2019 — Al­ba­ni­en

Nach den po­si­ti­ven Er­fah­run­gen der ers­ten Tour-Jah­re bra­chen wir 2019 zu neu­en Hö­hen­flü­gen auf. Wo­her der Ein­fall da­für kam, kön­nen wir rück­bli­ckend selbst nicht mehr si­cher sa­gen. Je­den­falls ging es vom 15.08.2019 bis zum 27.08.2019 nach Al­ba­ni­en. Und na­tür­lich auch wie­der zu­rück.

Au­tor: Len­nard am 05.09.2023

zwei­ter un­frei­wil­li­ger Ser­vice-Stopp
tsche­chi­scher Stra­ßen­gra­ben

15.08.2019 — Tag 1

Wo wir ge­star­tet sind, brau­che ich ja lang­sam nicht mehr zu er­wäh­nen. Ge­gen 13 Uhr fuh­ren wir bei mei­nen El­tern in Me­din­gen ab. Un­ge­fähr 5 Mi­nu­ten spä­ter leg­ten wir dann auch schon den ers­ten un­frei­wil­li­gen Ser­vice-Stopp ein. Die S51 von Han­nes war - trotz gro­ßer An­kün­di­gung: „das muss di­cke bis zur Tan­ke rei­chen“ - tro­cken ge­lau­fen. Da­mit war al­so die ers­te Fül­lung des Re­ser­ve­ka­nis­ters Ge­schich­te. 

Kei­ne 2 km wei­ter stan­den wir dann wie­der. Jetzt konn­te der Feh­ler end­gül­tig iden­ti­fi­ziert wer­den: Beim Aus­bau von Han­nes Ver­ga­ser of­fen­bar­te sich uns ein lo­ses Schwim­mer­ven­til. Nach­dem das ge­klärt war, konn­ten wir nun al­so zu­min­dest tech­nisch be­ru­higt star­ten. Klei­ne Be­son­der­heit dies­mal war, dass wir noch ei­nen klei­nen Halt an der lo­ka­len Füh­rer­schein­stel­le ein­le­gen muss­ten, da Han­nes kurz zu­vor sei­nen Mo­tor­rad­schein ge­macht hat­te. Der klei­ne Halt bei ei­ner deut­schen Be­hör­de be­deu­te­te für uns ent­spann­te zwei Stun­den War­te­zeit. 

Dank der vie­len Klei­nig­kei­ten an die­sem Tag pas­sier­ten wir erst 18 Uhr die tsche­chi­sche Gren­ze. Bei der Su­che nach ei­nem Schlaf­platz leg­te ich mei­ne Schwal­be — dank schlam­mi­ger Rei­fen — dann auch noch ab. So­mit war dann auch mein ers­ter Sturz in der Tour-Ge­schich­te ab­sol­viert.  Ge­gen 21 Uhr be­zo­gen wir dann end­lich un­ser Nacht­la­ger im Stra­ßen­gra­ben ne­ben der Bun­des­stra­ße.

15.08.2019 — Tag 1

Wo wir ge­star­tet sind, brau­che ich ja lang­sam nicht mehr zu er­wäh­nen. Ge­gen 13 Uhr fuh­ren wir bei mei­nen El­tern in Me­din­gen ab. Un­ge­fähr 5 Mi­nu­ten spä­ter leg­ten wir dann auch schon den ers­ten un­frei­wil­li­gen Ser­vice-Stopp ein. Die S51 von Han­nes war - trotz gro­ßer An­kün­di­gung: „das muss di­cke bis zur Tan­ke rei­chen“ - tro­cken ge­lau­fen. Da­mit war al­so die ers­te Fül­lung des Re­ser­ve­ka­nis­ters Ge­schich­te. 

Kei­ne 2 km wei­ter stan­den wir dann wie­der. Jetzt konn­te der Feh­ler end­gül­tig iden­ti­fi­ziert wer­den: Beim Aus­bau von Han­nes Ver­ga­ser of­fen­bar­te sich uns ein lo­ses Schwim­mer­ven­til.

zwei­ter un­frei­wil­li­ger Ser­vice-Stopp

Nach­dem das ge­klärt war, konn­ten wir nun al­so zu­min­dest tech­nisch be­ru­higt star­ten. Klei­ne Be­son­der­heit dies­mal war, dass wir noch ei­nen klei­nen Halt an der lo­ka­len Füh­rer­schein­stel­le ein­le­gen muss­ten, da Han­nes kurz zu­vor sei­nen Mo­tor­rad­schein ge­macht hat­te. Der klei­ne Halt bei ei­ner deut­schen Be­hör­de be­deu­te­te für uns ent­spann­te zwei Stun­den War­te­zeit. 

Dank der vie­len Klei­nig­kei­ten an die­sem Tag pas­sier­ten wir erst 18 Uhr die tsche­chi­sche Gren­ze. Bei der Su­che nach ei­nem Schlaf­platz leg­te ich mei­ne Schwal­be — dank schlam­mi­ger Rei­fen — dann auch noch ab. So­mit war dann auch mein ers­ter Sturz in der Tour-Ge­schich­te ab­sol­viert.  Ge­gen 21 Uhr be­zo­gen wir dann end­lich un­ser Nacht­la­ger im Stra­ßen­gra­ben ne­ben der Bun­des­stra­ße.

tsche­chi­scher Stra­ßen­gra­ben

16.08.2019 — Tag 2

Selbst­ver­ständ­lich reg­ne­te es die­se Nacht kräf­tig. Es gibt nichts Schö­ne­res, als ein klam­mes Zelt ein­zu­pa­cken! Im Üb­ri­gen hat­ten wir in die­sem Jahr bei­de in neue Ein­mann-Zel­te in­ves­tiert, was ein deut­li­ches Up­grade in Sa­chen Pri­vat­sphä­re be­deu­te­te.

Nach ei­nem stär­ken­den Ein­kaufs­wa­gen­früh­stück am ört­li­chen Mi­ni­markt ging es wei­ter durch das land­schaft­lich schö­ne, aber doch über­ra­schend ber­gi­ge Tsche­chi­en. 

Das ging so lan­ge rei­bungs­los, bis mir mei­ne man­geln­de Vor­be­rei­tung auf die Fü­ße fiel. Mein oh­ne­hin schon schwer­gän­gi­ger Gas­zug ging mitt­ler­wei­le der­art straff, dass ich re­gel­recht Krämp­fe im rech­ten Un­ter­arm be­kam. Au­ßer­dem war die Ket­te so ex­trem aus­ge­lei­ert, dass sie ge­fühlt auf dem Bo­den zu schlei­fen droh­te. Es half al­so al­les nichts, die nächs­te War­tungs­pau­se stand an. Wir kauf­ten an ei­ner Tank­stel­le Schmier­mit­tel ei­ner all­seits be­kann­ten Mar­ke und dreh­ten mei­ne Ket­ten­span­ner bis zum An­schlag. So lie­ßen sich die Pro­ble­me nach ei­ni­gem Hin und Her gut in den Griff be­kom­men. Den Gas­griff mon­tier­te ich zwei­mal, da ich es beim ers­ten Mal mit der Schmie­rung et­was zu gut ge­meint hat­te und dann konn­te es auch schon wei­ter­ge­hen.

Der rest­li­che Tag ver­lief ru­hig, wir pas­sier­ten die ös­ter­rei­chi­sche Gren­ze, wur­den an ei­ner Tan­ke von ei­ner Oma mit je­weils 10 € be­dacht und kehr­ten auf ei­nem Zelt­platz un­mit­tel­bar vor den Al­pen ein.

ört­li­cher Mi­ni­markt
War­tungs­pau­se

16.08.2019 — Tag 2

Selbst­ver­ständ­lich reg­ne­te es die­se Nacht kräf­tig. Es gibt nichts Schö­ne­res, als ein klam­mes Zelt ein­zu­pa­cken! Im Üb­ri­gen hat­ten wir in die­sem Jahr bei­de in neue Ein­mann-Zel­te in­ves­tiert, was ein deut­li­ches Up­grade in Sa­chen Pri­vat­sphä­re be­deu­te­te.

Nach ei­nem stär­ken­den Ein­kaufs­wa­gen­früh­stück am ört­li­chen Mi­ni­markt ging es wei­ter durch das land­schaft­lich schö­ne, aber doch über­ra­schend ber­gi­ge Tsche­chi­en. 

