2022 – Sur­fahl auf Ab­wäs­sern

Tja, was soll man sa­gen, man­che Ebay-Klein­an­zei­gen An­ge­bo­te sind ein­fach zu gut, um sie ge­hen zu las­sen. Als wir im Herbst 2021 spon­tan ein DDR-Falt­boot Typ RZ 85 samt Au­ßen­bord­mo­tor “Tümm­ler” deut­lich un­ter Markt­wert kauf­ten, war uns noch nicht ganz klar, dass da­mit das kom­men­de Tour-Ge­fährt be­reits ent­schie­den war. Schnell war dann auch das pas­sen­de Ziel ge­fun­den. Vom 31.08.2022 bis zum 10.09.2022 ging es nach Kiel über die El­be und den Nord-Ost­see-Ka­nal.

Au­tor: Han­nes am 21.11.2023

ab­fahr­be­reit am Steg
Cam­ping­platz in Ra­de­beul

31.08.2022 — Tag 1

Die Zeit vom Herbst bis in den Som­mer ver­flog im Nu und wur­de von uns ge­nutzt, um die not­wen­di­gen Vor­be­rei­tun­gen, wie Näh­ar­bei­ten an der Boots­haut und ei­ne Mo­tor­re­vi­si­on vor­zu­neh­men. Letz­te­re konn­te lei­der nicht recht­zei­tig ab­ge­schlos­sen wer­den, so­dass kurz­fris­tig ein zwei­ter Tümm­ler in an­geb­lich neu­wer­ti­gem Zu­stand be­schafft wur­de.

Und dann war es auch schon so weit, am 31.08.2022 fan­den wir uns an ei­nem Boots­steg in Dres­den Bla­se­witz ein, um auf gro­ße Fahrt zu ge­hen. Vor dem Ab­le­gen durf­te na­tür­lich auch die ob­li­ga­to­ri­sche Boots­tau­fe nicht feh­len. So tauf­ten wir un­ser Falt­boot im Bei­sein un­se­rer Fa­mi­li­en fei­er­lich mit Sekt auf den Na­men “Wil­de Mat­hil­de”. Nach­dem der Sekt ge­trun­ken und das Boot be­schrif­tet war, soll­te es nun end­lich los­ge­hen. Un­se­rer sou­ve­rä­nen Ab­fahrt stell­te sich je­doch der Tümm­ler ent­ge­gen. Hat­te die­ser beim Pro­be­lauf noch klag­los funk­tio­niert, so ließ sich ihm jetzt kein Mucks ent­rin­gen. Im Kampf Mensch ge­gen Ma­schi­ne gab schließ­lich zwei­te­re nach, die An­la­ßerlei­ne riss ab… Da uns, in al­ter Tour-Ma­nier, mal wie­der das pas­sen­de Werk­zeug fehl­te, wur­de die Re­pa­ra­tur kur­zer­hand in die be­nach­bar­te Ga­ra­ge der DLRG ver­la­gert. 

Doch auch nach die­sem kur­zen In­ter­mez­zo woll­te der Tümm­ler nicht star­ten. So ent­schie­den Len­nard und ich, schließ­lich zu­nächst los­zu­pad­deln, da wir nicht noch mehr Zeit am Steg ver­geu­den woll­ten. Ge­sagt, ge­tan. Schnell wa­ren wir uns ei­nig: Das kann so nicht blei­ben, viel zu lang­sam und an­stren­gend! Schließ­lich er­reich­ten wir nach 20 müh­sa­men Ki­lo­me­tern das Was­ser­sport­zen­trum Ra­de­beul, wo wir uns für die Nacht mit dem Zelt auf der Wie­se ein­quar­tier­ten. Nach­dem das Boot si­cher ver­staut und die Zel­te auf­ge­baut wa­ren, wag­ten wir noch mal ei­nen Ver­such mit dem Tümm­ler. Die­ser sprang na­tür­lich di­rekt beim ers­ten Ver­such an, als hät­te es nie ein Pro­blem ge­ge­ben. Weiß der Gei­er, was da wie­der los war. Mit die­sem Er­folg konn­ten wir auf je­den Fall be­ru­hig­ter schla­fen ge­hen.

31.08.2022 — Tag 1

Die Zeit vom Herbst bis in den Som­mer ver­flog im Nu und wur­de von uns ge­nutzt, um die not­wen­di­gen Vor­be­rei­tun­gen, wie Näh­ar­bei­ten an der Boots­haut und ei­ne Mo­tor­re­vi­si­on vor­zu­neh­men. Letz­te­re konn­te lei­der nicht recht­zei­tig ab­ge­schlos­sen wer­den, so­dass kurz­fris­tig ein zwei­ter Tümm­ler in an­geb­lich neu­wer­ti­gem Zu­stand be­schafft wur­de.

Und dann war es auch schon so weit, am 31.08.2022 fan­den wir uns an ei­nem Boots­steg in Dres­den Bla­se­witz ein, um auf gro­ße Fahrt zu ge­hen. Vor dem Ab­le­gen durf­te na­tür­lich auch die ob­li­ga­to­ri­sche Boots­tau­fe nicht feh­len. So tauf­ten wir un­ser Falt­boot im Bei­sein un­se­rer Fa­mi­li­en fei­er­lich mit Sekt auf den Na­men “Wil­de Mat­hil­de”. Nach­dem der Sekt ge­trun­ken und das Boot be­schrif­tet war, soll­te es nun end­lich los­ge­hen. Un­se­rer sou­ve­rä­nen Ab­fahrt stell­te sich je­doch der Tümm­ler ent­ge­gen. Hat­te die­ser beim Pro­be­lauf noch klag­los funk­tio­niert, so ließ sich ihm jetzt kein Mucks ent­rin­gen. Im Kampf Mensch ge­gen Ma­schi­ne gab schließ­lich zwei­te­re nach, die An­la­ßerlei­ne riss ab… Da uns, in al­ter Tour-Ma­nier, mal wie­der das pas­sen­de Werk­zeug fehl­te, wur­de die Re­pa­ra­tur kur­zer­hand in die be­nach­bar­te Ga­ra­ge der DLRG ver­la­gert. 

