2018 — Nor­we­gen

Die ers­te rich­tig gro­ße Tour. Glaubt uns, wenn wir euch sa­gen: Das war für Fort­ge­schrit­te­ne! Von Wet­ter bis Tech­nik war da wirk­lich al­les an Pro­ble­men da­bei was ging. Vom 20.08.2018 bis zum 30.08.2023 ha­ben wir uns, ei­ner wahn­sin­ni­gen Idee fol­gend, mit den Mo­peds bis nach Skan­di­na­vi­en vor­ge­schla­gen.

Au­tor: Han­nes am 18.03.2023

Mit­tags­pau­se auf dem Park­platz
kur­ze Feh­ler­su­che am Fahr­bahn­rand

20.08.2018 — Tag 1

Von dem Er­folg un­se­rer zwei vor­he­ri­gen Tou­ren be­flü­gelt be­fan­den wir, dass es mal Zeit für ei­ne “rich­ti­ge” Mo­ped­tour wä­re. Wo­bei da­mit na­tür­lich wirk­lich nur eins ge­meint war: ei­ne rich­ti­ge Her­aus­for­de­rung. End­lich mal raus aus dem si­che­ren Ha­fen Deutsch­lands!

Mit die­sem Ziel im Kopf wa­ren die Sa­chen schnell ge­packt und die Bö­cke ge­sat­telt, wir hat­ten dar­in ja mitt­ler­wei­le Rou­ti­ne. Nach ei­ner letz­ten Test­fahrt am Vor­tag ging es dann am Mon­tag­mor­gen um 7 Uhr end­lich los. Un­ser ers­tes Ziel: mei­ne Groß­el­tern im Nor­den von Sach­sen-An­halt. Al­so ei­ne Ta­ges­etap­pe von rund 350 km, was sich auf der letz­ten Tour als gut mach­bar er­wie­sen hat­te. Die Fahrt war zu­nächst eher un­spek­ta­ku­lär und nur un­ter­bro­chen von ei­ner kur­zen Mit­tags­pau­se. 50 km vor dem Ta­ges­ziel stell­ten sich dann je­doch leich­te Zünd­aus­set­zer bei mei­nem Mo­ped ein. Nach kur­zer Be­ra­tung wur­de die Feh­ler­fin­dung zu­nächst bis zur An­kunft auf­ge­scho­ben, um den gu­ten Ta­ges­schnitt nicht un­nö­tig zu drü­cken.

Ei­ne ein­deu­ti­ge Ur­sa­che war in der groß­vä­ter­li­chen Werk­statt je­doch nicht aus­zu­ma­chen, so­dass wir un­ver­rich­te­ter Din­ge schla­fen ge­hen muss­ten.

20.08.2018 — Tag 1

Von dem Er­folg un­se­rer zwei vor­he­ri­gen Tou­ren be­flü­gelt be­fan­den wir, dass es mal Zeit für ei­ne “rich­ti­ge” Mo­ped­tour wä­re. Wo­bei da­mit na­tür­lich wirk­lich nur eins ge­meint war: ei­ne rich­ti­ge Her­aus­for­de­rung. End­lich mal raus aus dem si­che­ren Ha­fen Deutsch­lands!

Mit die­sem Ziel im Kopf wa­ren die Sa­chen schnell ge­packt und die Bö­cke ge­sat­telt, wir hat­ten dar­in ja mitt­ler­wei­le Rou­ti­ne. Nach ei­ner letz­ten Test­fahrt am Vor­tag ging es dann am Mon­tag­mor­gen um 7 Uhr end­lich los. Un­ser ers­tes Ziel: mei­ne Groß­el­tern im Nor­den von Sach­sen-An­halt. Al­so ei­ne Ta­ges­etap­pe von rund 350 km, was sich auf der letz­ten Tour als gut mach­bar er­wie­sen hat­te. Die Fahrt war zu­nächst eher un­spek­ta­ku­lär und nur un­ter­bro­chen von ei­ner kur­zen Mit­tags­pau­se. 50 km vor dem Ta­ges­ziel stell­ten sich dann je­doch leich­te Zünd­aus­set­zer bei mei­nem Mo­ped ein. Nach kur­zer Be­ra­tung wur­de die Feh­ler­fin­dung zu­nächst bis zur An­kunft auf­ge­scho­ben, um den gu­ten Ta­ges­schnitt nicht un­nö­tig zu drü­cken.

Mit­tags­pau­se auf dem Park­platz

Ei­ne ein­deu­ti­ge Ur­sa­che war in der groß­vä­ter­li­chen Werk­statt je­doch nicht aus­zu­ma­chen, so­dass wir un­ver­rich­te­ter Din­ge schla­fen ge­hen muss­ten.

kur­ze Feh­ler­su­che am Fahr­bahn­rand

21.08.2018 — Tag 2

Die ers­te Amts­hand­lung des zwei­ten Tour-Ta­ges war nun die be­nach­bar­te Zwei­rad-Werk­statt auf­zu­su­chen, um das Pro­blem nicht un­nö­tig mit ins Aus­land zu ver­schlep­pen. Dort wur­den wir nach kur­zer Vor­stel­lung un­se­res Pro­jekts auch herz­lich emp­fan­gen. Die Er­kennt­nis des Schrau­bers nach kur­zer Dia­gno­se: ab­ge­rutsch­ter Kur­bel­wel­len-Sim­mer­ring hin­ter der Licht­ma­schi­ne-Grund­plat­te (auch kurz Li­Ma). Al­so wur­de die­ser kur­zer­hand er­neu­ert und die Zün­dung neu ein­ge­stellt. Nach die­sem Ser­vice wur­de es höchs­te Zeit wei­ter­zu­fah­ren, es galt schließ­lich noch am sel­ben Tag die dä­ni­sche Gren­ze zu pas­sie­ren. So wur­den noch kurz Num­mern ge­tauscht und sie ver­ab­schie­de­ten uns mit den Wor­ten: Mit den Mo­peds hät­ten sie sich kei­ne 50 km von zu Hau­se weg ge­traut…