ört­li­cher Mi­ni­markt

Das ging so lan­ge rei­bungs­los, bis mir mei­ne man­geln­de Vor­be­rei­tung auf die Fü­ße fiel. Mein oh­ne­hin schon schwer­gän­gi­ger Gas­zug ging mitt­ler­wei­le der­art straff, dass ich re­gel­recht Krämp­fe im rech­ten Un­ter­arm be­kam. Au­ßer­dem war die Ket­te so ex­trem aus­ge­lei­ert, dass sie ge­fühlt auf dem Bo­den zu schlei­fen droh­te. Es half al­so al­les nichts, die nächs­te War­tungs­pau­se stand an. Wir kauf­ten an ei­ner Tank­stel­le Schmier­mit­tel ei­ner all­seits be­kann­ten Mar­ke und dreh­ten mei­ne Ket­ten­span­ner bis zum An­schlag. So lie­ßen sich die Pro­ble­me nach ei­ni­gem Hin und Her gut in den Griff be­kom­men. Den Gas­griff mon­tier­te ich zwei­mal, da ich es beim ers­ten Mal mit der Schmie­rung et­was zu gut ge­meint hat­te und dann konn­te es auch schon wei­ter­ge­hen.

War­tungs­pau­se

Der rest­li­che Tag ver­lief ru­hig, wir pas­sier­ten die ös­ter­rei­chi­sche Gren­ze, wur­den an ei­ner Tan­ke von ei­ner Oma mit je­weils 10 € be­dacht und kehr­ten auf ei­nem Zelt­platz un­mit­tel­bar vor den Al­pen ein. 

tie­ri­scher Be­such zum Früh­stück
Groß­glock­ner Hoch­al­pen­stra­ße
Sie­ger­eh­rung am Gip­fel
Cam­ping­ko­cher im Ho­tel

17.08.2019 — Tag 3

Am Mor­gen be­ka­men wir vier­bei­ni­gen Be­such zum Früh­stück. Früh­stück war an die­sem Mor­gen auch ein gu­tes Stich­wort. Da der vor­han­de­ne Platz für den Trans­port von Le­bens­mit­teln sehr be­grenzt war, ‚muss­te‘ die zu­vor er­wor­be­ne Pa­ckung Müs­li samt ei­nem kom­plet­ten Te­tra-Pack Milch auf ein­mal ver­speist wer­den. Der­art ge­stärkt (bzw. voll­ge­fres­sen) mach­ten wir uns auf, die Ta­ges­mis­si­on zu er­fül­len. Es galt die Groß­glock­ner Hoch­al­pen­stra­ße zu über­win­den!

Ge­gen Mit­tag hat­ten wir die Maut­sta­ti­on er­reicht. Nach ei­nem kur­zen Aus­tausch mit an­de­ren Höl­len-Bi­kern ging es mit Schwung und im vol­len An­griffs­mo­dus auf die ers­te Stei­gung los … be­reits we­ni­ge Me­ter spä­ter dann die Er­nüch­te­rung: das höchs­te der Ge­füh­le war der ers­te Gang. Die Sim­sons quäl­ten sich in ei­ner Lang­sam­keit den Berg hoch, dass uns zwi­schen­zeit­lich di­ver­se Rad­sport­ler, freund­lich grü­ßend, über­ho­len konn­ten. Kurz vor dem Gip­fel war es dann so weit: Mei­ne Schwal­be war so sehr mit sich und der Welt über­for­dert, dass nichts an­de­res mehr half, als ab­zu­stei­gen und bei lau­fen­dem Mo­tor zu schie­ben. 

Als wir nach un­ge­fähr 3 h den Gip­fel er­reich­ten, war erst­mal ei­ne Pau­se für Mensch und Ma­schi­ne nö­tig. Au­ßer­dem blieb Zeit für ei­nen Aus­tausch mit ei­nem Rad­fah­rer, der uns hart­nä­ckig den ge­sam­ten Auf­stieg über be­glei­tet hat­te und un­be­dingt ein Fo­to mit uns woll­te.

Trotz der stark ein­ge­schränk­ten Brems­leis­tung der über­la­de­nen Mo­peds wur­de die Ab­fahrt mit ma­xi­mal mög­li­cher Ge­schwin­dig­keit un­ter die Rä­der ge­nom­men. Wenn ich mich rich­tig er­in­ne­re, stan­den zeit­wei­se 80 km/h auf dem Ta­cho. Ge­mes­sen an der Zu­la­dung und tech­ni­schen Ver­fas­sung der hel­le Wahn­sinn! In un­se­rem Ge­schwin­dig­keits­rausch ver­ga­ßen wir al­ler­dings, dass wir Sams­tag­abend hat­ten, was uns zur letz­ten Epi­so­de die­ses Ta­ges füh­ren soll­te.

Ge­gen 21 Uhr be­gann näm­lich die pa­ni­sche Su­che nach zwei Sa­chen: der Ver­pfle­gung für den Abend und den nächs­ten Tag so­wie ei­nem ge­eig­ne­ten Schlaf­platz. Ers­te­res Pro­blem war durch ei­nen klei­nen La­den noch gut in den Griff zu be­kom­men. Ei­ne Un­ter­kunft in ei­ner Ur­laubs­re­gi­on wie den Do­lo­mi­ten zu die­ser Jah­res­zeit war je­doch ei­ne wirk­li­che Her­aus­for­de­rung. Selbst die Cam­ping­plät­ze wa­ren al­le voll. Aus der Not her­aus frag­te ich in ei­nem für uns of­fen­sicht­lich viel zu teu­rem Ho­tel nach ei­nem Schlaf­platz. Nach ei­ni­gem War­ten und ei­nem net­ten Plausch mit de­ren Aus­zu­bil­den­den konn­te uns der Ho­tel­chef le­dig­lich das Cam­pie­ren auf sei­nem Park­platz an­bie­ten. Als wir be­reits da­bei wa­ren un­se­re Zel­te auf­zu­bau­en, bat mich be­sag­ter Chef über­ra­schend noch­mal rein, um mir dann mit­zu­tei­len, dass uns sei­ne Aus­zu­bil­den­de doch noch ei­ne güns­ti­ge Un­ter­kunft im Nach­bar­dorf be­sorgt hat­te. Sehr sym­pa­thisch! In un­se­rer Un­ter­kunft er­war­te­te uns das Flair der 70er Jah­re. War uns nach dem Tag aber auch herz­lich egal. Cam­ping­ko­cher eig­nen sich üb­ri­gens auch zum Ko­chen in Ho­tel­zim­mern.

17.08.2019 — Tag 3

Am Mor­gen be­ka­men wir vier­bei­ni­gen Be­such zum Früh­stück. Früh­stück war an die­sem Mor­gen auch ein gu­tes Stich­wort. Da der vor­han­de­ne Platz für den Trans­port von Le­bens­mit­teln sehr be­grenzt war, ‚muss­te‘ die zu­vor er­wor­be­ne Pa­ckung Müs­li samt ei­nem kom­plet­ten Te­tra-Pack Milch auf ein­mal ver­speist wer­den. Der­art ge­stärkt (bzw. voll­ge­fres­sen) mach­ten wir uns auf, die Ta­ges­mis­si­on zu er­fül­len. Es galt die Groß­glock­ner Hoch­al­pen­stra­ße zu über­win­den.

tie­ri­scher Be­such zum Früh­stück

Ge­gen Mit­tag hat­ten wir die Maut­sta­ti­on er­reicht. Nach ei­nem kur­zen Aus­tausch mit an­de­ren Höl­len-Bi­kern ging es mit Schwung und im vol­len An­griffs­mo­dus auf die ers­te Stei­gung los … be­reits we­ni­ge Me­ter spä­ter dann die Er­nüch­te­rung: das höchs­te der Ge­füh­le war der ers­te Gang. Die Sim­sons quäl­ten sich in ei­ner Lang­sam­keit den Berg hoch, dass uns zwi­schen­zeit­lich di­ver­se Rad­sport­ler, freund­lich grü­ßend, über­ho­len konn­ten. Kurz vor dem Gip­fel war es dann so weit: Mei­ne Schwal­be war so sehr mit sich und der Welt über­for­dert, dass nichts an­de­res mehr half, als ab­zu­stei­gen und bei lau­fen­dem Mo­tor zu schie­ben.

Groß­glock­ner Hoch­al­pen­stra­ße

Als wir nach un­ge­fähr 3 h den Gip­fel er­reich­ten, war erst­mal ei­ne Pau­se für Mensch und Ma­schi­ne nö­tig. Au­ßer­dem blieb Zeit für ei­nen Aus­tausch mit ei­nem Rad­fah­rer, der uns hart­nä­ckig den ge­sam­ten Auf­stieg über be­glei­tet hat­te und un­be­dingt ein Fo­to mit uns woll­te.