ab­fahr­be­reit am Steg

Doch auch nach die­sem kur­zen In­ter­mez­zo woll­te der Tümm­ler nicht star­ten. So ent­schie­den Len­nard und ich, schließ­lich zu­nächst los­zu­pad­deln, da wir nicht noch mehr Zeit am Steg ver­geu­den woll­ten. Ge­sagt, ge­tan. Schnell wa­ren wir uns ei­nig: Das kann so nicht blei­ben, viel zu lang­sam und an­stren­gend! Schließ­lich er­reich­ten wir nach 20 müh­sa­men Ki­lo­me­tern das Was­ser­sport­zen­trum Ra­de­beul, wo wir uns für die Nacht mit dem Zelt auf der Wie­se ein­quar­tier­ten. Nach­dem das Boot si­cher ver­staut und die Zel­te auf­ge­baut wa­ren, wag­ten wir noch mal ei­nen Ver­such mit dem Tümm­ler. Die­ser sprang na­tür­lich di­rekt beim ers­ten Ver­such an, als hät­te es nie ein Pro­blem ge­ge­ben. Weiß der Gei­er, was da wie­der los war. Mit die­sem Er­folg konn­ten wir auf je­den Fall be­ru­hig­ter schla­fen ge­hen.

Cam­ping­platz in Ra­de­beul

01.09.2022 — Tag 2

Der zwei­te Tour­tag be­gann für uns mit ei­nem Fuß­marsch zur nächst­ge­le­ge­nen Tan­ke. Da wir nun ja über ei­nen funk­tio­nie­ren­den Mo­tor ver­füg­ten, brauch­ten wir na­tür­lich auch Sprit. So füll­ten wir un­se­ren 20 l Ka­nis­ter und deck­ten uns im Su­per­markt mit Ver­pfle­gung für die nächs­ten Ta­ge ein. Die­se zä­hen Land­gän­ge soll­ten uns die ge­sam­te Tour über be­glei­ten, wa­ren sie doch un­se­re ein­zi­ge Mög­lich­keit, uns zu ver­sor­gen. Zu­rück am Boot wur­den noch schnell das Ge­päck vor dem auf­zie­hen­den Re­gen­schau­er ge­ret­tet, be­vor wir end­lich früh­stü­cken konn­ten. Zum Glück leg­te sich der Re­gen zü­gig, so­dass wir die Mat­hil­de zu Was­ser las­sen konn­ten und uns für den Start be­reit mach­ten. Doch auch an die­sem Tag sträub­te sich der Tümm­ler zu­nächst. Das Er­folgs­re­zept war je­doch schnell ge­fun­den: Kühl­was­ser­ver­sor­gung si­cher­stel­len, et­was Cho­ke und dann ritt­lings auf dem Steg sit­zend an­rei­ßen, als gä­be es kein Mor­gen! (Da­bei nach Mög­lich­keit die fra­gi­le Mo­tor­hal­te­rung nicht vom Boot ab­rei­ßen) 

Die­ser raf­fi­nier­ten Tech­nik konn­te sich der Tümm­ler nicht wi­der­set­zen, so­dass wir we­nig spä­ter Kraft un­se­rer 3,5 PS über die El­be glit­ten. Bei bes­tem Wet­ter ge­nos­sen wir die Fahrt und die vor­bei­zie­hen­de Land­schaft. Leicht ge­trübt wur­de der Fahr­spaß nur von dem oh­ren­be­täu­ben­den Lärm, den der Tümm­ler uns ent­ge­gen brüll­te, und dem na­he­zu nicht exis­tie­ren­den Sitz­kom­fort in der Mat­hil­de. So pas­sier­ten wir Mei­ßen und er­reich­ten ge­gen Mit­tag ei­nen klei­nen Steg bei Böß­gen. Nach ei­ner schnel­len Stär­kung und et­was Bei­ne Ver­tre­ten war Fah­rer­wech­sel an­ge­sagt. 

Der nach der Pau­se auf­fri­schen­de Wind zeig­te uns be­reits am zwei­ten Tag ei­ne an­de­re Sei­te der El­be. Die Wel­len und un­se­re ex­trem ho­he Was­ser­li­nie führ­ten zu ei­nem nicht zu ver­ach­ten­den Was­ser­ein­trag in die Mat­hil­de. Doch kein Pro­blem für Team Sur­fahl. Wo gro­ße Schif­fe ei­ne Lenz­pum­pe ein­set­zen, hat­ten wir ei­ne hand­be­trie­be­ne Ben­zin­pum­pe! So wur­de Len­nard als Bei­fah­rer da­mit be­traut, uns re­gel­mä­ßig wie­der leer zu pum­pen, welch ein Spaß…  Gut durch­feuch­tet und leicht ge­kühlt er­reich­ten wir ge­gen Abend nach 69 km den See­s­port­club Belgern/Torgau. Ei­ne Un­ter­kunft, die mei­ne Was­ser­wan­der­kar­te der El­be aus­ge­spuckt hat­te. Schein­bar lag der letz­te Gäs­te­be­such schon et­was zu­rück. Nach ei­nem Te­le­fo­nat mit ei­nem über­rasch­ten Club-Vor­stand über­ließ man uns dann doch die Schlüs­sel zum Boots­haus. So konn­ten wir ei­ne Du­sche und ei­ne ru­hi­ge Nacht in “DDR-Charme” ge­nie­ßen.