Un­er­freu­li­cher­wei­se lie­ßen die Aus­set­zer nicht lan­ge auf sich war­ten. Wie ge­won­nen, so zer­ron­nen. Egal, es galt die ver­lo­re­ne Zeit wie­der­gut­zu­ma­chen. Doch die Tech­nik war an­de­rer Mei­nung, kurz nach Ham­burg war mei­ne S51 nach ei­ner Pau­se nicht mehr zu star­ten. Wäh­rend wir rat­los um das Mo­ped stan­den, wur­den wir von ei­nem Pas­san­ten an­ge­spro­chen, der uns kur­zer­hand in sei­ne Werk­statt ein­lud. “Da gibt es we­nigs­tens rich­ti­ges Werk­zeug.” Un­ter te­le­fo­ni­scher Zu­schal­tung un­se­rer mor­gend­li­chen Schrau­ber-Be­kannt­schaft wur­de dort der Ver­ga­ser neu ab­ge­stimmt. Die Tech­nik so be­sänf­tigt kämpf­ten wir uns noch durch Kiel und schlu­gen ge­gen 23 Uhr un­ser Zelt am Ran­de ei­nes Feld­we­ges auf.

Ver­zweif­lung auf dem In­dus­trie­hof
be­sinn­li­ches Abend­essen auf dem Feld­weg

21.08.2018 — Tag 2

Die ers­te Amts­hand­lung des zwei­ten Tour-Ta­ges war nun die be­nach­bar­te Zwei­rad-Werk­statt auf­zu­su­chen, um das Pro­blem nicht un­nö­tig mit ins Aus­land zu ver­schlep­pen. Dort wur­den wir nach kur­zer Vor­stel­lung un­se­res Pro­jekts auch herz­lich emp­fan­gen. Die Er­kennt­nis des Schrau­bers nach kur­zer Dia­gno­se: ab­ge­rutsch­ter Kur­bel­wel­len-Sim­mer­ring hin­ter der Licht­ma­schi­ne-Grund­plat­te (auch kurz Li­Ma). Al­so wur­de die­ser kur­zer­hand er­neu­ert und die Zün­dung neu ein­ge­stellt. Nach die­sem Ser­vice wur­de es höchs­te Zeit wei­ter­zu­fah­ren, es galt schließ­lich noch am sel­ben Tag die dä­ni­sche Gren­ze zu pas­sie­ren. So wur­den noch kurz Num­mern ge­tauscht und sie ver­ab­schie­de­ten uns mit den Wor­ten: Mit den Mo­peds hät­ten sie sich kei­ne 50 km von zu Hau­se weg ge­traut…

Ver­zweif­lung auf dem In­dus­trie­hof

Un­er­freu­li­cher­wei­se lie­ßen die Aus­set­zer nicht lan­ge auf sich war­ten. Wie ge­won­nen, so zer­ron­nen. Egal, es galt die ver­lo­re­ne Zeit wie­der­gut­zu­ma­chen. Doch die Tech­nik war an­de­rer Mei­nung, kurz nach Ham­burg war mei­ne S51 nach ei­ner Pau­se nicht mehr zu star­ten. Wäh­rend wir rat­los um das Mo­ped stan­den, wur­den wir von ei­nem Pas­san­ten an­ge­spro­chen, der uns kur­zer­hand in sei­ne Werk­statt ein­lud. “Da gibt es we­nigs­tens rich­ti­ges Werk­zeug.” Un­ter te­le­fo­ni­scher Zu­schal­tung un­se­rer mor­gend­li­chen Schrau­ber-Be­kannt­schaft wur­de dort der Ver­ga­ser neu ab­ge­stimmt. Die Tech­nik so be­sänf­tigt kämpf­ten wir uns noch durch Kiel und schlu­gen ge­gen 23 Uhr un­ser Zelt am Ran­de ei­nes Feld­we­ges auf.

be­sinn­li­ches Abend­essen auf dem Feld­weg
schmack­haf­te Hot-Dogs auf dem Cam­ping­platz

22.08.2018 — Tag 3

Was in der nächt­li­chen Dun­kel­heit noch wie ein ab­ge­le­ge­ner Feld­weg aus­sah, stell­te sich bei Ta­ges­licht als gu­te fre­quen­tier­ter Fahr­rad­weg her­aus. Na ja auch egal, nur nicht aus der Ru­he brin­gen las­sen bei der mor­gend­li­chen Rou­ti­ne. Nach den Stra­pa­zen des vor­an­ge­gan­ge­nen Ta­ges war uns ein an­ge­nehm pro­blem­frei­er Tag ver­gönnt. Mein Mo­ped muck­te und stot­ter­te na­tür­lich nach wie vor, aber es fuhr zu­min­dest. So pas­sier­ten wir am Mit­tag fast schon eu­pho­risch die dä­ni­sche Gren­ze. Das schlimms­te schien aus­ge­stan­den. In un­se­rer Hoch­stim­mung hat­ten wir nur lei­der ganz ver­ges­sen uns, um die Ein­käu­fe für das Abend­brot zu küm­mern. Ein an­ge­nehm ein­fach ge­strick­tes Pro­blem, was sich im Shop un­se­res Cam­ping­plat­zes leicht be­he­ben ließ.

22.08.2018 — Tag 3

Was in der nächt­li­chen Dun­kel­heit noch wie ein ab­ge­le­ge­ner Feld­weg aus­sah, stell­te sich bei Ta­ges­licht als gu­te fre­quen­tier­ter Fahr­rad­weg her­aus. Na ja auch egal, nur nicht aus der Ru­he brin­gen las­sen bei der mor­gend­li­chen Rou­ti­ne. Nach den Stra­pa­zen des vor­an­ge­gan­ge­nen Ta­ges war uns ein an­ge­nehm pro­blem­frei­er Tag ver­gönnt. Mein Mo­ped muck­te und stot­ter­te na­tür­lich nach wie vor, aber es fuhr zu­min­dest. So pas­sier­ten wir am Mit­tag fast schon eu­pho­risch die dä­ni­sche Gren­ze. Das schlimms­te schien aus­ge­stan­den. In un­se­rer Hoch­stim­mung hat­ten wir nur lei­der ganz ver­ges­sen uns, um die Ein­käu­fe für das Abend­brot zu küm­mern. Ein an­ge­nehm ein­fach ge­strick­tes Pro­blem, was sich im Shop un­se­res Cam­ping­plat­zes leicht be­he­ben ließ.