Sie­ger­eh­rung am Gip­fel

Trotz der stark ein­ge­schränk­ten Brems­leis­tung der über­la­de­nen Mo­peds wur­de die Ab­fahrt mit ma­xi­mal mög­li­cher Ge­schwin­dig­keit un­ter die Rä­der ge­nom­men. Wenn ich mich rich­tig er­in­ne­re, stan­den zeit­wei­se 80 km/h auf dem Ta­cho. Ge­mes­sen an der Zu­la­dung und tech­ni­schen Ver­fas­sung der hel­le Wahn­sinn! In un­se­rem Ge­schwin­dig­keits­rausch ver­ga­ßen wir al­ler­dings, dass wir Sams­tag­abend hat­ten, was uns zur letz­ten Epi­so­de die­ses Ta­ges füh­ren soll­te.

Ge­gen 21 Uhr be­gann näm­lich die pa­ni­sche Su­che nach zwei Sa­chen: der Ver­pfle­gung für den Abend und den nächs­ten Tag so­wie ei­nem ge­eig­ne­ten Schlaf­platz. Ers­te­res Pro­blem war durch ei­nen klei­nen La­den noch gut in den Griff zu be­kom­men. Ei­ne Un­ter­kunft in ei­ner Ur­laubs­re­gi­on wie den Do­lo­mi­ten zu die­ser Jah­res­zeit war je­doch ei­ne wirk­li­che Her­aus­for­de­rung. Selbst die Cam­ping­plät­ze wa­ren al­le voll. Aus der Not her­aus frag­te ich in ei­nem für uns of­fen­sicht­lich viel zu teu­rem Ho­tel nach ei­nem Schlaf­platz. Nach ei­ni­gem War­ten und ei­nem net­ten Plausch mit de­ren Aus­zu­bil­den­den konn­te uns der Ho­tel­chef le­dig­lich das Cam­pie­ren auf sei­nem Park­platz an­bie­ten. Als wir be­reits da­bei wa­ren un­se­re Zel­te auf­zu­bau­en, bat mich be­sag­ter Chef über­ra­schend noch­mal rein, um mir dann mit­zu­tei­len, dass uns sei­ne Aus­zu­bil­den­de doch noch ei­ne güns­ti­ge Un­ter­kunft im Nach­bar­dorf be­sorgt hat­te. Sehr sym­pa­thisch! In un­se­rer Un­ter­kunft er­war­te­te uns das Flair der 70er Jah­re. War uns nach dem Tag aber auch herz­lich egal. Cam­ping­ko­cher eig­nen sich üb­ri­gens auch zum Ko­chen in Ho­tel­zim­mern.

Cam­ping­ko­cher im Ho­tel

18.08.2019 — Tag 4

Nach dem er­eig­nis­rei­chen Vor­tag stand nun ein deut­lich ent­spann­te­rer an. Dank un­se­rer Un­ter­kunft war be­reits für Früh­stück ge­sorgt. Das räum­te uns die Zeit für klei­ne­re Re­pa­ra­tu­ren an den Mo­peds ein. Weil das so viel Spaß ge­macht hat, wur­den die­se dann auch 10 km nach Start ein­fach noch­mal wie­der­holt; wird eben nie lang­wei­lig mit den Sim­sons.

Der rest­li­che Tag ver­lief sehr ru­hig, wir ge­rie­ten zwi­schen­durch in ein Fahr­rad­ren­nen und ver­lie­ßen lang­sam die Al­pen in das me­di­ter­ra­ne Flach­land hin­ein. Der Tag konn­te tie­fen­ent­spannt mit Nu­deln und Pes­to auf ei­nem Cam­ping­platz na­he Ra­ven­na ab­ge­schlos­sen wer­den.

Re­pa­ra­tur­wie­der­ho­lung

18.08.2019 — Tag 4

Nach dem er­eig­nis­rei­chen Vor­tag stand nun ein deut­lich ent­spann­te­rer an. Dank un­se­rer Un­ter­kunft war be­reits für Früh­stück ge­sorgt. Das räum­te uns die Zeit für klei­ne­re Re­pa­ra­tu­ren an den Mo­peds ein. Weil das so viel Spaß ge­macht hat, wur­den die­se dann auch 10 km nach Start ein­fach noch­mal wie­der­holt; wird eben nie lang­wei­lig mit den Sim­sons.

Der rest­li­che Tag ver­lief sehr ru­hig, wir ge­rie­ten zwi­schen­durch in ein Fahr­rad­ren­nen und ver­lie­ßen lang­sam die Al­pen in das me­di­ter­ra­ne Flach­land hin­ein. Der Tag konn­te tie­fen­ent­spannt mit Nu­deln und Pes­to auf ei­nem Cam­ping­platz na­he Ra­ven­na ab­ge­schlos­sen wer­den.

Re­pa­ra­tur­wie­der­ho­lung
Cam­ping­platz und fri­sche Wä­sche
be­sag­te Piz­za

19.08.2019 — Tag 5

Trotz der Wär­me wa­ren un­se­re Kla­mot­ten am nächs­ten Mor­gen schön klamm. Das tat der Stim­mung aber kei­nen Ab­bruch. Nach kur­zer Mor­gen­rou­ti­ne star­te­ten wir oh­ne Ver­zö­ge­rung in den Tag. Die Sim­sons er­freu­en sich auf un­se­ren Tou­ren auch im Aus­land oft gro­ßer Be­liebt­heit. So fing bei­spiels­wei­se ein ita­lie­ni­scher Mo­tor­rad­fah­rer wäh­rend der Fahrt im Stadt­ver­kehr ein Ge­spräch mit mir an. Ver­stan­den ha­be ich kein Wort, wur­de zum Schluss aber freund­li­cher­wei­se mit Sti­ckern des lo­ka­len Bi­ker­clubs be­dacht. Un­se­re Rou­te führ­te uns den über­wie­gen­den Teil des Ta­ges an der Adria­küs­te ent­lang. Der star­ke Wind gab vor al­lem mei­ner Schwal­be den Rest. Wir ka­men ent­spre­chend lang­sam, aber im­mer­hin kon­stant vor­an.

Auch an die­sem Abend schlie­fen wir auf ei­nem Zelt­platz an der Adria. Da wir an die­sem Abend tat­säch­lich mal et­was Frei­zeit hat­ten, fuh­ren wir noch in den na­he­ge­le­ge­nen Ort Por­to San Gi­or­gio, um ei­ne Piz­za zu es­sen. Lei­der wa­ren wir et­was zu früh dran, so­dass zu die­ser Zeit (ca. 18 Uhr) nur ei­ne Piz­ze­ria of­fen hat­te. Und was für ei­ne, das sa­ge ich euch … 

Dass wir bei un­se­rer An­kunft die ein­zi­gen Gäs­te wa­ren, ließ sich even­tu­ell noch auf die frü­he Uhr­zeit schie­ben. Bei ge­naue­rer Be­trach­tung des Eta­blis­se­ments stach ei­ne ge­wis­se Ver­lebt­heit des La­dens dann aber doch recht stark her­aus. Auf­fäl­lig war auch, dass der Kell­ner, nach­dem wir bei­de Piz­za be­stellt hat­ten, über die Stra­ße mit sei­nem Au­to ver­schwand und ei­ni­ge Zeit spä­ter mit ei­ner Warm­hal­te­ta­sche zu­rück­kam. Ich ha­be schon bes­se­re Tief­kühl­piz­za ge­ges­sen als das, was uns da prä­sen­tiert wurde…und das in Ita­li­en.

19.08.2019 — Tag 5

Trotz der Wär­me wa­ren un­se­re Kla­mot­ten am nächs­ten Mor­gen schön klamm. Das tat der Stim­mung aber kei­nen Ab­bruch. Nach kur­zer Mor­gen­rou­ti­ne star­te­ten wir oh­ne Ver­zö­ge­rung in den Tag. Die Sim­sons er­freu­en sich auf un­se­ren Tou­ren auch im Aus­land oft gro­ßer Be­liebt­heit. So fing bei­spiels­wei­se ein ita­lie­ni­scher Mo­tor­rad­fah­rer wäh­rend der Fahrt im Stadt­ver­kehr ein Ge­spräch mit mir an. Ver­stan­den ha­be ich kein Wort, wur­de zum Schluss aber freund­li­cher­wei­se mit Sti­ckern des lo­ka­len Bi­ker­clubs be­dacht. Un­se­re Rou­te führ­te uns den über­wie­gen­den Teil des Ta­ges an der Adria­küs­te ent­lang. Der star­ke Wind gab vor al­lem mei­ner Schwal­be den Rest. Wir ka­men ent­spre­chend lang­sam, aber im­mer­hin kon­stant vor­an.