Mit­tags­pau­se
Len­nard am pum­pen

01.09.2022 — Tag 2

Der zwei­te Tour­tag be­gann für uns mit ei­nem Fuß­marsch zur nächst­ge­le­ge­nen Tan­ke. Da wir nun ja über ei­nen funk­tio­nie­ren­den Mo­tor ver­füg­ten, brauch­ten wir na­tür­lich auch Sprit. So füll­ten wir un­se­ren 20 l Ka­nis­ter und deck­ten uns im Su­per­markt mit Ver­pfle­gung für die nächs­ten Ta­ge ein. Die­se zä­hen Land­gän­ge soll­ten uns die ge­sam­te Tour über be­glei­ten, wa­ren sie doch un­se­re ein­zi­ge Mög­lich­keit, uns zu ver­sor­gen. Zu­rück am Boot wur­den noch schnell das Ge­päck vor dem auf­zie­hen­den Re­gen­schau­er ge­ret­tet, be­vor wir end­lich früh­stü­cken konn­ten. Zum Glück leg­te sich der Re­gen zü­gig, so­dass wir die Mat­hil­de zu Was­ser las­sen konn­ten und uns für den Start be­reit mach­ten. Doch auch an die­sem Tag sträub­te sich der Tümm­ler zu­nächst. Das Er­folgs­re­zept war je­doch schnell ge­fun­den: Kühl­was­ser­ver­sor­gung si­cher­stel­len, et­was Cho­ke und dann ritt­lings auf dem Steg sit­zend an­rei­ßen, als gä­be es kein Mor­gen! (Da­bei nach Mög­lich­keit die fra­gi­le Mo­tor­hal­te­rung nicht vom Boot ab­rei­ßen) 

Die­ser raf­fi­nier­ten Tech­nik konn­te sich der Tümm­ler nicht wi­der­set­zen, so­dass wir we­nig spä­ter Kraft un­se­rer 3,5 PS über die El­be glit­ten. Bei bes­tem Wet­ter ge­nos­sen wir die Fahrt und die vor­bei­zie­hen­de Land­schaft. Leicht ge­trübt wur­de der Fahr­spaß nur von dem oh­ren­be­täu­ben­den Lärm, den der Tümm­ler uns ent­ge­gen brüll­te, und dem na­he­zu nicht exis­tie­ren­den Sitz­kom­fort in der Mat­hil­de. So pas­sier­ten wir Mei­ßen und er­reich­ten ge­gen Mit­tag ei­nen klei­nen Steg bei Böß­gen. Nach ei­ner schnel­len Stär­kung und et­was Bei­ne Ver­tre­ten war Fah­rer­wech­sel an­ge­sagt. 

Mit­tags­pau­se

Der nach der Pau­se auf­fri­schen­de Wind zeig­te uns be­reits am zwei­ten Tag ei­ne an­de­re Sei­te der El­be. Die Wel­len und un­se­re ex­trem ho­he Was­ser­li­nie führ­ten zu ei­nem nicht zu ver­ach­ten­den Was­ser­ein­trag in die Mat­hil­de. Doch kein Pro­blem für Team Sur­fahl. Wo gro­ße Schif­fe ei­ne Lenz­pum­pe ein­set­zen, hat­ten wir ei­ne hand­be­trie­be­ne Ben­zin­pum­pe! So wur­de Len­nard als Bei­fah­rer da­mit be­traut, uns re­gel­mä­ßig wie­der leer zu pum­pen, welch ein Spaß…  Gut durch­feuch­tet und leicht ge­kühlt er­reich­ten wir ge­gen Abend nach 69 km den See­s­port­club Belgern/Torgau. Ei­ne Un­ter­kunft, die mei­ne Was­ser­wan­der­kar­te der El­be aus­ge­spuckt hat­te. Schein­bar lag der letz­te Gäs­te­be­such schon et­was zu­rück. Nach ei­nem Te­le­fo­nat mit ei­nem über­rasch­ten Club-Vor­stand über­ließ man uns dann doch die Schlüs­sel zum Boots­haus. So konn­ten wir ei­ne Du­sche und ei­ne ru­hi­ge Nacht in “DDR-Charme” ge­nie­ßen.

Len­nard am pum­pen
Schlepp­be­trieb
El­brom­an­tik pur

02.09.2022 — Tag 3

Pünkt­lich zum Früh­stück ge­sell­te sich dann Ver­stär­kung zum Team Sur­fahl. Adri­an, ein Kom­mi­li­to­ne von Len­nard, war von un­se­rer Tour­idee der­art be­geis­tert ge­we­sen, dass er uns für zwei Ta­ge mit sei­nem ei­ge­nen Falt­boot be­glei­ten woll­te. So mach­ten wir uns ans Werk, sein Boot auf­zu­bau­en und zu be­la­den. Kurz be­vor wir be­reit zum Auf­bruch wa­ren, roll­te dann plötz­lich die lo­ka­le Was­ser­wacht am Steg vor. Nach­dem die zwei Be­am­ten sich ein Bild von der La­ge ge­macht hat­ten, wies man uns freund­lich auf die Kenn­zeich­nungs­pflicht für un­se­re Boo­te hin. Der ka­men wir nur all­zu ger­ne nach, so wur­de die Mat­hil­de mit ei­nem auch auf der zwei­ten Sei­te be­schrif­tet und Adri­ans Boot kur­zer­hand auf “Mil­chen” ge­tauft. Wie sich her­aus­stell­te, han­del­te es sich bei den Her­ren eben­falls um Falt­boot-Fans, wel­che nach ei­ni­gen freund­li­chen Tipps wie­der ih­rer We­ge gin­gen. Für uns ein Mo­ment des Auf­at­mens, sa­hen wir doch mit Un­be­ha­gen, wie sich von der Mat­hil­de ei­ne Öl­la­che ins Ha­fen­be­cken aus­brei­te­te. Noch­mal Glück ge­habt! 