schmack­haf­te Hot-Dogs auf dem Cam­ping­platz

23.08.2018 — Tag 4

Den vier­ten Tag un­se­rer Tour be­gan­nen wir nach dem Zu­sam­men­räu­men stan­des­ge­mäß mit ei­nem Ein­kaufs­wa­gen­früh­stück. So ge­stärkt wa­ren wir be­reit, end­lich das EU-Fest­land hin­ter uns zu las­sen und nah­men Kurs auf Hirts­hals. Von dort woll­ten wir nach Nor­we­gen über­set­zen. Auch an die­sem Tag war uns die Tech­nik wohl ge­son­nen, so­dass wir uns zü­gig un­se­rem Ziel nä­her­ten. Kurz vor der An­kunft ver­ließ uns är­ger­li­cher­wei­se das bis da­hin gu­te Wet­ter. Was als leich­ter Nie­sel be­gann, gip­fel­te in ei­nem Stark­re­gen, durch den wir uns zur Fäh­re kämpf­ten. Die­se nas­se Er­fah­rung und die Lan­ge­wei­le auf der Fäh­re sporn­ten Len­nard zu krea­ti­ven Meis­ter­leis­tun­gen an. Er bas­tel­te sich zur Er­hei­te­rung al­ler An­we­sen­den ei­ne Re­gen­ho­se aus ei­nem Müll­sack. Wirk­lich trés chic. Nor­we­gen be­grüß­te uns zu fort­ge­schrit­te­ner Stun­de je­doch oh­ne Re­gen, so­dass der Pra­xis­test aus­blieb. Mehr Re­gen brauch­te es auch gar nicht mehr, Len­nard hat­te sich sei­ne Por­ti­on Näs­se in Form ei­nes durch­weich­ten Schlaf­sacks für die Nacht auf­ge­ho­ben. Ei­ne wirk­lich un­an­ge­neh­me Sa­che, wenn man weiß, dass die Tem­pe­ra­tu­ren nachts ein­stel­lig wur­den. Nur mit Ja­cke zu­ge­deckt und oh­ne So­cken (weil nass) stand er die Nacht durch wie ein gan­zer Mann!

Schnei­der­ar­bei­ten an Bord der Fäh­re

23.08.2018 — Tag 4

Den vier­ten Tag un­se­rer Tour be­gan­nen wir nach dem Zu­sam­men­räu­men stan­des­ge­mäß mit ei­nem Ein­kaufs­wa­gen­früh­stück. So ge­stärkt wa­ren wir be­reit, end­lich das EU-Fest­land hin­ter uns zu las­sen und nah­men Kurs auf Hirts­hals. Von dort woll­ten wir nach Nor­we­gen über­set­zen. Auch an die­sem Tag war uns die Tech­nik wohl ge­son­nen, so­dass wir uns zü­gig un­se­rem Ziel nä­her­ten. Kurz vor der An­kunft ver­ließ uns är­ger­li­cher­wei­se das bis da­hin gu­te Wet­ter. Was als leich­ter Nie­sel be­gann, gip­fel­te in ei­nem Stark­re­gen, durch den wir uns zur Fäh­re kämpf­ten. Die­se nas­se Er­fah­rung und die Lan­ge­wei­le auf der Fäh­re sporn­ten Len­nard zu krea­ti­ven Meis­ter­leis­tun­gen an. Er bas­tel­te sich zur Er­hei­te­rung al­ler An­we­sen­den ei­ne Re­gen­ho­se aus ei­nem Müll­sack. Wirk­lich trés chic. Nor­we­gen be­grüß­te uns zu fort­ge­schrit­te­ner Stun­de je­doch oh­ne Re­gen, so­dass der Pra­xis­test aus­blieb. Mehr Re­gen brauch­te es auch gar nicht mehr, Len­nard hat­te sich sei­ne Por­ti­on Näs­se in Form ei­nes durch­weich­ten Schlaf­sacks für die Nacht auf­ge­ho­ben. Ei­ne wirk­lich un­an­ge­neh­me Sa­che, wenn man weiß, dass die Tem­pe­ra­tu­ren nachts ein­stel­lig wur­den. Nur mit Ja­cke zu­ge­deckt und oh­ne So­cken (weil nass) stand er die Nacht durch wie ein gan­zer Mann!

Schnei­der­ar­bei­ten an Bord der Fäh­re
ver­reg­ne­tes Früh­stück
at­mo­sphä­ri­scher Ta­ges­ab­schluss

24.08.2018 — Tag 5

Am nächs­ten Mor­gen hat­te uns dann das durch­wach­se­ne Wet­ter auch in Nor­we­gen ge­fun­den. Nach­dem Auf­ste­hen wur­den wir von nas­sen Zel­ten und Mo­peds be­grüßt. In der Hoff­nung, al­les vor dem Zu­sam­men­pa­cken noch trock­nen zu kön­nen, lie­ßen wir un­ser Zelt zu­nächst ste­hen und nah­men Kurs auf den nächst­ge­le­ge­nen Su­per­markt. Dort muss­ten wir das Früh­stück im Ein­gang ei­ner Tief­ga­ra­ge zu uns neh­men, um uns vor dem ein­set­zen­den Re­gen zu schüt­zen. Al­so doch nichts mit tro­cke­nem Zelt…

Da die letz­te Nacht nicht für al­le er­hol­sam war, war­te­ten wir bis zum Mit­tag auf bes­se­res Wet­ter. Un­se­re Ge­duld wur­de be­lohnt und wir konn­ten kurz nach 12 Uhr er­holt und bei Son­nen­schein zur Ta­ges­etap­pe auf­bre­chen. Das gu­te Wet­ter hielt und so konn­ten wir die be­ein­dru­cken­de Land­schaft Nor­we­gens auf der Fahrt ge­nie­ßen. Un­se­re La­ger schlu­gen an die­sem Tag an ei­nem Berg­see mit fan­tas­ti­schem Aus­blick auf. Wahr­schein­lich bis heu­te ei­ner un­se­rer bes­ten Wild­cam­ping-Spots! Na­tür­lich lie­ßen wir es uns auch nicht neh­men, kurz in den ei­si­gen See zu sprin­gen. Ge­nau das rich­ti­ge vor ei­ner Nacht mit 3 °C Au­ßen­tem­pe­ra­tur. 