Cam­ping­platz und fri­sche Wä­sche

Auch an die­sem Abend schlie­fen wir auf ei­nem Zelt­platz an der Adria. Da wir an die­sem Abend tat­säch­lich mal et­was Frei­zeit hat­ten, fuh­ren wir noch in den na­he­ge­le­ge­nen Ort Por­to San Gi­or­gio, um ei­ne Piz­za zu es­sen. Lei­der wa­ren wir et­was zu früh dran, so­dass zu die­ser Zeit (ca. 18 Uhr) nur ei­ne Piz­ze­ria of­fen hat­te. Und was für ei­ne, das sa­ge ich euch … 

Dass wir bei un­se­rer An­kunft die ein­zi­gen Gäs­te wa­ren, ließ sich even­tu­ell noch auf die frü­he Uhr­zeit schie­ben. Bei ge­naue­rer Be­trach­tung des Eta­blis­se­ments stach ei­ne ge­wis­se Ver­lebt­heit des La­dens dann aber doch recht stark her­aus. Auf­fäl­lig war auch, dass der Kell­ner, nach­dem wir bei­de Piz­za be­stellt hat­ten, über die Stra­ße mit sei­nem Au­to ver­schwand und ei­ni­ge Zeit spä­ter mit ei­ner Warm­hal­te­ta­sche zu­rück­kam. Ich ha­be schon bes­se­re Tief­kühl­piz­za ge­ges­sen als das, was uns da prä­sen­tiert wurde…und das in Ita­li­en.

be­sag­te Piz­za

20.08.2019 — Tag 6

Mit der Ab­fahrt vom Cam­ping­platz ver­lie­ßen wir auch die ge­ord­ne­ten Ge­fil­de Ita­li­ens. Über Süd­ita­li­en hat man ja so ein paar Sa­chen ge­hört, aber das be­schrieb nicht mal im An­satz die dor­ti­ge La­ge bei un­se­rer Durch­fahrt. 

Der Tag star­te­te zu­nächst recht idyl­lisch, vor­bei an klei­nen Obst­lä­den und Fei­gen­bäu­men. Je wei­ter süd­lich wir je­doch ka­men, des­to to­ter und kar­ger wur­de die Um­ge­bung. Nach­dem wir ei­nen klei­nen Wald­brand durch­quert hat­ten, soll­te sich der rest­li­che Tag auf der SS16 — ei­ner Bun­des­stra­ße — ab­spie­len. So et­was trost­lo­ses hat­te ich bis da­hin noch nicht ge­se­hen. Was am auf­fäl­ligs­ten war: Die enor­me Dich­te an Pro­sti­tu­ier­ten, die die Stra­ßen förm­lich säum­ten. Weit und breit war au­ßer Lkws prak­tisch nichts zu se­hen. Als wir tan­ken muss­ten, wur­de es dann rich­tig span­nend. Die ein­zi­ge Tank­stel­le, die oh­ne Um­we­ge für uns in Schlag­di­stanz lag, wies uns forsch mit den Wor­ten ab, dass man kei­nen Sprit mehr ha­be. Rück­bli­ckend ließ der all­ge­mei­ne Zu­stand der An­la­ge auch eher auf ein Geld­wä­sche­ge­schäft als auf ei­ne Tan­ke schlie­ßen. Au­ßer ein paar vor­sint­flut­li­chen Er­satz­tei­len und ei­ner schä­bi­gen Bar gab es dort ein­fach nichts. Über ei­nen klei­nen Um­weg fan­den wir ei­ne Al­ter­na­ti­ve. Op­tisch sah die­se Tank­stel­le noch wil­der aus als die vor­an­ge­gan­ge­ne, hat­te da­für aber Ben­zin! Be­zahlt wur­de üb­ri­gens über ein EC-Ge­rät, was der Kas­sie­rer in sei­nem Kühl­schrank la­ger­te. 

Der ur­sprüng­li­che Plan sah vor, noch ei­ne Nacht in die­ser Re­gi­on zu schla­fen. Nach den Er­fah­run­gen des Ta­ges wur­de die­ser Plan al­ler­dings ein­stim­mig ab­ge­wählt und ent­schie­den, di­rekt zum Fähr­ha­fen in Ba­ri zu fah­ren. Das war ei­ne Quä­le­rei, das sa­ge ich euch. Die Qua­li­tät der Stra­ße nahm im­mer wei­ter ab, ge­fühlt fuh­ren wir durch ein Ent­wick­lungs­land. Nach ca. 410 km war es ge­schafft. Wir stan­den an der Fähr­sta­ti­on in Ba­ri. Da­mit war der Tag aber noch im­mer nicht über­stan­den.

Im Ha­fen an­ge­kom­men ging ich los, um Ti­ckets für die Über­fahrt nach Dur­rës zu kau­fen. Da­nach folg­te ei­ne um­ständ­li­che Ha­fen­durch­fahrt zum ent­spre­chen­den An­le­ger. An der Fäh­re an­ge­kom­men be­gann ei­ne Dis­kus­si­on mit dem Per­so­nal, da ich of­fen­bar Ti­ckets für Fahr­rä­der ge­kauft hat­te. Fun Fact: laut Ver­si­che­rung wird die Sim­son tat­säch­lich als ‚Fahr­rad mit Hilfs­mo­tor‘ de­kla­riert. Nach län­ge­rer Dis­kus­si­on schal­te­te sich der Ka­pi­tän des Schif­fes ein, mit dem Ver­spre­chen, er wür­de uns mit­neh­men, wenn wir ihm den Dif­fe­renz­be­trag von 100 € di­rekt bar be­zah­len wür­den. Da wir über kein Bar­geld ver­füg­ten (wird uns ei­ne Stun­de spä­ter noch auf die Fü­ße fal­len) konn­ten wir auf die­ses gran­dio­se Ge­schäft nicht ein­ge­hen und wa­ren ge­zwun­gen den ewig lan­gen Weg zu­rück zum Ti­cket­schal­ter zu neh­men. Dort er­klär­te man uns, dass sich der Dif­fe­renz­be­trag auf le­dig­lich 50 € be­lau­fen wür­de. Den Ka­pi­tän ha­ben wir an dem Tag nicht wie­der ge­se­hen.

End­lich auf der Fäh­re ein­ge­checkt, be­zo­gen wir un­se­re Ko­je und woll­ten ei­gent­lich nur noch es­sen und dann schla­fen ge­hen. Oh­ne Bar­geld war auf die­ser Über­fahrt al­ler­dings nichts Ess­ba­res auf­zu­trei­ben. Die 8 h Fahrt wur­den al­so hung­rig ab­sol­viert.

Idyl­le der Adria
wil­de Tank­stel­le
im Ha­fen von Ba­ri

20.08.2019 — Tag 6

Mit der Ab­fahrt vom Cam­ping­platz ver­lie­ßen wir auch die ge­ord­ne­ten Ge­fil­de Ita­li­ens. Über Süd­ita­li­en hat man ja so ein paar Sa­chen ge­hört, aber das be­schrieb nicht mal im An­satz die dor­ti­ge La­ge bei un­se­rer Durch­fahrt. 

Der Tag star­te­te zu­nächst recht idyl­lisch, vor­bei an klei­nen Obst­lä­den und Fei­gen­bäu­men. Je wei­ter süd­lich wir je­doch ka­men, des­to to­ter und kar­ger wur­de die Um­ge­bung. Nach­dem wir ei­nen klei­nen Wald­brand durch­quert hat­ten, soll­te sich der rest­li­che Tag auf der SS16 — ei­ner Bun­des­stra­ße — ab­spie­len.

Idyl­le der Adria

So et­was trost­lo­ses hat­te ich bis da­hin noch nicht ge­se­hen. Was am auf­fäl­ligs­ten war: Die enor­me Dich­te an Pro­sti­tu­ier­ten, die die Stra­ßen förm­lich säum­ten. Weit und breit war au­ßer Lkws prak­tisch nichts zu se­hen. Als wir tan­ken muss­ten, wur­de es dann rich­tig span­nend. Die ein­zi­ge Tank­stel­le, die oh­ne Um­we­ge für uns in Schlag­di­stanz lag, wies uns forsch mit den Wor­ten ab, dass man kei­nen Sprit mehr ha­be. Rück­bli­ckend ließ der all­ge­mei­ne Zu­stand der An­la­ge auch eher auf ein Geld­wä­sche­ge­schäft als auf ei­ne Tan­ke schlie­ßen. Au­ßer ein paar vor­sint­flut­li­chen Er­satz­tei­len und ei­ner schä­bi­gen Bar gab es dort ein­fach nichts. Über ei­nen klei­nen Um­weg fan­den wir ei­ne Al­ter­na­ti­ve. Op­tisch sah die­se Tank­stel­le noch wil­der aus als die vor­an­ge­gan­ge­ne, hat­te da­für aber Ben­zin! Be­zahlt wur­de üb­ri­gens über ein EC-Ge­rät, was der Kas­sie­rer in sei­nem Kühl­schrank la­ger­te. 

wil­de Tank­stel­le

Der ur­sprüng­li­che Plan sah vor, noch ei­ne Nacht in die­ser Re­gi­on zu schla­fen. Nach den Er­fah­run­gen des Ta­ges wur­de die­ser Plan al­ler­dings ein­stim­mig ab­ge­wählt und ent­schie­den, di­rekt zum Fähr­ha­fen in Ba­ri zu fah­ren. Das war ei­ne Quä­le­rei, das sa­ge ich euch. Die Qua­li­tät der Stra­ße nahm im­mer wei­ter ab, ge­fühlt fuh­ren wir durch ein Ent­wick­lungs­land. Nach ca. 410 km war es ge­schafft. Wir stan­den an der Fähr­sta­ti­on in Ba­ri. Da­mit war der Tag aber noch im­mer nicht über­stan­den.