Dann, end­lich wie­der auf dem Was­ser, muss­ten wir zu­nächst ei­ne ge­eig­ne­te Me­tho­de fin­den, um Adri­an in den Schlepp zu neh­men. Der ers­te An­satz mit Schlepp­lei­ne wur­de je­doch schnell zu­guns­ten ei­nes seit­li­chen Fest­hal­tens ver­wor­fen. Dies bot die Mög­lich­keit, sich nicht schrei­end ver­stän­di­gen zu müs­sen und sta­bi­li­sier­te uns zu­sätz­lich bei un­se­ren akro­ba­ti­schen Tank­ma­nö­vern. In die­ser neu­en Form und in bes­ter Ge­sell­schaft mach­ten wir pro­blem­los wei­ter gu­te Fahrt und die Ki­lo­me­ter schmol­zen da­hin. Die­se Idyl­le war dem Tümm­ler schein­bar zu viel des Gu­ten, oh­ne An­kün­di­gung ver­sag­te er uns bei vol­ler Fahrt den Dienst. Et­was un­güns­tig, da wir ge­ra­de in An­fahrt auf ei­ne Gier­fäh­re wa­ren. Die­se pas­sier­ten wir, pa­ni­schem Pad­deln sei Dank, je­doch si­cher. Die fol­gen­de Feh­ler­dia­gno­se am Tümm­ler war un­ein­deu­tig. Sprit, Kühl­was­ser, al­les da! So grif­fen wir zum All­heil­mit­tel für Zwei­tak­ter, dem Zünd­ker­zen­wech­sel. Die­ser bot für mich auf der El­be noch­mal ei­nen ganz neu­en Ner­ven­kit­zel, konn­ten doch Ker­ze und un­ser ein­zi­ger Ker­zen­schlüs­sel sich bei ei­ner Un­acht­sam­keit in die Tie­fen des Ge­wäs­sers ver­ab­schie­den. Die Be­hand­lung schlug an und kur­ze Zeit spä­ter “flo­gen”  wir wie­der über die El­be (bei ca. 10 km/h). 

Der wei­te­re Tag ver­lief pro­blem­frei und wir fan­den nach ei­nem kur­zen Land­gang ei­nen erst­klas­si­gen Wild­cam­ping­s­pot. Die­se ge­schütz­te Sand­bank mit El­brom­an­tik ran­giert auf je­den Fall un­ter un­se­ren bis­he­ri­gen Top 5! Zu­frie­den mit den ge­fah­re­nen 67 Ta­ges­ki­lo­me­tern lie­ßen wir den Tag mit ei­nem Bier zum Son­nen­un­ter­gang aus­klin­gen.

02.09.2022 — Tag 3

Pünkt­lich zum Früh­stück ge­sell­te sich dann Ver­stär­kung zum Team Sur­fahl. Adri­an, ein Kom­mi­li­to­ne von Len­nard, war von un­se­rer Tour­idee der­art be­geis­tert ge­we­sen, dass er uns für zwei Ta­ge mit sei­nem ei­ge­nen Falt­boot be­glei­ten woll­te. So mach­ten wir uns ans Werk, sein Boot auf­zu­bau­en und zu be­la­den. Kurz be­vor wir be­reit zum Auf­bruch wa­ren, roll­te dann plötz­lich die lo­ka­le Was­ser­wacht am Steg vor. Nach­dem die zwei Be­am­ten sich ein Bild von der La­ge ge­macht hat­ten, wies man uns freund­lich auf die Kenn­zeich­nungs­pflicht für un­se­re Boo­te hin. Der ka­men wir nur all­zu ger­ne nach, so wur­de die Mat­hil­de mit ei­nem auch auf der zwei­ten Sei­te be­schrif­tet und Adri­ans Boot kur­zer­hand auf “Mil­chen” ge­tauft. Wie sich her­aus­stell­te, han­del­te es sich bei den Her­ren eben­falls um Falt­boot-Fans, wel­che nach ei­ni­gen freund­li­chen Tipps wie­der ih­rer We­ge gin­gen. Für uns ein Mo­ment des Auf­at­mens, sa­hen wir doch mit Un­be­ha­gen, wie sich von der Mat­hil­de ei­ne Öl­la­che ins Ha­fen­be­cken aus­brei­te­te. Noch­mal Glück ge­habt! 

Dann, end­lich wie­der auf dem Was­ser, muss­ten wir zu­nächst ei­ne ge­eig­ne­te Me­tho­de fin­den, um Adri­an in den Schlepp zu neh­men. Der ers­te An­satz mit Schlepp­lei­ne wur­de je­doch schnell zu­guns­ten ei­nes seit­li­chen Fest­hal­tens ver­wor­fen. Dies bot die Mög­lich­keit, sich nicht schrei­end ver­stän­di­gen zu müs­sen und sta­bi­li­sier­te uns zu­sätz­lich bei un­se­ren akro­ba­ti­schen Tank­ma­nö­vern. In die­ser neu­en Form und in bes­ter Ge­sell­schaft mach­ten wir pro­blem­los wei­ter gu­te Fahrt und die Ki­lo­me­ter schmol­zen da­hin. Die­se Idyl­le war dem Tümm­ler schein­bar zu viel des Gu­ten, oh­ne An­kün­di­gung ver­sag­te er uns bei vol­ler Fahrt den Dienst. Et­was un­güns­tig, da wir ge­ra­de in An­fahrt auf ei­ne Gier­fäh­re wa­ren. Die­se pas­sier­ten wir, pa­ni­schem Pad­deln sei Dank, je­doch si­cher. Die fol­gen­de Feh­ler­dia­gno­se am Tümm­ler war un­ein­deu­tig. Sprit, Kühl­was­ser, al­les da! So grif­fen wir zum All­heil­mit­tel für Zwei­tak­ter, dem Zünd­ker­zen­wech­sel. Die­ser bot für mich auf der El­be noch­mal ei­nen ganz neu­en Ner­ven­kit­zel, konn­ten doch Ker­ze und un­ser ein­zi­ger Ker­zen­schlüs­sel sich bei ei­ner Un­acht­sam­keit in die Tie­fen des Ge­wäs­sers ver­ab­schie­den. Die Be­hand­lung schlug an und kur­ze Zeit spä­ter “flo­gen”  wir wie­der über die El­be (bei ca. 10 km/h). 

Schlepp­be­trieb

Der wei­te­re Tag ver­lief pro­blem­frei und wir fan­den nach ei­nem kur­zen Land­gang ei­nen erst­klas­si­gen Wild­cam­ping­s­pot. Die­se ge­schütz­te Sand­bank mit El­brom­an­tik ran­giert auf je­den Fall un­ter un­se­ren bis­he­ri­gen Top 5! Zu­frie­den mit den ge­fah­re­nen 67 Ta­ges­ki­lo­me­tern lie­ßen wir den Tag mit ei­nem Bier zum Son­nen­un­ter­gang aus­klin­gen.