24.08.2018 — Tag 5

Am nächs­ten Mor­gen hat­te uns dann das durch­wach­se­ne Wet­ter auch in Nor­we­gen ge­fun­den. Nach­dem Auf­ste­hen wur­den wir von nas­sen Zel­ten und Mo­peds be­grüßt. In der Hoff­nung, al­les vor dem Zu­sam­men­pa­cken noch trock­nen zu kön­nen, lie­ßen wir un­ser Zelt zu­nächst ste­hen und nah­men Kurs auf den nächst­ge­le­ge­nen Su­per­markt. Dort muss­ten wir das Früh­stück im Ein­gang ei­ner Tief­ga­ra­ge zu uns neh­men, um uns vor dem ein­set­zen­den Re­gen zu schüt­zen. Al­so doch nichts mit tro­cke­nem Zelt…

Ver­reg­ne­tes Früh­stück

Da die letz­te Nacht nicht für al­le er­hol­sam war, war­te­ten wir bis zum Mit­tag auf bes­se­res Wet­ter. Un­se­re Ge­duld wur­de be­lohnt und wir konn­ten kurz nach 12 Uhr er­holt und bei Son­nen­schein zur Ta­ges­etap­pe auf­bre­chen. Das gu­te Wet­ter hielt und so konn­ten wir die be­ein­dru­cken­de Land­schaft Nor­we­gens auf der Fahrt ge­nie­ßen. Un­se­re La­ger schlu­gen an die­sem Tag an ei­nem Berg­see mit fan­tas­ti­schem Aus­blick auf. Wahr­schein­lich bis heu­te ei­ner un­se­rer bes­ten Wild­cam­ping-Spots! Na­tür­lich lie­ßen wir es uns auch nicht neh­men, kurz in den ei­si­gen See zu sprin­gen. Ge­nau das rich­ti­ge vor ei­ner Nacht mit 3 °C Au­ßen­tem­pe­ra­tur.

at­mo­sphä­ri­scher Ta­ges­ab­schluss

25.08.2018 — Tag 6

Nach 5 Ta­gen Tour­le­ben hat­te sich die ge­wohn­te Rou­ti­ne wie­der eta­bliert: Auf­ste­hen, frisch ma­chen, ein­pa­cken, auf zum Früh­stück. Nach ei­nem mor­gend­li­chen Kaf­fee auf dem Park­platz des ört­li­chen Su­per­mark­tes bra­chen wir gu­ter Din­ge auf. Tag 6 soll­te ei­ni­ge High­lights un­se­rer Tour be­inhal­ten, ent­lang der Etap­pe wür­den wir die be­rühm­te Stab­kir­che Hed­dal und Os­lo pas­sie­ren. Auch an die­sem Tag war uns bes­tes Wet­ter be­schie­den, so­dass wir schi­cke Fo­tos un­se­rer Ge­fähr­te vor der Kir­che schie­ßen konn­ten (sonst glaubt das ja kei­ner zu Hau­se). Nach der Mit­tags­pau­se mel­de­te sich zur Ab­wechs­lung mal wie­der mein Mo­ped. Die Star­t­un­wil­lig­keit war mit ei­nem rou­ti­nier­ten Zünd­ker­zen­wech­sel je­doch schnell aus der Welt ge­räumt und wir nah­men Kurs auf Os­lo.

Dort an­ge­kom­men park­ten wir die Mo­peds vor dem Bahn­hof, um die ob­li­ga­to­ri­schen Post­kar­ten an die Da­heim­ge­blie­be­nen zu or­ga­ni­sie­ren. Zu lan­ge konn­ten wir die nor­we­gi­sche Haupt­stadt je­doch nicht er­kun­den, da uns die fort­ge­schrit­te­ne Zeit und un­heil­vol­le Wol­ken zur Ei­le an­trie­ben.  Vor dem Re­gen flie­hend lie­ßen wir Os­lo hin­ter uns und schlu­gen nach ei­ner wei­te­ren Stun­de Fahrt un­ser Nacht­la­ger un­weit der Eu­ro­pa­stra­ße auf.

Mo­peds vor Stab­kir­che
Os­lo­er Bi­ker-Com­mu­ni­ty

25.08.2018 — Tag 6

Nach 5 Ta­gen Tour­le­ben hat­te sich die ge­wohn­te Rou­ti­ne wie­der eta­bliert: Auf­ste­hen, frisch ma­chen, ein­pa­cken, auf zum Früh­stück. Nach ei­nem mor­gend­li­chen Kaf­fee auf dem Park­platz des ört­li­chen Su­per­mark­tes bra­chen wir gu­ter Din­ge auf. Tag 6 soll­te ei­ni­ge High­lights un­se­rer Tour be­inhal­ten, ent­lang der Etap­pe wür­den wir die be­rühm­te Stab­kir­che Hed­dal und Os­lo pas­sie­ren. Auch an die­sem Tag war uns bes­tes Wet­ter be­schie­den, so­dass wir schi­cke Fo­tos un­se­rer Ge­fähr­te vor der Kir­che schie­ßen konn­ten (sonst glaubt das ja kei­ner zu Hau­se). Nach der Mit­tags­pau­se mel­de­te sich zur Ab­wechs­lung mal wie­der mein Mo­ped. Die Star­t­un­wil­lig­keit war mit ei­nem rou­ti­nier­ten Zünd­ker­zen­wech­sel je­doch schnell aus der Welt ge­räumt und wir nah­men Kurs auf Os­lo.