Im Ha­fen an­ge­kom­men ging ich los, um Ti­ckets für die Über­fahrt nach Dur­rës zu kau­fen. Da­nach folg­te ei­ne um­ständ­li­che Ha­fen­durch­fahrt zum ent­spre­chen­den An­le­ger. An der Fäh­re an­ge­kom­men be­gann ei­ne Dis­kus­si­on mit dem Per­so­nal, da ich of­fen­bar Ti­ckets für Fahr­rä­der ge­kauft hat­te. Fun Fact: laut Ver­si­che­rung wird die Sim­son tat­säch­lich als ‚Fahr­rad mit Hilfs­mo­tor‘ de­kla­riert. Nach län­ge­rer Dis­kus­si­on schal­te­te sich der Ka­pi­tän des Schif­fes ein, mit dem Ver­spre­chen, er wür­de uns mit­neh­men, wenn wir ihm den Dif­fe­renz­be­trag von 100 € di­rekt bar be­zah­len wür­den. Da wir über kein Bar­geld ver­füg­ten (wird uns ei­ne Stun­de spä­ter noch auf die Fü­ße fal­len) konn­ten wir auf die­ses gran­dio­se Ge­schäft nicht ein­ge­hen und wa­ren ge­zwun­gen den ewig lan­gen Weg zu­rück zum Ti­cket­schal­ter zu neh­men. Dort er­klär­te man uns, dass sich der Dif­fe­renz­be­trag auf le­dig­lich 50 € be­lau­fen wür­de. Den Ka­pi­tän ha­ben wir an dem Tag nicht wie­der ge­se­hen.

im Ha­fen von Ba­ri

End­lich auf der Fäh­re ein­ge­checkt, be­zo­gen wir un­se­re Ko­je und woll­ten ei­gent­lich nur noch es­sen und dann schla­fen ge­hen. Oh­ne Bar­geld war auf die­ser Über­fahrt al­ler­dings nichts Ess­ba­res auf­zu­trei­ben. Die 8 h Fahrt wur­den al­so hung­rig ab­sol­viert.

Aus­blick über Ti­ra­na zum Früh­stück
die deutsch-al­ba­ni­sche Freund­schaft
da­heim bei ‚Modrit­sch‘

21.08.2019 — Tag 7

An­ge­kom­men in Dur­rës kämpf­ten wir uns nach un­kom­pli­zier­ter Ein­rei­se durch den dor­ti­gen Stadt­ver­kehr. Ita­li­en war ent­spannt da­ge­gen. Aber man passt sich ja an. Wei­ter ging es durch das hü­ge­li­ge Hin­ter­land in Rich­tung Ti­ra­na, vor­bei an nicht we­ni­gen Esels­kar­ren über teils ka­ta­stro­pha­le Stra­ßen und durch kleins­te Dör­fer. 

Ti­ra­na selbst war­te­te, wie auch schon Dur­rës, mit ei­nem Stadt­ver­kehr auf, der sei­nes­glei­chen such­te. Es grenzt an ein Wun­der, dass wir dort kei­nem Un­fall zum Op­fer ge­fal­len sind. An ei­nem klei­nen Su­per­markt deck­ten wir uns end­lich mit Le­bens­mit­teln und an­de­ren Ge­nuss­mit­teln ein und früh­stück­ten an­schlie­ßend auf ei­nem Park­platz, der auf ei­ner in­ner­städ­ti­schen An­hö­he lag. An­schlie­ßend wur­de der Plan ge­fasst, Kar­ten für die Da­heim­ge­blie­be­nen zu ver­fas­sen. Al­so stat­te­ten wir uns mit Brief­mar­ken, Kar­ten und Schreib­zeug aus. Das Fin­den ei­nes ge­eig­ne­ten Brief­kas­tens ge­stal­te­te sich je­doch schwie­rig. Nach län­ge­rer Su­che im Tu­mult von Ti­ra­na fan­den wir schließ­lich ei­ne Post­stel­le. 

Han­nes mach­te sich al­so dar­an, un­se­re Kar­ten los­zu­wer­den. In der Zwi­schen­zeit be­wach­te ich die Mo­peds von ei­ner Bank aus, die vor ei­nem Elek­tro­fach­ge­schäft stand. Nach kur­zer Zeit wur­de der dor­ti­ge La­den­be­sit­zer auf die Ge­fähr­te auf­merk­sam. En­de vom Lied war, dass er vor lau­ter Freu­de ei­ni­ge sei­ner Freun­de da­zu hol­te, die uns mit al­ler­lei Tipps für Al­ba­ni­en, Was­ser und sons­ti­gen Hilfs­an­ge­bo­ten be­dach­ten. Nach ca. 1,5 h konn­ten wir uns dann schließ­lich los­rei­ßen. 

Als wir Ti­ra­na ver­lie­ßen, pas­sier­te es dann auch end­lich mal wie­der: Wir fuh­ren un­wis­sent­lich auf die Au­to­bahn auf. Wo­bei Au­to­bahn ein gro­ßes Wort für das war, wor­auf wir uns wie­der­fan­den. Konn­te ja kei­ner ah­nen, dass dort ein mehr­spu­ri­ger Kreis­ver­kehr gleich auch als Auf­fahrt ge­nutzt wur­de. Das war wahr­schein­lich auch das ers­te Mal, dass wir an­de­re Fahr­zeu­ge (teils auf dem ge­schot­ter­ten Sei­ten­strei­fen) auf der Au­to­bahn über­hol­ten. So war die Gren­ze zu Mon­te­ne­gro schnell er­reicht.

An die­ser gönn­ten wir uns, be­dingt durch ei­nen Stau, ei­ne klei­ne Pau­se. Na­tür­lich mach­ten wir da­bei auch ein paar Fo­tos. Beim Pas­sie­ren der Gren­ze wur­den wir dann von ei­nem Sol­da­ten an­ge­hal­ten. Mit dem durf­ten wir dann un­se­re Bil­der­samm­lung durch­ge­hen und die Bil­der lö­schen, die Tei­le der Grenz­an­la­ge zeig­ten. An die­ser Stel­le sa­hen wir von Dis­kus­sio­nen ab, der hat­te mit sei­ner Ka­lasch­ni­kow ein­fach die bes­se­ren Ar­gu­men­te. 

Über­nach­ten soll­ten wir, wenn auch zu­nächst un­wis­sent­lich, in Pod­go­ri­ca, der Haupt­stadt Mon­te­ne­gros. Die Su­che nach ei­nem ge­eig­ne­ten Schlaf­platz ge­stal­te­te sich an die­sem Abend je­doch wie­der schwie­rig. Cam­ping­plät­ze gab es kei­ne und die Stadt schien wie aus­ge­stor­ben. Auf ei­ner Kreu­zung in ei­nem dicht be­sie­del­ten und frag­wür­dig aus­se­hen­den Wohn­ge­biet sprach ich ei­nen Mann an. Der führ­te mich zu Fu­ße durch ge­fühlt 1000 Gas­sen bis hin zu ei­nem Grund­stück. Die Bu­chung der Un­ter­kunft er­folg­te mit ei­nem Ruf über des­sen Tor. 

Un­ser dor­ti­ger Gast­ge­ber, wir tauf­ten ihn aus Un­wis­sen­heit ‚Modrit­sch‘, war kein Mann gro­ßer Wor­te. Da­für hat­ten wir ein kli­ma­ti­sier­tes Zim­mer und ei­ne funk­tio­nie­ren­de Wasch­ma­schi­ne zu ei­nem un­schlag­ba­ren Preis. Sehr an­ge­nehm.

21.08.2019 — Tag 7

An­ge­kom­men in Dur­rës kämpf­ten wir uns nach un­kom­pli­zier­ter Ein­rei­se durch den dor­ti­gen Stadt­ver­kehr. Ita­li­en war ent­spannt da­ge­gen. Aber man passt sich ja an. Wei­ter ging es durch das hü­ge­li­ge Hin­ter­land in Rich­tung Ti­ra­na, vor­bei an nicht we­ni­gen Esels­kar­ren über teils ka­ta­stro­pha­le Stra­ßen und durch kleins­te Dör­fer. 