El­brom­an­tik pur

03.09.2022 — Tag 4

Der vier­te Tag be­gann mit ei­nem idyl­li­schen Früh­stück auf un­se­rer Sand­bank, be­vor wir nach dem Zu­sam­men­pa­cken wie­der in See sta­chen. An die­sem Mor­gen star­te­te der Tümm­ler zur Ab­wechs­lung äu­ßerst wil­lig und be­rei­te­te auch den rest­li­chen Tag lang kei­ner­lei Pro­ble­me. So konn­ten wir an die­sem son­ni­gen Tag un­ge­stört die Na­tur ent­lang der El­be ge­nie­ßen. Die vier­te Ta­ges­etap­pe war von ei­nem re­la­tiv un­spek­ta­ku­lä­ren Ver­lauf der El­be ge­kenn­zeich­net, so­dass nur die ver­ein­zel­ten Gier­fäh­ren un­se­rer Auf­merk­sam­keit be­durf­ten. Die­se pas­sier­ten wir stets ein­zeln, was uns im Lau­fe des Ta­ges die Chan­ce gab, un­ser An­dock­ma­nö­ver zu per­fek­tio­nie­ren.

Die ins­ge­samt 63,5 km wa­ren schnell ge­schafft und wir konn­ten uns am frü­hen Abend wie­der ei­ne Sand­bank bei Bram­bach als Cam­ping­s­pot su­chen. Lei­der war die­se nicht so ge­schützt wie die Vor­he­ri­ge, denn als wir un­ser Ge­päck ent­la­den hat­ten und da­bei wa­ren den Ein­weg-Grill für das Abend­essen zu ent­zün­den, stat­te­te uns das ört­li­che Ord­nungs­amt ei­nen Be­such ab. Die­se teil­ten uns mit, dass Cam­ping hier ver­bo­ten sei, aber oh­ne Zelt sei das ei­ne an­de­re Sa­che. Die­sen Tipp nah­men wir dan­kend ent­ge­gen und schlie­fen die­se Nacht un­ter dem kla­ren Ster­nen­him­mel.

Pin­kel­pau­se
Nacht­la­ger un­term Ster­nen­him­mel

03.09.2022 — Tag 4

Der vier­te Tag be­gann mit ei­nem idyl­li­schen Früh­stück auf un­se­rer Sand­bank, be­vor wir nach dem Zu­sam­men­pa­cken wie­der in See sta­chen. An die­sem Mor­gen star­te­te der Tümm­ler zur Ab­wechs­lung äu­ßerst wil­lig und be­rei­te­te auch den rest­li­chen Tag lang kei­ner­lei Pro­ble­me. So konn­ten wir an die­sem son­ni­gen Tag un­ge­stört die Na­tur ent­lang der El­be ge­nie­ßen. Die vier­te Ta­ges­etap­pe war von ei­nem re­la­tiv un­spek­ta­ku­lä­ren Ver­lauf der El­be ge­kenn­zeich­net, so­dass nur die ver­ein­zel­ten Gier­fäh­ren un­se­rer Auf­merk­sam­keit be­durf­ten. Die­se pas­sier­ten wir stets ein­zeln, was uns im Lau­fe des Ta­ges die Chan­ce gab, un­ser An­dock­ma­nö­ver zu per­fek­tio­nie­ren.

Pin­kel­pau­se

Die ins­ge­samt 63,5 km wa­ren schnell ge­schafft und wir konn­ten uns am frü­hen Abend wie­der ei­ne Sand­bank bei Bram­bach als Cam­ping­s­pot su­chen. Lei­der war die­se nicht so ge­schützt wie die Vor­he­ri­ge, denn als wir un­ser Ge­päck ent­la­den hat­ten und da­bei wa­ren den Ein­weg-Grill für das Abend­essen zu ent­zün­den, stat­te­te uns das ört­li­che Ord­nungs­amt ei­nen Be­such ab. Die­se teil­ten uns mit, dass Cam­ping hier ver­bo­ten sei, aber oh­ne Zelt sei das ei­ne an­de­re Sa­che. Die­sen Tipp nah­men wir dan­kend ent­ge­gen und schlie­fen die­se Nacht un­ter dem kla­ren Ster­nen­him­mel.

Nacht­la­ger un­term Ster­nen­him­mel
Mag­de­bur­ger Dom
Nacht­la­ger im Sport­raum

04.09.2022 — Tag 5

Nach zwei Ta­gen Ur­laub mit Team Sur­fahl muss­te uns Adri­an be­dau­er­li­cher­wei­se schon wie­der ver­las­sen. So bau­ten wir an die­sem Mor­gen zu­nächst sei­ne Mil­chen aus­ein­an­der, be­vor sein Hab und Gut an die nächst­ge­le­ge­ne Stra­ße tru­gen. Dort war­te­te be­reits sei­ne Freun­din mit dem Au­to und ei­nem erst­klas­si­gen Früh­stück­spick­nick auf uns. 

So ge­stärkt und auf die al­te Team­stär­ke re­du­ziert, setz­ten Len­nard und ich un­se­ren Weg auf der El­be fort. Deut­lich zu spü­ren war die re­du­zier­te Be­las­tung für den Tümm­ler. Die­ser trieb uns schon fast sport­lich auf dem Fluss ent­lang und in der Spit­ze konn­ten wahn­sin­ni­ge 20 km/h er­reicht wer­den! Der­art be­schleu­nigt glit­ten wir auf der zu­neh­mend brei­te­ren El­be auf Mag­de­burg zu. Dort pas­sier­ten wir auch die so­ge­nann­ten “Dom­fel­sen” wel­che zu­sam­men mit dem nied­ri­gen Was­ser­spie­gel zu Strom­schnel­len in der El­be führ­ten. Die­se be­wäl­tig­te die Mat­hil­de un­ter be­un­ru­hi­gen­dem Knar­zen je­doch er­folg­reich. So konn­ten wir un­se­re Fahrt gen Nor­den un­ge­stört fort­set­zen, un­ser heu­ti­ges Ta­ges­ziel: der Ka­nu-Sport­club Rog­ätz. 

