatten an diesem Sonntag jeweils zum Mittag / Kaffee geladen. Dementsprechend vollgefressen starteten wir also in gewohnter Besetzung in die Nacht. Unseren Eltern hatten wir zuvor gesagt, dass wir nur eine kleine Runde zur Mecklenburger Seenplatte fahren würden und deshalb auch ruhig noch den Abend losfahren können. Ein bisschen Spaß muss sein!
Technisch gesehen war die gesamte Tour absolut unspektakulär; die Mopeds haben den Gewaltmarsch ohne zu mucken über sich ergehen lassen. Was es allerdings körperlich heißt, über 12 h auf dem Bock zu sitzen, hatten wir unterschätzt. Gegen 0 Uhr stellten sich dann auch schon die
ersten ‚Wehwehchen‘ ein.
04.06.2017 — Tag 1
Das einzig Vernünftige, was man tun kann, wenn man das Abi frisch in der Tasche und zwischen dem ganzen Trubel 3 freie Tage hat? Genau, man schwingt sich auf sein Moped und geht wieder auf Tour! Knapp ein Jahr nach der Erstauflage der Surfahl-Moped-Tour brachen wir an diesem Sonntagabend gegen 18 Uhr von Medingen in Richtung Ostsee auf.
Jetzt fragt Ihr Euch bestimmt: „Warum so spät?“ Die Antwort: unsere Omas hatten an diesem Sonntag jeweils zum Mittag / Kaffee geladen. Dementsprechend vollgefressen starteten wir also in gewohnter Besetzung in die Nacht. Unseren Eltern hatten wir zuvor gesagt, dass wir nur eine kleine Runde zur Mecklenburger Seenplatte fahren würden und deshalb auch ruhig noch den Abend losfahren können. Ein bisschen Spaß muss sein!
Technisch gesehen war die gesamte Tour absolut unspektakulär; die Mopeds haben den Gewaltmarsch ohne zu mucken über sich ergehen lassen. Was es allerdings körperlich heißt, über 12 h auf dem Bock zu sitzen, hatten wir unterschätzt. Gegen 0 Uhr stellten sich dann auch schon die ersten ‚Wehwehchen‘ ein.

05.06.2017 — Tag 2
Ich hatte mich auch zu dieser Tour wieder dafür entschieden, den Großteil meines Gepäcks in meinem Wanderrucksack mitzuführen. In Verbindung mit der ungesunden Körperhaltung auf dem Moped resultierte diese Taktik in brutalen Rückschmerzen. Hinzu kam, dass sowohl Hannes als auch ich die Kälte in Verbindung mit der aufkommenden Ermüdung schwer unterschätzt hatten. Bereits gegen Mitternacht, sahen wir uns gezwungen, sämtliche, mitgeführte Kleidung überzuziehen.
Bis in den Morgen hinein fuhren wir ohne nennenswerte Pause. Als das Ziel gegen 7 Uhr zum Greifen nah schien, wäre das Projekt dennoch fast gescheitert. Die Übermüdung war zu diesem Zeitpunkt vor allem bei mir derart fortgeschritten, dass ich in einem kurzen Moment der Unaufmerksamkeit beinahe
in den Gegenverkehr auf einer Bundesstraße geraten wäre. Die sinngemäße Aussage von Hannes dazu war: ‚…Das war eine Frage von Zentimetern!…‘.
Nachdem wir auf diesen Schock in der wohligen Wärme einer Tankstelle einen Kaffee getrunken hatten, erreichten wir schlussendlich doch noch nach ca. 420 km den anvisierten Campingplatz in Zinnowitz. Es war früh um 10 Uhr und wir waren vollkommen im Arsch.
Um unseren Schlafrhythmus nicht allzu sehr zu gefährden, beschlossen wir dennoch zu versuchen bis 18 Uhr wach zu bleiben. Viel mehr als das Zelt aufzubauen und den Strand zu besichtigen, war in unserem Zustand allerdings nicht drin. Was dieser extreme Schlafentzug für kuriose Früchte tragen kann, zeigte sich beim Abendessen in der örtlichen Dönerbude. Nachdem ich einen mehr als üppigen Dönerteller zu mir genommen hatte, ließ ich es mir nicht nehmen, mir als Nachtisch nebst Eis noch eine Currywurst mit Pommes zu gönnen. Ich glaube wir sind noch nie so schnell eingeschlafen wie an diesem Abend. Daran konnte uns selbst die nebenan lärmende Müllabfuhr nicht hindern.


05.06.2017 — Tag 2
Ich hatte mich auch zu dieser Tour wieder dafür entschieden, den Großteil meines Gepäcks in meinem Wanderrucksack mitzuführen. In Verbindung mit der ungesunden Körperhaltung auf dem Moped resultierte diese Taktik in brutalen Rückschmerzen. Hinzu kam, dass sowohl Hannes als auch ich die Kälte in Verbindung mit der aufkommenden Ermüdung schwer unterschätzt hatten. Bereits gegen Mitternacht, sahen wir uns gezwungen, sämtliche, mitgeführte Kleidung überzuziehen.
Bis in den Morgen hinein fuhren wir ohne nennenswerte Pause. Als das Ziel gegen 7 Uhr zum Greifen nah schien, wäre das Projekt dennoch fast gescheitert. Die Übermüdung war zu diesem Zeitpunkt vor allem bei mir derart fortgeschritten, dass ich in einem kurzen Moment der Unaufmerksamkeit beinahe in den Gegenverkehr auf einer Bundesstraße geraten wäre. Die sinngemäße Aussage von Hannes dazu war: ‚…Das war eine Frage von Zentimetern!…‘.
Nachdem wir auf diesen Schock in der wohligen Wärme einer Tankstelle einen Kaffee getrunken hatten, erreichten wir schlussendlich doch noch nach ca. 420 km den anvisierten Campingplatz in Zinnowitz. Es war früh um 10 Uhr und wir waren vollkommen im Arsch.