Ti­ra­na selbst war­te­te, wie auch schon Dur­rës, mit ei­nem Stadt­ver­kehr auf, der sei­nes­glei­chen such­te. Es grenzt an ein Wun­der, dass wir dort kei­nem Un­fall zum Op­fer ge­fal­len sind. An ei­nem klei­nen Su­per­markt deck­ten wir uns end­lich mit Le­bens­mit­teln und an­de­ren Ge­nuss­mit­teln ein und früh­stück­ten an­schlie­ßend auf ei­nem Park­platz, der auf ei­ner in­ner­städ­ti­schen An­hö­he lag. An­schlie­ßend wur­de der Plan ge­fasst, Kar­ten für die Da­heim­ge­blie­be­nen zu ver­fas­sen. Al­so stat­te­ten wir uns mit Brief­mar­ken, Kar­ten und Schreib­zeug aus. Das Fin­den ei­nes ge­eig­ne­ten Brief­kas­tens ge­stal­te­te sich je­doch schwie­rig. Nach län­ge­rer Su­che im Tu­mult von Ti­ra­na fan­den wir schließ­lich ei­ne Post­stel­le. 

Aus­blick über Ti­ra­na zum Früh­stück

Han­nes mach­te sich al­so dar­an, un­se­re Kar­ten los­zu­wer­den. In der Zwi­schen­zeit be­wach­te ich die Mo­peds von ei­ner Bank aus, die vor ei­nem Elek­tro­fach­ge­schäft stand. Nach kur­zer Zeit wur­de der dor­ti­ge La­den­be­sit­zer auf die Ge­fähr­te auf­merk­sam. En­de vom Lied war, dass er vor lau­ter Freu­de ei­ni­ge sei­ner Freun­de da­zu hol­te, die uns mit al­ler­lei Tipps für Al­ba­ni­en, Was­ser und sons­ti­gen Hilfs­an­ge­bo­ten be­dach­ten. Nach ca. 1,5 h konn­ten wir uns dann schließ­lich los­rei­ßen. 

die deutsch-al­ba­ni­sche Freund­schaft

Als wir Ti­ra­na ver­lie­ßen, pas­sier­te es dann auch end­lich mal wie­der: Wir fuh­ren un­wis­sent­lich auf die Au­to­bahn auf. Wo­bei Au­to­bahn ein gro­ßes Wort für das war, wor­auf wir uns wie­der­fan­den. Konn­te ja kei­ner ah­nen, dass dort ein mehr­spu­ri­ger Kreis­ver­kehr gleich auch als Auf­fahrt ge­nutzt wur­de. Das war wahr­schein­lich auch das ers­te Mal, dass wir an­de­re Fahr­zeu­ge (teils auf dem ge­schot­ter­ten Sei­ten­strei­fen) auf der Au­to­bahn über­hol­ten. So war die Gren­ze zu Mon­te­ne­gro schnell er­reicht.

An die­ser gönn­ten wir uns, be­dingt durch ei­nen Stau, ei­ne klei­ne Pau­se. Na­tür­lich mach­ten wir da­bei auch ein paar Fo­tos. Beim Pas­sie­ren der Gren­ze wur­den wir dann von ei­nem Sol­da­ten an­ge­hal­ten. Mit dem durf­ten wir dann un­se­re Bil­der­samm­lung durch­ge­hen und die Bil­der lö­schen, die Tei­le der Grenz­an­la­ge zeig­ten. An die­ser Stel­le sa­hen wir von Dis­kus­sio­nen ab, der hat­te mit sei­ner Ka­lasch­ni­kow ein­fach die bes­se­ren Ar­gu­men­te. 

Über­nach­ten soll­ten wir, wenn auch zu­nächst un­wis­sent­lich, in Pod­go­ri­ca, der Haupt­stadt Mon­te­ne­gros. Die Su­che nach ei­nem ge­eig­ne­ten Schlaf­platz ge­stal­te­te sich an die­sem Abend je­doch wie­der schwie­rig. Cam­ping­plät­ze gab es kei­ne und die Stadt schien wie aus­ge­stor­ben. Auf ei­ner Kreu­zung in ei­nem dicht be­sie­del­ten und frag­wür­dig aus­se­hen­den Wohn­ge­biet sprach ich ei­nen Mann an. Der führ­te mich zu Fu­ße durch ge­fühlt 1000 Gas­sen bis hin zu ei­nem Grund­stück. Die Bu­chung der Un­ter­kunft er­folg­te mit ei­nem Ruf über des­sen Tor.

da­heim bei ‚Modrit­sch‘

Un­ser dor­ti­ger Gast­ge­ber, wir tauf­ten ihn aus Un­wis­sen­heit ‚Modrit­sch‘, war kein Mann gro­ßer Wor­te. Da­für hat­ten wir ein kli­ma­ti­sier­tes Zim­mer und ei­ne funk­tio­nie­ren­de Wasch­ma­schi­ne zu ei­nem un­schlag­ba­ren Preis. Sehr an­ge­nehm.

22.08.2019 — Tag 8

Am Mor­gen ver­sorg­ten wir uns im na­he­ge­le­ge­nen Su­per­markt mit Brot und der bil­ligs­ten, ver­füg­ba­ren Scho­ko­creme, auch so ei­ne klei­ne Tour-Tra­di­ti­on. Die bis­her Bes­te gab es im Üb­ri­gen in Dä­ne­mark.

Die Rou­te führ­te uns mit vie­len Tun­neln durch die atem­be­rau­ben­de Berg­land­schaft von Mon­te­ne­gro. Als wir die Gren­ze zu Bos­ni­en-Her­ze­go­wi­na über­schrit­ten, war es dann al­ler­dings lei­der vor­bei mit der bis da­hin qua­li­ta­tiv recht gu­ten Stra­ße. Bis zum Abend kämpf­ten wir uns bis Sa­ra­je­vo vor. 

An ei­ner Tank­stel­le kurz vor Sa­ra­je­vo wur­den wir von ei­nem jun­gen Typ an­ge­spro­chen. Da­bei stell­te sich her­aus, dass er selbst halb Deut­scher, halb Bos­ni­er war. Der­art be­seelt von die­sem Zu­fall lud er uns ein, die­se Nacht bei ihm zu ver­brin­gen, nach­dem er vor­her noch schnell et­was zu er­le­di­gen hat­te. Die Ab­spra­che soll­te per Te­le­fon er­fol­gen. Die Zeit bis da­hin über­brück­ten wir mit ei­nem aus­ge­dehn­ten Abend­essen auf ei­nem Su­per­markt­park­platz und ei­ner Run­de durch Sa­ra­je­vo. Bei mir kam da­bei gro­ße Freu­de auf, als ich fest­stell­te, dass auf ein­mal mein Auf­blend­licht, wel­ches ei­ne ge­fühl­te Ewig­keit nicht mehr funk­tio­niert hat­te, nun wie­der ging. Und da­bei hat­te ich nicht mal den Schal­ter da­für be­tä­tigt! Lei­der zog das auch nach sich, dass mei­ne rest­li­che, oh­ne­hin schon an­ge­schla­ge­ne Elek­trik zu spin­nen an­fing. Ein Ab­schal­ten des Mo­tors mit dem Zünd­schlüs­sel war bei­spiels­wei­se nicht mehr mög­lich.

Der er­war­te­te An­ruf kam nicht. So­mit wa­ren wir ge­zwun­gen, auf ei­ne Emp­feh­lung aus­zu­wei­chen, das Ho­tel ‚Bana­na Ci­ty‘. Ich sa­ge euch, das war mal ei­ne Ab­stei­ge, wie sie im Bu­che steht. Un­sau­be­re Zim­mer und all­ge­mein frag­wür­di­ges Flair ist man ja viel­leicht schon ir­gend­wie ge­wöhnt. Aber dass die Tür zum Zim­mer be­reits ein­ge­tre­ten war, setz­te neue Maß­stä­be! Nur un­wil­lig leg­ten wir uns in die Bet­ten.

Berg­land­schaft Mon­te­ne­gros
Abend­essen auf Su­per­markt­park­platz
Bana­na Ci­ty

22.08.2019 — Tag 8

Am Mor­gen ver­sorg­ten wir uns im na­he­ge­le­ge­nen Su­per­markt mit Brot und der bil­ligs­ten, ver­füg­ba­ren Scho­ko­creme, auch so ei­ne klei­ne Tour-Tra­di­ti­on. Die bis­her Bes­te gab es im Üb­ri­gen in Dä­ne­mark.