Kurz vor un­se­rer An­kunft be­gann sich das Wet­ter zu ver­schlech­tern und es kün­dig­te sich ein Ge­wit­ter an. Un­ter Hoch­druck wur­de dem Tümm­ler noch ein­mal al­les ab­ver­langt und wir er­reich­ten un­ser Ziel noch vor dem Re­gen­guss. Dort an­ge­kom­men, muss­ten wir er­neut ver­schie­dens­te aus­hän­gen­de Num­mern ab­te­le­fo­nie­ren, um ein Mit­glied er­rei­chen zu kön­nen. Nach­dem das ge­schafft war, wur­de uns dann je­doch un­kom­pli­ziert ein tro­cke­ner Platz für un­ser Boot und ein Schlaf­platz im Trai­nings­raum an­ge­bo­ten. So vor dem Wet­ter ge­schützt, nut­zen wir die Mög­lich­keit uns und un­se­re Kla­mot­ten mal wie­der halb­wegs sau­ber zu be­kom­men. Die an­schlie­ßen­de Nacht auf Turn­mat­ten war si­cher­lich et­was skur­ril, aber auch sehr er­hol­sam.

04.09.2022 — Tag 5

Nach zwei Ta­gen Ur­laub mit Team Sur­fahl muss­te uns Adri­an be­dau­er­li­cher­wei­se schon wie­der ver­las­sen. So bau­ten wir an die­sem Mor­gen zu­nächst sei­ne Mil­chen aus­ein­an­der, be­vor sein Hab und Gut an die nächst­ge­le­ge­ne Stra­ße tru­gen. Dort war­te­te be­reits sei­ne Freun­din mit dem Au­to und ei­nem erst­klas­si­gen Früh­stück­spick­nick auf uns. 

So ge­stärkt und auf die al­te Team­stär­ke re­du­ziert, setz­ten Len­nard und ich un­se­ren Weg auf der El­be fort. Deut­lich zu spü­ren war die re­du­zier­te Be­las­tung für den Tümm­ler. Die­ser trieb uns schon fast sport­lich auf dem Fluss ent­lang und in der Spit­ze konn­ten wahn­sin­ni­ge 20 km/h er­reicht wer­den! Der­art be­schleu­nigt glit­ten wir auf der zu­neh­mend brei­te­ren El­be auf Mag­de­burg zu. Dort pas­sier­ten wir auch die so­ge­nann­ten “Dom­fel­sen” wel­che zu­sam­men mit dem nied­ri­gen Was­ser­spie­gel zu Strom­schnel­len in der El­be führ­ten. Die­se be­wäl­tig­te die Mat­hil­de un­ter be­un­ru­hi­gen­dem Knar­zen je­doch er­folg­reich. So konn­ten wir un­se­re Fahrt gen Nor­den un­ge­stört fort­set­zen, un­ser heu­ti­ges Ta­ges­ziel: der Ka­nu-Sport­club Rog­ätz. 

Mag­de­bur­ger Dom

Kurz vor un­se­rer An­kunft be­gann sich das Wet­ter zu ver­schlech­tern und es kün­dig­te sich ein Ge­wit­ter an. Un­ter Hoch­druck wur­de dem Tümm­ler noch ein­mal al­les ab­ver­langt und wir er­reich­ten un­ser Ziel noch vor dem Re­gen­guss. Dort an­ge­kom­men, muss­ten wir er­neut ver­schie­dens­te aus­hän­gen­de Num­mern ab­te­le­fo­nie­ren, um ein Mit­glied er­rei­chen zu kön­nen. Nach­dem das ge­schafft war, wur­de uns dann je­doch un­kom­pli­ziert ein tro­cke­ner Platz für un­ser Boot und ein Schlaf­platz im Trai­nings­raum an­ge­bo­ten. So vor dem Wet­ter ge­schützt, nut­zen wir die Mög­lich­keit uns und un­se­re Kla­mot­ten mal wie­der halb­wegs sau­ber zu be­kom­men. Die an­schlie­ßen­de Nacht auf Turn­mat­ten war si­cher­lich et­was skur­ril, aber auch sehr er­hol­sam.

Nacht­la­ger im Sport­raum

05.09.2022 — Tag 6

Das Ge­wit­ter hat­ten wir über die Nacht zwar tro­cken aus­sit­zen kön­nen, der Re­gen be­grüß­te uns je­doch trotz­dem am nächs­ten Mor­gen. Un­se­re Hoff­nung, die­sen wäh­rend des Früh­stücks vor­bei­zie­hen zu las­sen, wur­de vom Re­gen­ra­dar zer­stört. Die­ses ver­kün­de­te nas­se Wit­te­rung für den gan­zen Tag. Es half al­so nichts, rein in die Re­gen­ja­cken und los.

Auf der El­be zeig­te sich dann schnell, dass nicht der Re­gen, son­dern die Wel­len und die auf­sprit­zen­de Gischt das ei­gent­li­che Pro­blem wa­ren. Ins­be­son­de­re ich als Vor­der­mann wur­de so kon­stant in kal­tem Elb­was­ser ge­ba­det. Auf Dau­er äu­ßerst un­an­ge­nehm und nur durch Zu­sam­men­kau­ern auf den klei­nen Sit­zen aus­zu­hal­ten. So kämpf­ten wir uns ge­gen die Ele­men­te bis Tan­ger­mün­de vor, wo wir ei­ne kur­ze Mit­tags­pau­se mach­ten und ab­trock­ne­ten. Zwei­te­res war ver­ge­be­ne Lie­bes­müh, da sich das Wet­ter am Nach­mit­tag noch wei­ter ver­schlech­ter­te. Nichts­des­to­trotz konn­ten wir an die­sem Tag mit 104 km ei­ne amt­li­che Stre­cke zu­rück­le­gen. 