Um unseren Schlafrhythmus nicht allzu sehr zu gefährden, beschlossen wir dennoch zu versuchen bis 18 Uhr wach zu bleiben. Viel mehr als das Zelt aufzubauen und den Strand zu besichtigen, war in unserem Zustand allerdings nicht drin. Was dieser extreme Schlafentzug für kuriose Früchte tragen kann, zeigte sich beim Abendessen in der örtlichen Dönerbude. Nachdem ich einen mehr als üppigen Dönerteller zu mir genommen hatte, ließ ich es mir nicht nehmen, mir als Nachtisch nebst Eis noch eine Currywurst mit Pommes zu gönnen. Ich glaube wir sind noch nie so schnell eingeschlafen wie an diesem Abend. Daran konnte uns selbst die nebenan lärmende Müllabfuhr nicht hindern.


06.06.2017 — Tag 3
Der nächste Tag startete wieder klassisch nach Schema Surfahl: mit einem Einkaufswagenfrühstück. Um der ganzen Aktion zumindest etwas den Anstrich eines Urlaubes zu verleihen, machten wir an diesem Tag das klassische Touri-Programm à la Ausflug nach Ahlbeck mit Besuch der dortigen
Seebrücke und Fischbrötchen. Das war bestimmt einer der langweiligsten, aber auch einer der erholsamsten Tage in der Geschichte von Surfahl – eine willkommene Abwechslung.
06.06.2017 — Tag 3
Der nächste Tag startete wieder klassisch nach Schema Surfahl: mit einem Einkaufswagenfrühstück. Um der ganzen Aktion zumindest etwas den Anstrich eines Urlaubes zu verleihen, machten wir an diesem Tag das klassische Touri-Programm à la Ausflug nach Ahlbeck mit Besuch der dortigen Seebrücke und Fischbrötchen. Das war bestimmt einer der langweiligsten, aber auch einer der erholsamsten Tage in der Geschichte von Surfahl – eine willkommene Abwechslung.

07.06.2017 — Tag 4
Für Hannes begann der Tag der Rückreise mit einer unangenehmen Überraschung: sein Moped hatte es uns offenbar den Abend zuvor gleichgetan und sich schlafen gelegt. Hannes fand das nicht so lustig, da der Zaun, der das Moped auffing, einen bleibenden Eindruck hinterlassen hatte. Ich hielt an der Stelle, um den Tour-Frieden nicht zu gefährden, meine Klappe.
Etwas untypisch fiel an diesem Morgen das Frühstück aus: nachdem der Bedarf an Nachtfahrten durch die Anreise mehr als gedeckt war, wollten wir morgens so gut es ging Zeit sparen, um noch bei Tage in der Heimat anzukommen. Ziel war es auch die Rückfahrt in einem Rutsch zu absolvieren. Das
mündete in einem Tankstellenfrühstück. Einer Praxis, die erst im späteren Tour-Leben wieder richtig aufleben sollte. Gestärkt durch eine Gulaschsuppe um 9 Uhr morgens ging es, begleitet von gelegentlichem Regen, wieder Richtung Medingen.
Gegen 10 Uhr abends war die zweite Moped-Tour geschafft und bei uns die letzte Sicherung durchgebrannt. Doch die Erschöpfung und die wunden Ärsche hielten nicht zu lange an, sodass bald neue Schnapsideen in uns reiften. In dem darauffolgenden Jahr stand aus diesem Grund die erste größere Eskalationsstufe in Sachen Moped-Tour an.


07.06.2017 — Tag 4
Für Hannes begann der Tag der Rückreise mit einer unangenehmen Überraschung: sein Moped hatte es uns offenbar den Abend zuvor gleichgetan und sich schlafen gelegt. Hannes fand das nicht so lustig, da der Zaun, der das Moped auffing, einen bleibenden Eindruck hinterlassen hatte. Ich hielt an der Stelle, um den Tour-Frieden nicht zu gefährden, meine Klappe.

Etwas untypisch fiel an diesem Morgen das Frühstück aus: nachdem der Bedarf an Nachtfahrten durch die Anreise mehr als gedeckt war, wollten wir morgens so gut es ging Zeit sparen, um noch bei Tage in der Heimat anzukommen. Ziel war es auch die Rückfahrt in einem Rutsch zu absolvieren. Das mündete in einem Tankstellenfrühstück. Einer Praxis, die erst im späteren Tour-Leben wieder richtig aufleben sollte. Gestärkt durch eine Gulaschsuppe um 9 Uhr morgens ging es, begleitet von gelegentlichem Regen, wieder Richtung Medingen.
Gegen 10 Uhr abends war die zweite Moped-Tour geschafft und bei uns die letzte Sicherung durchgebrannt. Doch die Erschöpfung und die wunden Ärsche hielten nicht zu lange an, sodass bald neue Schnapsideen in uns reiften. In dem darauffolgenden Jahr stand aus diesem Grund die erste größere Eskalationsstufe in Sachen Moped-Tour an.