Die Rou­te führ­te uns mit vie­len Tun­neln durch die atem­be­rau­ben­de Berg­land­schaft von Mon­te­ne­gro. Als wir die Gren­ze zu Bos­ni­en-Her­ze­go­wi­na über­schrit­ten, war es dann al­ler­dings lei­der vor­bei mit der bis da­hin qua­li­ta­tiv recht gu­ten Stra­ße. Bis zum Abend kämpf­ten wir uns bis Sa­ra­je­vo vor. 

Berg­land­schaft Mon­te­ne­gros

An ei­ner Tank­stel­le kurz vor Sa­ra­je­vo wur­den wir von ei­nem jun­gen Typ an­ge­spro­chen. Da­bei stell­te sich her­aus, dass er selbst halb Deut­scher, halb Bos­ni­er war. Der­art be­seelt von die­sem Zu­fall lud er uns ein, die­se Nacht bei ihm zu ver­brin­gen, nach­dem er vor­her noch schnell et­was zu er­le­di­gen hat­te. Die Ab­spra­che soll­te per Te­le­fon er­fol­gen. Die Zeit bis da­hin über­brück­ten wir mit ei­nem aus­ge­dehn­ten Abend­essen auf ei­nem Su­per­markt­park­platz und ei­ner Run­de durch Sa­ra­je­vo. Bei mir kam da­bei gro­ße Freu­de auf, als ich fest­stell­te, dass auf ein­mal mein Auf­blend­licht, wel­ches ei­ne ge­fühl­te Ewig­keit nicht mehr funk­tio­niert hat­te, nun wie­der ging. Und da­bei hat­te ich nicht mal den Schal­ter da­für be­tä­tigt! Lei­der zog das auch nach sich, dass mei­ne rest­li­che, oh­ne­hin schon an­ge­schla­ge­ne Elek­trik zu spin­nen an­fing. Ein Ab­schal­ten des Mo­tors mit dem Zünd­schlüs­sel war bei­spiels­wei­se nicht mehr mög­lich.

Abend­essen auf Su­per­markt­park­platz

Der er­war­te­te An­ruf kam nicht. So­mit wa­ren wir ge­zwun­gen, auf ei­ne Emp­feh­lung aus­zu­wei­chen, das Ho­tel ‚Bana­na Ci­ty‘. Ich sa­ge euch, das war mal ei­ne Ab­stei­ge, wie sie im Bu­che steht. Un­sau­be­re Zim­mer und all­ge­mein frag­wür­di­ges Flair ist man ja viel­leicht schon ir­gend­wie ge­wöhnt. Aber dass die Tür zum Zim­mer be­reits ein­ge­tre­ten war, setz­te neue Maß­stä­be! Nur un­wil­lig leg­ten wir uns in die Bet­ten.

Bana­na Ci­ty
Ho­tel­früh­stück
Cam­ping­platz in Kroa­ti­en

23.08.2019 — Tag 9

Die Nacht fand ein jä­hes En­de, als man ca. 5 Uhr mor­gens an­fing, di­rekt un­ter un­se­rem Zim­mer­fens­ter laut­stark den lo­ka­len Obst- und Ge­mü­se­markt auf­zu­bau­en. Da­mit soll­te ein zei­ti­ger Auf­bruch fol­gen, je­doch nicht oh­ne das, im­mer­hin schon be­zahl­te, Ho­tel-Früh­stück zu tes­ten. Auch da­bei blieb sich ‚Bana­na Ci­ty‘ treu. Es gab nicht mehr und nicht we­ni­ger als ein Bröt­chen mit ei­ner un­de­fi­nier­ten Wurst und Ha­ge­but­ten­mar­me­la­de be­glei­tet von ei­ner Tas­se Pfef­fer­minz­tee. Der Ab­schied von Sa­ra­je­vo fiel dem­entspre­chend nicht sehr schwer. Zu­vor muss­ten aber noch kurz die Elek­tro­pro­ble­me vom Vor­abend be­ho­ben wer­den. 

Der Tag spiel­te sich haupt­säch­lich auf Schot­ter­pis­ten ei­nes Na­tio­nal­parks ab. Ge­gen 15 Uhr war die kroa­ti­sche Gren­ze er­reicht. Hin und wie­der sto­ßen wir bei un­se­ren Tou­ren auf ver­steck­te Ju­we­len. Ge­nau das war an die­sem Abend der Fall. Un­ser an­ge­dach­tes Ziel war ein ver­meint­li­cher Cam­ping­platz an ei­nem See in Kroa­ti­en. Die­ser ent­pupp­te sich als ei­ne kos­ten­lo­se Cam­ping­flä­che mit­ten im Nir­gend­wo. Ab­ge­se­hen von zwei Tsche­chen wa­ren wir die­sen Abend al­lein mit dem See und den Bäu­men. Lei­der war das Wet­ter an die­sem Abend nicht ganz auf un­se­rer Sei­te, die ‚Du­sche‘ im See hät­ten wir auch ein­fach im Re­gen neh­men kön­nen. Au­ßer­dem muss­ten die zu­vor er­wor­be­nen Fisch­do­sen im Zelt ver­speist wer­den. Le­ben am Li­mit eben.

23.08.2019 — Tag 9

Die Nacht fand ein jä­hes En­de, als man ca. 5 Uhr mor­gens an­fing, di­rekt un­ter un­se­rem Zim­mer­fens­ter laut­stark den lo­ka­len Obst- und Ge­mü­se­markt auf­zu­bau­en. Da­mit soll­te ein zei­ti­ger Auf­bruch fol­gen, je­doch nicht oh­ne das, im­mer­hin schon be­zahl­te, Ho­tel-Früh­stück zu tes­ten. Auch da­bei blieb sich ‚Bana­na Ci­ty‘ treu. Es gab nicht mehr und nicht we­ni­ger als ein Bröt­chen mit ei­ner un­de­fi­nier­ten Wurst und Ha­ge­but­ten­mar­me­la­de be­glei­tet von ei­ner Tas­se Pfef­fer­minz­tee. Der Ab­schied von Sa­ra­je­vo fiel dem­entspre­chend nicht sehr schwer. Zu­vor muss­ten aber noch kurz die Elek­tro­pro­ble­me vom Vor­abend be­ho­ben wer­den. 

Ho­tel­früh­stück

Der Tag spiel­te sich haupt­säch­lich auf Schot­ter­pis­ten ei­nes Na­tio­nal­parks ab. Ge­gen 15 Uhr war die kroa­ti­sche Gren­ze er­reicht. Hin und wie­der sto­ßen wir bei un­se­ren Tou­ren auf ver­steck­te Ju­we­len. Ge­nau das war an die­sem Abend der Fall. Un­ser an­ge­dach­tes Ziel war ein ver­meint­li­cher Cam­ping­platz an ei­nem See in Kroa­ti­en. Die­ser ent­pupp­te sich als ei­ne kos­ten­lo­se Cam­ping­flä­che mit­ten im Nir­gend­wo. Ab­ge­se­hen von zwei Tsche­chen wa­ren wir die­sen Abend al­lein mit dem See und den Bäu­men. Lei­der war das Wet­ter an die­sem Abend nicht ganz auf un­se­rer Sei­te, die ‚Du­sche‘ im See hät­ten wir auch ein­fach im Re­gen neh­men kön­nen. Au­ßer­dem muss­ten die zu­vor er­wor­be­nen Fisch­do­sen im Zelt ver­speist wer­den. Le­ben am Li­mit eben.

Cam­ping­platz in Kroa­ti­en

24.08.2019 — Tag 10

Auch am nächs­ten Mor­gen reg­ne­te es wie­der. Das ver­zö­ger­te zwar die Ab­rei­se, räum­te aber Zeit für ei­nen kur­zen Plausch mit un­se­ren tsche­chi­schen Lei­dens­ge­nos­sen ein.  Wäh­rend der Re­gen ei­ne kur­ze Pau­se ein­leg­te, nutz­ten wir die Gunst der Stun­de für ei­nen hek­ti­schen Auf­bruch. Bis zur un­ga­ri­schen Gren­ze ka­men wir zü­gig durch. 

Si­cher­lich wä­ren wir auch wei­ter tro­cke­nen Fu­ßes vor­an­ge­kom­men, hät­te nicht ein Stau am Grenz­über­gang uns zu ei­ner län­ge­ren Pau­se ge­zwun­gen. Grund war ei­ne feh­len­de In­ter­net­ver­bin­dung, will­kom­men im Jahr 2019. Von da an ging es mit im­mer wie­der­keh­ren­den Re­gen­schau­ern wei­ter. In Un­garn wur­den wir kurz­zei­tig wie­der von ei­nem Rad­ren­nen auf­ge­hal­ten, dies­mal war uns die Teil­nah­me lei­der nicht mög­lich.