Kurz vor Ein­bruch der Dun­kel­heit fuh­ren wir end­lich in den Ha­fen von Wit­ten­ber­ge ein. Als wir un­se­ren Lie­ge­platz beim Ha­fen­meis­ter be­zahl­ten, konn­ten wir nicht an­ders als von un­se­rem Un­mut über das Wet­ter zu kla­gen. Die­ser quit­tier­te un­ser Ge­jam­mer nur mit der ker­ni­gen Fra­ge: “Seid ihr weich ge­wor­den, oder was?!” So auf den Bo­den der Tat­sa­chen zu­rück­ge­holt, bau­ten wir un­se­re Zel­te auf und ge­nos­sen die war­me Du­sche, be­vor wir uns mit ei­ner amt­li­chen Por­ti­on Hartz 4‑Bolognese be­lohn­ten (das Ge­heim­re­zept ist in die­sem Bei­trag nach­zu­le­sen).

Kampf ge­gen die Ele­men­te
bes­tes Wet­ter in Wit­ten­ber­ge

05.09.2022 — Tag 6

Das Ge­wit­ter hat­ten wir über die Nacht zwar tro­cken aus­sit­zen kön­nen, der Re­gen be­grüß­te uns je­doch trotz­dem am nächs­ten Mor­gen. Un­se­re Hoff­nung, die­sen wäh­rend des Früh­stücks vor­bei­zie­hen zu las­sen, wur­de vom Re­gen­ra­dar zer­stört. Die­ses ver­kün­de­te nas­se Wit­te­rung für den gan­zen Tag. Es half al­so nichts, rein in die Re­gen­ja­cken und los.

Kampf ge­gen die Ele­men­te

Auf der El­be zeig­te sich dann schnell, dass nicht der Re­gen, son­dern die Wel­len und die auf­sprit­zen­de Gischt das ei­gent­li­che Pro­blem wa­ren. Ins­be­son­de­re ich als Vor­der­mann wur­de so kon­stant in kal­tem Elb­was­ser ge­ba­det. Auf Dau­er äu­ßerst un­an­ge­nehm und nur durch Zu­sam­men­kau­ern auf den klei­nen Sit­zen aus­zu­hal­ten. So kämpf­ten wir uns ge­gen die Ele­men­te bis Tan­ger­mün­de vor, wo wir ei­ne kur­ze Mit­tags­pau­se mach­ten und ab­trock­ne­ten. Zwei­te­res war ver­ge­be­ne Lie­bes­müh, da sich das Wet­ter am Nach­mit­tag noch wei­ter ver­schlech­ter­te. Nichts­des­to­trotz konn­ten wir an die­sem Tag mit 104 km ei­ne amt­li­che Stre­cke zu­rück­le­gen. 

Kurz vor Ein­bruch der Dun­kel­heit fuh­ren wir end­lich in den Ha­fen von Wit­ten­ber­ge ein. Als wir un­se­ren Lie­ge­platz beim Ha­fen­meis­ter be­zahl­ten, konn­ten wir nicht an­ders als von un­se­rem Un­mut über das Wet­ter zu kla­gen. Die­ser quit­tier­te un­ser Ge­jam­mer nur mit der ker­ni­gen Fra­ge: “Seid ihr weich ge­wor­den, oder was?!” So auf den Bo­den der Tat­sa­chen zu­rück­ge­holt, bau­ten wir un­se­re Zel­te auf und ge­nos­sen die war­me Du­sche, be­vor wir uns mit ei­ner amt­li­chen Por­ti­on Hartz 4‑Bolognese be­lohn­ten (das Ge­heim­re­zept ist in die­sem Bei­trag nach­zu­le­sen).

bes­tes Wet­ter in Wit­ten­ber­ge
Re­pa­ra­tur des An­las­sers
fi­xie­ren der Hal­te­rung
reich­hal­ti­ges Abend­mahl

06.09.2022 — Tag 7 “Der Grau­en”

Den fol­gen­den Mor­gen be­gan­nen wir mit ei­nem Land­gang, um un­se­ren Sprit­tank wie­der auf­zu­fül­len und un­se­ren Zel­ten ei­ne Chan­ce zum Ab­trock­nen zu ge­ben. Zwei­te­res klapp­te mal wie­der nur be­dingt, aber egal, es war Zeit für den Auf­bruch. Lei­der hat­ten wir die Rech­nung an die­sem Mor­gen mal wie­der oh­ne den Tümm­ler ge­macht, der sich von sei­ner bo­cki­gen Sei­te zeig­te. Voll ge­packt und start­be­reit plag­ten wir uns wie­der am Steg ab und ris­sen ein ums an­de­re Mal am An­las­ser. Und dann ge­schah es: In ei­nem Ver­zweif­lungs­akt über­wand Len­nard den Un­mut der Ma­schi­ne und brach­te die Pferd­chen an den Start! Un­ter vol­ler Fahrt schos­sen wir ins Ha­fen­be­cken und in Rich­tung El­be, doch zu wel­chem Preis? Mit die­ser Ge­walt­ak­ti­on hat­ten wir er­neut die An­la­ßerlei­ne zer­stört, aber scheiß drauf, erst­mal fuh­ren wir ja! Der Plan sah nun al­so vor, bis zum Mit­tag durch­fah­ren und an ei­nem Ha­fen Pau­se zu ma­chen, wo es hof­fent­lich das nö­ti­ge Werk­zeug für die Re­pa­ra­tur ge­ben wür­de. 

Mei­ne Elb­kar­te spuck­te als ein­zi­ge Mög­lich­keit den Ha­fen Gor­le­ben (ja das Gor­le­ben aus den Nach­rich­ten) in 38 km Ent­fer­nung aus, es hieß al­so durch­hal­ten. Wäh­rend des ge­sam­ten Vor­mit­tags bang­ten wir al­so um das Durch­hal­te­ver­mö­gen des Tümm­lers. Nicht ge­ra­de be­güns­ti­gend für die­se Etap­pe war, dass ich mir be­reits am Mor­gen ei­ne gott­lo­se Men­ge Was­ser ein­ver­leibt hat­te, die jetzt auch wie­der her­aus­woll­te. So ei­nen Druck ha­be ich wirk­lich noch nie ver­spürt! Als der Tümm­ler und ich an un­se­rer Be­las­tungs­gren­ze wa­ren, er­reich­ten wir end­lich den Ha­fen. Wäh­rend ich mei­ner Not­durft nach­kam, eva­lu­ier­te Len­nard be­reits die La­ge. Fa­zit: Im Ha­fen kei­ne Per­son, die uns Werk­zeug lei­hen könn­te und auch sonst we­nig Hilf­rei­ches. Es wür­de al­so im­pro­vi­siert wer­den müs­sen. 