Mo­peds vor Stab­kir­che

Dort an­ge­kom­men park­ten wir die Mo­peds vor dem Bahn­hof, um die ob­li­ga­to­ri­schen Post­kar­ten an die Da­heim­ge­blie­be­nen zu or­ga­ni­sie­ren. Zu lan­ge konn­ten wir die nor­we­gi­sche Haupt­stadt je­doch nicht er­kun­den, da uns die fort­ge­schrit­te­ne Zeit und un­heil­vol­le Wol­ken zur Ei­le an­trie­ben.  Vor dem Re­gen flie­hend lie­ßen wir Os­lo hin­ter uns und schlu­gen nach ei­ner wei­te­ren Stun­de Fahrt un­ser Nacht­la­ger un­weit der Eu­ro­pa­stra­ße auf.

Os­lo­er Bi­ker-Com­mu­ni­ty
rou­ti­nier­tes An­schie­ben
Nacht­la­ger auf Cam­ping­platz

26.08.2018 — Tag 7

Der Re­gen, der uns am Vor­abend ver­schont hat­te, er­reicht uns am nächs­ten Mor­gen beim Früh­stück auf dem Feld­weg. In al­ler Ei­le stürz­ten wir un­se­ren Kaf­fee her­un­ter und stopf­ten un­ser noch tro­cke­nes Hab und Gut in die Pack­ta­schen. Die Re­gen­du­sche zum Mor­gen blieb uns dann doch er­spart, da­für wur­den wir je­doch im Lauf des Ta­ges mehr­fach vom Re­gen durch­nässt. Auch un­ser Glück mit der Tech­nik ließ an die­sem Tag zu wün­schen üb­rig. Mein Mo­ped ließ sich nun häu­fig nur noch durch An­schie­ben im Team (Len­nard schie­bend, ich an Ver­ga­ser und Zün­dung fum­melnd) zum Le­ben über­re­den und durch ei­ne Fehl­kal­ku­la­ti­on lief Len­nards Schwal­be tro­cken. Na­tür­lich war kei­ne Tank­stel­le in Sicht, so­dass un­ser 2 l Re­ser­ve­ka­nis­ter ein ech­ter Le­bens­ret­ter war (sehr emp­feh­lens­wert als Schwal­be Fah­rer). So kämpf­ten wir uns Wet­ter und Tech­nik zum Trotz über die schwe­di­sche Gren­ze und er­reich­ten ge­gen Abend den an­ge­streb­ten Cam­ping­platz. Auf dem konn­ten wir und un­se­re Klei­dung wie­der in vor­zeig­ba­ren Zu­stand ge­bracht wer­den.

26.08.2018 — Tag 7

Der Re­gen, der uns am Vor­abend ver­schont hat­te, er­reicht uns am nächs­ten Mor­gen beim Früh­stück auf dem Feld­weg. In al­ler Ei­le stürz­ten wir un­se­ren Kaf­fee her­un­ter und stopf­ten un­ser noch tro­cke­nes Hab und Gut in die Pack­ta­schen. Die Re­gen­du­sche zum Mor­gen blieb uns dann doch er­spart, da­für wur­den wir je­doch im Lauf des Ta­ges mehr­fach vom Re­gen durch­nässt. Auch un­ser Glück mit der Tech­nik ließ an die­sem Tag zu wün­schen üb­rig. Mein Mo­ped ließ sich nun häu­fig nur noch durch An­schie­ben im Team (Len­nard schie­bend, ich an Ver­ga­ser und Zün­dung fum­melnd) zum Le­ben über­re­den und durch ei­ne Fehl­kal­ku­la­ti­on lief Len­nards Schwal­be tro­cken. Na­tür­lich war kei­ne Tank­stel­le in Sicht, so­dass un­ser 2 l Re­ser­ve­ka­nis­ter ein ech­ter Le­bens­ret­ter war (sehr emp­feh­lens­wert als Schwal­be Fah­rer).

rou­ti­nier­tes An­schie­ben

So kämpf­ten wir uns Wet­ter und Tech­nik zum Trotz über die schwe­di­sche Gren­ze und er­reich­ten ge­gen Abend den an­ge­streb­ten Cam­ping­platz. Auf dem konn­ten wir und un­se­re Klei­dung wie­der in vor­zeig­ba­ren Zu­stand ge­bracht wer­den.

Nacht­la­ger auf Cam­ping­platz

27.08.2018 — Tag 8

Der ach­te Tag be­gann mit ei­nem an­stän­di­gen Früh­stück in der ört­li­chen Fuß­gän­ger­zo­ne, bei dem wir uns nett mit ei­nem der Pas­san­ten un­ter­hal­ten konn­ten. Das ers­te Zwi­schen­ziel für die­sen Tag war Gö­te­borg, dem wir uns lang­sam bei Re­gen nä­her­ten. Auf die­sem Weg pas­sier­te es dann: Un­se­re Off­line-Na­vi­ga­ti­on schick­te uns ge­ra­de Wegs auf die Au­to­bahn, was wir na­tür­lich erst zu spät be­merk­ten. Doch da­mit nicht ge­nug, aus­ge­rech­net in die­ser Si­tua­ti­on ver­ab­schie­de­te sich oh­ne Vor­war­nung mein Mo­ped. Nach ei­ner un­frei­wil­li­gen Pau­se auf dem nächs­ten Rast­platz ret­te­ten wir uns mit letz­ter Kraft ins nah ge­le­ge­ne In­dus­trie­ge­biet, um das be­nö­tig­te Werk­zeug für die Re­pa­ra­tur auf­zu­trei­ben. Bei ei­nem Boots­han­del wur­den wir letzt­lich fün­dig und tausch­ten in ei­ner Hau­ruck­ak­ti­on den Kon­den­sa­tor und Un­ter­bre­cher un­term Vor­dach des Shops. Mit ei­nem be­lus­tig­ten “Good Luck!” ver­ab­schie­det, mach­ten wir uns wie­der auf den Weg, um die Ta­ges­etap­pe doch noch ir­gend­wie zu schaf­fen.