Am Ba­la­ton an­ge­kom­men, ging die al­te Lei­er mit der Su­che nach ei­nem Schlaf­platz los. Ei­ne Aus­wahl an FKK-Plät­zen oder über­mä­ßig teu­ren Ho­tels wur­de der Rei­he nach ab­ge­lehnt. Schluss­end­lich fan­den wir doch noch ei­nen ge­müt­li­chen Zelt­platz an der west­li­chen Spit­ze des Plat­ten­sees. 

An die­sem Abend lern­ten wir Lu­zi ken­nen, ei­ne in Ös­ter­reich le­ben­de Un­ga­rin auf Hei­mat­ur­laub. Lu­zi kam kurz nach uns an und hat­te ih­ren Platz di­rekt ne­ben un­se­rem. Zwar ist un­se­re Aus­rüs­tung über die Jah­re im­mer pro­fes­sio­nel­ler ge­wor­den, aber ge­gen Lu­zi sa­hen wir aus wie er­bärm­li­che An­fän­ger. Das war ei­gent­lich auch di­rekt mit ih­rer An­kunft klar. Ver­gli­chen mit ei­ner BMW F800 GS se­hen die Sim­sons aus wie Spiel­zeug. Auch der Rest ih­res Auf­tritts war schwer be­ein­dru­ckend, das Zelt war in un­ter ei­ner Mi­nu­te auf­ge­baut und dann ver­schwand sie kei­ne 5 Mi­nu­ten spä­ter auf­ge­bre­zelt zum ört­li­chen Stadt­fest. Und ich dach­te bis da­hin, dass die Leh­ne an mei­nem Cam­ping­ho­cker die Spit­ze des Lu­xus sei.

Nach ei­ner or­dent­li­chen Por­ti­on un­ga­ri­schen Weins ging es be­glei­tet von ei­ner frag­wür­di­gen Co­ver­band, die ir­gend­wo du­del­te, ins Bett.

Ab­fahrt in Kroa­ti­en
am Ba­la­ton

24.08.2019 — Tag 10

Auch am nächs­ten Mor­gen reg­ne­te es wie­der. Das ver­zö­ger­te zwar die Ab­rei­se, räum­te aber Zeit für ei­nen kur­zen Plausch mit un­se­ren tsche­chi­schen Lei­dens­ge­nos­sen ein.  Wäh­rend der Re­gen ei­ne kur­ze Pau­se ein­leg­te, nutz­ten wir die Gunst der Stun­de für ei­nen hek­ti­schen Auf­bruch. Bis zur un­ga­ri­schen Gren­ze ka­men wir zü­gig durch. 

Ab­fahrt in Kroa­ti­en

Si­cher­lich wä­ren wir auch wei­ter tro­cke­nen Fu­ßes vor­an­ge­kom­men, hät­te nicht ein Stau am Grenz­über­gang uns zu ei­ner län­ge­ren Pau­se ge­zwun­gen. Grund war ei­ne feh­len­de In­ter­net­ver­bin­dung, will­kom­men im Jahr 2019. Von da an ging es mit im­mer wie­der­keh­ren­den Re­gen­schau­ern wei­ter. In Un­garn wur­den wir kurz­zei­tig wie­der von ei­nem Rad­ren­nen auf­ge­hal­ten, dies­mal war uns die Teil­nah­me lei­der nicht mög­lich.

Am Ba­la­ton an­ge­kom­men, ging die al­te Lei­er mit der Su­che nach ei­nem Schlaf­platz los. Ei­ne Aus­wahl an FKK-Plät­zen oder über­mä­ßig teu­ren Ho­tels wur­de der Rei­he nach ab­ge­lehnt. Schluss­end­lich fan­den wir doch noch ei­nen ge­müt­li­chen Zelt­platz an der west­li­chen Spit­ze des Plat­ten­sees. 

am Ba­la­ton

An die­sem Abend lern­ten wir Lu­zi ken­nen, ei­ne in Ös­ter­reich le­ben­de Un­ga­rin auf Hei­mat­ur­laub. Lu­zi kam kurz nach uns an und hat­te ih­ren Platz di­rekt ne­ben un­se­rem. Zwar ist un­se­re Aus­rüs­tung über die Jah­re im­mer pro­fes­sio­nel­ler ge­wor­den, aber ge­gen Lu­zi sa­hen wir aus wie er­bärm­li­che An­fän­ger. Das war ei­gent­lich auch di­rekt mit ih­rer An­kunft klar. Ver­gli­chen mit ei­ner BMW F800 GS se­hen die Sim­sons aus wie Spiel­zeug. Auch der Rest ih­res Auf­tritts war schwer be­ein­dru­ckend, das Zelt war in un­ter ei­ner Mi­nu­te auf­ge­baut und dann ver­schwand sie kei­ne 5 Mi­nu­ten spä­ter auf­ge­bre­zelt zum ört­li­chen Stadt­fest. Und ich dach­te bis da­hin, dass die Leh­ne an mei­nem Cam­ping­ho­cker die Spit­ze des Lu­xus sei.

Nach ei­ner or­dent­li­chen Por­ti­on un­ga­ri­schen Weins ging es be­glei­tet von ei­ner frag­wür­di­gen Co­ver­band, die ir­gend­wo du­del­te, ins Bett.

das letz­te Abend­mahl

25./26.08.2019 — Tag 11 und 12

Na­tür­lich kann nicht je­der Tour­tag voll von Ak­ti­on sein. Manch­mal sind wir auch ein­fach froh, wenn es ru­hig vor sich hin­läuft. Ge­nau das war an die­sen bei­den Ta­gen der Fall, wes­we­gen ich sie hier nur kurz zu­sam­men­fas­se.

Bei­de Ta­ge wa­ren haupt­säch­lich ge­prägt von der ge­le­gent­li­chen Su­che nach ei­ner Tank­stel­le und ei­nem Ein­weg­grill. Lei­der blieb uns Letz­te­rer bis zum En­de der Tour vor­ent­hal­ten. Auf­fäl­lig rei­bungs­los ging es für uns von Un­garn durch Ös­ter­reich vor­bei an Wien. Dort leg­ten wir noch ei­ne Über­nach­tung ein, um an Tag 12 der Tour Rich­tung Prag zu fah­ren, wo uns ein hoch­gra­dig mo­der­ner Cam­ping­platz er­war­te­te.

25./26.08.2019 — Tag 11 und 12

Na­tür­lich kann nicht je­der Tour­tag voll von Ak­ti­on sein. Manch­mal sind wir auch ein­fach froh, wenn es ru­hig vor sich hin­läuft. Ge­nau das war an die­sen bei­den Ta­gen der Fall, wes­we­gen ich sie hier nur kurz zu­sam­men­fas­se.

Bei­de Ta­ge wa­ren haupt­säch­lich ge­prägt von der ge­le­gent­li­chen Su­che nach ei­ner Tank­stel­le und ei­nem Ein­weg­grill. Lei­der blieb uns Letz­te­rer bis zum En­de der Tour vor­ent­hal­ten. Auf­fäl­lig rei­bungs­los ging es für uns von Un­garn durch Ös­ter­reich vor­bei an Wien. Dort leg­ten wir noch ei­ne Über­nach­tung ein, um an Tag 12 der Tour Rich­tung Prag zu fah­ren, wo uns ein hoch­gra­dig mo­der­ner Cam­ping­platz er­war­te­te.

das letz­te Abend­mahl
Ziel­an­kunft

27.08.2019 — Tag 13

End­lich nach Hau­se! Ge­gen 15 Uhr pas­sier­ten wir den Orts­ein­gang von Me­din­gen. Nach 13 Ta­gen Tour durch 9 Län­der und ca. 3600 km war die Luft raus.  Das war die bis­her längs­te von uns ge­fah­re­ne Tour auf der Sim­son. So­wohl die Schwal­be als auch die S51 ha­ben wie­der ex­zel­lent per­formt. Wird lang­sam Zeit für was Neu­es, oder? Vor­her ha­ben wir aber noch ei­ne Sim­son-Tour in Pet­to!

27.08.2019 — Tag 13

End­lich nach Hau­se! Ge­gen 15 Uhr pas­sier­ten wir den Orts­ein­gang von Me­din­gen. Nach 13 Ta­gen Tour durch 9 Län­der und ca. 3600 km war die Luft raus.  Das war die bis­her längs­te von uns ge­fah­re­ne Tour auf der Sim­son. So­wohl die Schwal­be als auch die S51 ha­ben wie­der ex­zel­lent per­formt. Wird lang­sam Zeit für was Neu­es, oder? Vor­her ha­ben wir aber noch ei­ne Sim­son-Tour in Pet­to!

Ziel­an­kunft