Wi­der Er­war­ten hielt mein Mo­ped nach dem Ein­griff wa­cker durch und wir ent­schie­den uns trotz Re­gen, die ver­lo­re­ne Zeit durch ei­ne Aben­d/­Nacht-Fahrt her­aus­zu­ho­len. Sol­cher­lei Mehr­be­an­spru­chung stößt bei der Tech­nik selbst­ver­ständ­lich auf Un­mut und um 21 Uhr zwang uns Len­nards Schwal­be auf der un­be­leuch­te­ten Land­stra­ße zur Pau­se, in dem sie bei vol­ler Fahrt aus ging. Kur­zer­hand wur­de der Ver­ga­ser un­ter Kopf­lam­pen-Licht aus­ge­baut und ge­rei­nigt. Als ich da­bei zwei der vier Ver­ga­s­er­wan­nen-Schrau­ben zwi­schen­zeit­lich im über­wu­cher­ten Stand­strei­fen ver­leg­te, kipp­te die Stim­mung und Len­nard brach in wil­de Ver­wün­schun­gen ge­gen mich, das Mo­ped und die Welt aus. All­die­weil ging ich die Schrau­ben su­chen. Die­se konn­te ich zwar wie­der auf­trei­ben und den Team-Frie­den wie­der her­stel­len, aber vor­an­ge­bracht hat­te uns die gan­ze Ak­ti­on auch nicht. Das Mo­ped krank­te nach wie vor. Schon zum zwei­ten Mal an die­sem Tag muss­ten wir uns durch Schie­ben wei­ter­hel­fen. Die Neu­ab­stim­mung des Ver­ga­sers an der na­he­ge­le­ge­nen Tank­stel­le brach­te den Zug­vo­gel zum Glück wie­der auf Kurs.

Nach wei­te­ren drei Stun­den Fahrt war dann end­gül­tig die Luft raus und wir schlu­gen un­ser Zelt un­mit­tel­bar an der Stra­ße auf. Kei­ne 10 Mi­nu­ten nach dem Hin­le­gen don­ner­te der ers­te LKW vor­bei. Ru­hig geht wirk­lich an­ders, aber was solls…

die Früh­stücks-Si­tua­ti­on
Bo­xen­stop auf dem Au­to­bahn­r­ast­hof
OP am of­fe­nen Her­zen (Li­Ma)

27.08.2018 — Tag 8

die Früh­stücks-Si­tua­ti­on

Der ach­te Tag be­gann mit ei­nem an­stän­di­gen Früh­stück in der ört­li­chen Fuß­gän­ger­zo­ne, bei dem wir uns nett mit ei­nem der Pas­san­ten un­ter­hal­ten konn­ten. Das ers­te Zwi­schen­ziel für die­sen Tag war Gö­te­borg, dem wir uns lang­sam bei Re­gen nä­her­ten. Auf die­sem Weg pas­sier­te es dann: Un­se­re Off­line-Na­vi­ga­ti­on schick­te uns ge­ra­de Wegs auf die Au­to­bahn, was wir na­tür­lich erst zu spät be­merk­ten. Doch da­mit nicht ge­nug, aus­ge­rech­net in die­ser Si­tua­ti­on ver­ab­schie­de­te sich oh­ne Vor­war­nung mein Mo­ped. Nach ei­ner un­frei­wil­li­gen Pau­se auf dem nächs­ten Rast­platz ret­te­ten wir uns mit letz­ter Kraft ins nah ge­le­ge­ne In­dus­trie­ge­biet, um das be­nö­tig­te Werk­zeug für die Re­pa­ra­tur auf­zu­trei­ben. Bei ei­nem Boots­han­del wur­den wir letzt­lich fün­dig und tausch­ten in ei­ner Hau­ruck­ak­ti­on den Kon­den­sa­tor und Un­ter­bre­cher un­term Vor­dach des Shops. Mit ei­nem be­lus­tig­ten “Good Luck!” ver­ab­schie­det, mach­ten wir uns wie­der auf den Weg, um die Ta­ges­etap­pe doch noch ir­gend­wie zu schaf­fen.

Bo­xen­stop auf dem Au­to­bahn­r­ast­hof

Wi­der Er­war­ten hielt mein Mo­ped nach dem Ein­griff wa­cker durch und wir ent­schie­den uns trotz Re­gen, die ver­lo­re­ne Zeit durch ei­ne Aben­d/­Nacht-Fahrt her­aus­zu­ho­len. Sol­cher­lei Mehr­be­an­spru­chung stößt bei der Tech­nik selbst­ver­ständ­lich auf Un­mut und um 21 Uhr zwang uns Len­nards Schwal­be auf der un­be­leuch­te­ten Land­stra­ße zur Pau­se, in dem sie bei vol­ler Fahrt aus ging. Kur­zer­hand wur­de der Ver­ga­ser un­ter Kopf­lam­pen-Licht aus­ge­baut und ge­rei­nigt. Als ich da­bei zwei der vier Ver­ga­s­er­wan­nen-Schrau­ben zwi­schen­zeit­lich im über­wu­cher­ten Stand­strei­fen ver­leg­te, kipp­te die Stim­mung und Len­nard brach in wil­de Ver­wün­schun­gen ge­gen mich, das Mo­ped und die Welt aus. All­die­weil ging ich die Schrau­ben su­chen. Die­se konn­te ich zwar wie­der auf­trei­ben und den Team-Frie­den wie­der her­stel­len, aber vor­an­ge­bracht hat­te uns die gan­ze Ak­ti­on auch nicht. Das Mo­ped krank­te nach wie vor. Schon zum zwei­ten Mal an die­sem Tag muss­ten wir uns durch Schie­ben wei­ter­hel­fen. Die Neu­ab­stim­mung des Ver­ga­sers an der na­he­ge­le­ge­nen Tank­stel­le brach­te den Zug­vo­gel zum Glück wie­der auf Kurs.

OP am of­fe­nen Her­zen (Li­Ma)

Nach wei­te­ren drei Stun­den Fahrt war dann end­gül­tig die Luft raus und wir schlu­gen un­ser Zelt un­mit­tel­bar an der Stra­ße auf. Kei­ne 10 Mi­nu­ten nach dem Hin­le­gen don­ner­te der ers­te LKW vor­bei. Ru­hig geht wirk­lich an­ders, aber was solls…

Cam­ping vorm In­dus­trie­hof

28.08.2018 — Tag 9

Bei Lich­te be­trach­tet stell­te sich un­se­re La­ger­stät­te als Zu­fahrt zu ei­nem In­dus­trie­hof her­aus. Das er­klär­te dann wohl die mor­gend­li­che Un­ru­he. Beim mor­gend­li­chen Gang in die Bü­sche wur­den wir dann auch di­rekt von ei­nem der Ar­bei­ter an­ge­quatscht und ge­fragt, ob wir In­ter­es­se hät­ten Dro­gen zu er­ste­hen. Wir ver­nein­ten leicht ver­wirrt und sa­hen zu, dass wir los ka­men. Ge­schafft von der ver­gan­ge­nen Nacht und be­glei­tet vom all­ge­gen­wär­ti­gen Nie­sel raff­ten wir un­se­re Sie­ben­sa­chen und nah­men Kurs auf den nächs­ten Su­per­markt. Nach dem Früh­stück hieß es dann: “Nächs­tes Ziel Trel­le­borg”. An die­sem Tag muss­ten wir kei­nen wei­te­ren Aus­fall der Tech­nik ver­zeich­nen, auch wenn mein Mo­ped im Grun­de nur noch durch An­schie­ben zu be­le­ben war. Nach ei­ner zu­ge­ge­ben recht un­in­ter­es­san­ten Ta­ges­etap­pe er­reich­ten wir am frü­hen Abend den Cam­ping­platz in Trel­le­borg.

28.08.2018 — Tag 9

Bei Lich­te be­trach­tet stell­te sich un­se­re La­ger­stät­te als Zu­fahrt zu ei­nem In­dus­trie­hof her­aus. Das er­klär­te dann wohl die mor­gend­li­che Un­ru­he. Beim mor­gend­li­chen Gang in die Bü­sche wur­den wir dann auch di­rekt von ei­nem der Ar­bei­ter an­ge­quatscht und ge­fragt, ob wir In­ter­es­se hät­ten Dro­gen zu er­ste­hen. Wir ver­nein­ten leicht ver­wirrt und sa­hen zu, dass wir los ka­men. Ge­schafft von der ver­gan­ge­nen Nacht und be­glei­tet vom all­ge­gen­wär­ti­gen Nie­sel raff­ten wir un­se­re Sie­ben­sa­chen und nah­men Kurs auf den nächs­ten Su­per­markt. Nach dem Früh­stück hieß es dann: “Nächs­tes Ziel Trel­le­borg”. An die­sem Tag muss­ten wir kei­nen wei­te­ren Aus­fall der Tech­nik ver­zeich­nen, auch wenn mein Mo­ped im Grun­de nur noch durch An­schie­ben zu be­le­ben war. Nach ei­ner zu­ge­ge­ben recht un­in­ter­es­san­ten Ta­ges­etap­pe er­reich­ten wir am frü­hen Abend den Cam­ping­platz in Trel­le­borg.

Cam­ping vorm In­dus­trie­hof

29.08.2018 — Tag 10

Be­reits früh am Mor­gen pack­ten wir un­se­re Sa­chen und fuh­ren mit der Fäh­re nach Sass­nitz. Um 12 Uhr be­tra­ten wir da­mit nach 5 Ta­gen wie­der deut­schen Bo­den. Die Stre­cke von hier nach Hau­se wirk­te trü­ge­risch ein­fach, wa­ren wir doch ähn­li­ches schon an ei­nem Tag ge­fah­ren. Doch die Tech­nik blieb sich treu und bei­de Mo­peds muss­ten zu­nächst von Bord ge­scho­ben und müh­se­lig zum Fah­ren be­wegt wer­den. Je­doch hat­te sich auch da­für mitt­ler­wei­le Rou­ti­ne ein­ge­schlif­fen. Ge­gen 18 Uhr starb mein Mo­ped mal wie­der beim War­ten an ei­ner Am­pel in Neu Bran­den­burg ab. Wir nutz­ten die Ge­le­gen­heit und gönn­ten uns ei­nen Dö­ner zum Abend­brot (So­was ha­ben die oben im Nor­den ja nicht). Nach der kur­zen Ver­schnauf­pau­se lief die S51 wie­der und wir fuh­ren wei­ter.

Kei­ne 30 Mi­nu­ten spä­ter an ei­nem Berg war es dann so weit: Rat­tern, Klap­pern, wei­ßer Rauch und dann Ru­he. Nach knapp 2500 km war für mein Mo­ped das En­de der Fah­nen­stan­ge er­reicht. Die Dia­gno­se auf der nächs­ten Ein­fahrt: Sim­mer­ring Li­Ma-sei­tig, oder weiß der Teu­fel. Da weit und breit kein Werk­zeug zu be­kom­men war, muss­te die Not-Lö­sung, in Form der frisch ab­ge­schlos­se­nen ADAC-Mit­glied­schaft, her. Es folg­ten ei­ni­ge Stun­den Bü­ro­kra­tie-Cha­os, mit dem fol­gen­den Er­geb­nis: Das Mo­ped wür­de nach Hau­se trans­por­tiert wer­den, ich statt ei­nes Miet­wa­gens (den woll­ten man mir nun doch nicht zu­ge­ste­hen) ei­ne Zug­fahrt be­kom­men und Len­nard al­lei­ne mit der Schwal­be nach Hau­se fah­ren müs­sen. Da der nächs­te Zug erst 4:30 Uhr fuhr, harr­ten wir noch ein paar Stun­den ge­mein­sam auf dem Park­platz des Au­to­hau­ses aus und ver­such­ten ir­gend­wie et­was Ru­he zu fin­den. Im­mer­hin konn­ten wir dort be­ru­higt vor uns hin frie­ren. Der ört­li­che Wach­mann hat­te uns nach ei­nem er­hei­tern­den Ge­spräch ver­si­chert auf die Schwal­be und un­ser Ge­päck auf­zu­pas­sen, wäh­rend wir uns “aus­ruh­ten”.

Über­fahrt nach Sass­nitz
Ab­trans­port mei­ner S51

29.08.2018 — Tag 10

Über­fahrt nach Sass­nitz

Be­reits früh am Mor­gen pack­ten wir un­se­re Sa­chen und fuh­ren mit der Fäh­re nach Sass­nitz. Um 12 Uhr be­tra­ten wir da­mit nach 5 Ta­gen wie­der deut­schen Bo­den. Die Stre­cke von hier nach Hau­se wirk­te trü­ge­risch ein­fach, wa­ren wir doch ähn­li­ches schon an ei­nem Tag ge­fah­ren. Doch die Tech­nik blieb sich treu und bei­de Mo­peds muss­ten zu­nächst von Bord ge­scho­ben und müh­se­lig zum Fah­ren be­wegt wer­den. Je­doch hat­te sich auch da­für mitt­ler­wei­le Rou­ti­ne ein­ge­schlif­fen. Ge­gen 18 Uhr starb mein Mo­ped mal wie­der beim War­ten an ei­ner Am­pel in Neu Bran­den­burg ab. Wir nutz­ten die Ge­le­gen­heit und gönn­ten uns ei­nen Dö­ner zum Abend­brot (So­was ha­ben die oben im Nor­den ja nicht). Nach der kur­zen Ver­schnauf­pau­se lief die S51 wie­der und wir fuh­ren wei­ter.

Kei­ne 30 Mi­nu­ten spä­ter an ei­nem Berg war es dann so weit: Rat­tern, Klap­pern, wei­ßer Rauch und dann Ru­he. Nach knapp 2500 km war für mein Mo­ped das En­de der Fah­nen­stan­ge er­reicht. Die Dia­gno­se auf der nächs­ten Ein­fahrt: Sim­mer­ring Li­Ma-sei­tig, oder weiß der Teu­fel. Da weit und breit kein Werk­zeug zu be­kom­men war, muss­te die Not-Lö­sung, in Form der frisch ab­ge­schlos­se­nen ADAC-Mit­glied­schaft, her.

Ab­trans­port mei­ner S51

Es folg­ten ei­ni­ge Stun­den Bü­ro­kra­tie-Cha­os, mit dem fol­gen­den Er­geb­nis: Das Mo­ped wür­de nach Hau­se trans­por­tiert wer­den, ich statt ei­nes Miet­wa­gens (den woll­ten man mir nun doch nicht zu­ge­ste­hen) ei­ne Zug­fahrt be­kom­men und Len­nard al­lei­ne mit der Schwal­be nach Hau­se fah­ren müs­sen. Da der nächs­te Zug erst 4:30 Uhr fuhr, harr­ten wir noch ein paar Stun­den ge­mein­sam auf dem Park­platz des Au­to­hau­ses aus und ver­such­ten ir­gend­wie et­was Ru­he zu fin­den. Im­mer­hin konn­ten wir dort be­ru­higt vor uns hin frie­ren. Der ört­li­che Wach­mann hat­te uns nach ei­nem er­hei­tern­den Ge­spräch ver­si­chert auf die Schwal­be und un­ser Ge­päck auf­zu­pas­sen, wäh­rend wir uns “aus­ruh­ten”.

mei­ne et­was an­de­re Heim­fahrt

30.08.2018 — Tag 11

Ziem­lich fer­tig schreck­ten wir ge­gen 4 Uhr auf und gin­gen je­der un­se­rer We­ge. Ich eil­te zum Bahn­hof, von wo ich mit samt mei­nes ge­sam­ten Ge­päcks über Els­ter­wer­da nach Dres­den fuhr. So ge­se­hen ei­ne an­ge­nehm ent­spann­te letz­te Etap­pe, auch wenn ich sie lie­ber auf zwei Rä­dern ab­sol­viert hät­te.

Len­nard kämpft sich hin­ge­gen mit man­gel­haf­ter Na­vi­ga­ti­on und star­ker Er­schöp­fung ei­sern bis nach Me­din­gen zu­rück und ver­voll­stän­dig­te da­mit stell­ver­tre­tend die Tour.

Ab­schlie­ßend kann man nur eins sa­gen: Was für ein Aben­teu­er! Ins­ge­samt wur­den 2800 km in 11 Ta­gen be­wäl­tigt, viel ge­schraubt und ge­flucht, aber da­durch auch Land und Leu­te ken­nen­ge­lernt .
Zu­ge­ge­ben, die tech­ni­schen Hür­den wa­ren enorm. Viel­leicht hät­te ich das Mu­ckern auf der Test­fahrt am Tag vor der Ab­fahrt doch ernst neh­men sol­len. Egal, oh­ne Pan­nen wä­re es nur halb so lus­tig ge­we­sen.

30.08.2018 — Tag 11

Ziem­lich fer­tig schreck­ten wir ge­gen 4 Uhr auf und gin­gen je­der un­se­rer We­ge. Ich eil­te zum Bahn­hof, von wo ich mit samt mei­nes ge­sam­ten Ge­päcks über Els­ter­wer­da nach Dres­den fuhr. So ge­se­hen ei­ne an­ge­nehm ent­spann­te letz­te Etap­pe, auch wenn ich sie lie­ber auf zwei Rä­dern ab­sol­viert hät­te.

mei­ne et­was an­de­re Heim­fahrt

Len­nard kämpft sich hin­ge­gen mit man­gel­haf­ter Na­vi­ga­ti­on und star­ker Er­schöp­fung ei­sern bis nach Me­din­gen zu­rück und ver­voll­stän­dig­te da­mit stell­ver­tre­tend die Tour.

Ab­schlie­ßend kann man nur eins sa­gen: Was für ein Aben­teu­er! Ins­ge­samt wur­den 2800 km in 11 Ta­gen be­wäl­tigt, viel ge­schraubt und ge­flucht, aber da­durch auch Land und Leu­te ken­nen­ge­lernt .
Zu­ge­ge­ben, die tech­ni­schen Hür­den wa­ren enorm. Viel­leicht hät­te ich das Mu­ckern auf der Test­fahrt am Tag vor der Ab­fahrt doch ernst neh­men sol­len. Egal, oh­ne Pan­nen wä­re es nur halb so lus­tig ge­we­sen.