Mit die­sem Aus­blick ließ ich Len­nard im Ha­fen zu­rück, um in Gor­le­ben et­was Ess­ba­res zum Mit­tag zu be­sor­gen. Lei­der stell­te sich das viel be­schrie­be­ne Ört­chen als ziem­li­che Ent­täu­schung her­aus. Es war kein ein­zi­ger of­fe­ner La­den auf­zu­trei­ben. So kehr­te ich un­ver­rich­te­ter Din­ge zum Ha­fen zu­rück, wo wir nach Be­en­den der Re­pa­ra­tur des An­las­sers un­se­re letz­ten Re­ser­ven ver­speis­ten. Viel­leicht nicht satt, aber hoch­mo­ti­viert wag­ten wir ei­nen Start­ver­such und sie­he da, die Re­pa­ra­tur hat­te ih­ren Dienst ge­tan. Mit dem uns be­kann­ten Schrei­en er­wach­te der Tümm­ler zum Le­ben und ramm­te uns prompt seit­lich in den Boots­steg. Die­ser Schnell­start hat­te uns zwar ei­nen Bol­zen an der Mo­tor­hal­te­rung ge­kos­tet, je­doch glück­li­cher­wei­se die Mat­hil­de un­be­scha­det zu­rück­ge­las­sen. Un­ser Sam­mel­su­ri­um an Alt­tei­len spuck­te ei­ne pas­sen­de Er­satz­schrau­be aus, so­dass wir un­se­re Fahrt kur­ze Zeit spä­ter fort­set­zen konn­ten.

Die di­ver­sen Re­pa­ra­tu­ren hat­ten uns er­heb­lich Zeit ge­kos­tet, die es nun galt wie­der her­aus­zu­fah­ren. Sämt­li­che Er­mü­dungs­er­schei­nun­gen an Mensch und Ma­schi­ne wur­den igno­riert, um das Ta­ges­ziel doch noch er­rei­chen zu kön­nen. Le­dig­lich die Pau­se für den Ein­kauf war un­ver­meid­bar. So schaff­ten wir es ge­ra­de noch kurz nach Son­nen­un­ter­gang zum Cam­ping­platz “Elb­ufer” bei Klein Küh­ren. Dort bau­ten wir un­se­re Zel­te im Dun­keln auf und be­lohn­ten uns für die Ta­ges­leis­tung von 80 km mit ei­nem Fest­mahl: Pell­kar­tof­feln mit Sah­ne­hering.

06.09.2022 — Tag 7 “Der Graue”

Den fol­gen­den Mor­gen be­gan­nen wir mit ei­nem Land­gang, um un­se­ren Sprit­tank wie­der auf­zu­fül­len und un­se­ren Zel­ten ei­ne Chan­ce zum Ab­trock­nen zu ge­ben. Zwei­te­res klapp­te mal wie­der nur be­dingt, aber egal, es war Zeit für den Auf­bruch. Lei­der hat­ten wir die Rech­nung an die­sem Mor­gen mal wie­der oh­ne den Tümm­ler ge­macht, der sich von sei­ner bo­cki­gen Sei­te zeig­te. Voll ge­packt und start­be­reit plag­ten wir uns wie­der am Steg ab und ris­sen ein ums an­de­re Mal am An­las­ser. Und dann ge­schah es: In ei­nem Ver­zweif­lungs­akt über­wand Len­nard den Un­mut der Ma­schi­ne und brach­te die Pferd­chen an den Start! Un­ter vol­ler Fahrt schos­sen wir ins Ha­fen­be­cken und in Rich­tung El­be, doch zu wel­chem Preis? Mit die­ser Ge­walt­ak­ti­on hat­ten wir er­neut die An­la­ßerlei­ne zer­stört, aber scheiß drauf, erst­mal fuh­ren wir ja! Der Plan sah nun al­so vor, bis zum Mit­tag durch­fah­ren und an ei­nem Ha­fen Pau­se zu ma­chen, wo es hof­fent­lich das nö­ti­ge Werk­zeug für die Re­pa­ra­tur ge­ben wür­de. 

Mei­ne Elb­kar­te spuck­te als ein­zi­ge Mög­lich­keit den Ha­fen Gor­le­ben (ja das Gor­le­ben aus den Nach­rich­ten) in 38 km Ent­fer­nung aus, es hieß al­so durch­hal­ten. Wäh­rend des ge­sam­ten Vor­mit­tags bang­ten wir al­so um das Durch­hal­te­ver­mö­gen des Tümm­lers. Nicht ge­ra­de be­güns­ti­gend für die­se Etap­pe war, dass ich mir be­reits am Mor­gen ei­ne gott­lo­se Men­ge Was­ser ein­ver­leibt hat­te, die jetzt auch wie­der her­aus­woll­te. So ei­nen Druck ha­be ich wirk­lich noch nie ver­spürt! Als der Tümm­ler und ich an un­se­rer Be­las­tungs­gren­ze wa­ren, er­reich­ten wir end­lich den Ha­fen. Wäh­rend ich mei­ner Not­durft nach­kam, eva­lu­ier­te Len­nard be­reits die La­ge. Fa­zit: Im Ha­fen kei­ne Per­son, die uns Werk­zeug lei­hen könn­te und auch sonst we­nig Hilf­rei­ches. Es wür­de al­so im­pro­vi­siert wer­den müs­sen. 

Re­pa­ra­tur des An­las­sers

Mit die­sem Aus­blick ließ ich Len­nard im Ha­fen zu­rück, um in Gor­le­ben et­was Ess­ba­res zum Mit­tag zu be­sor­gen. Lei­der stell­te sich das viel be­schrie­be­ne Ört­chen als ziem­li­che Ent­täu­schung her­aus. Es war kein ein­zi­ger of­fe­ner La­den auf­zu­trei­ben. So kehr­te ich un­ver­rich­te­ter Din­ge zum Ha­fen zu­rück, wo wir nach Be­en­den der Re­pa­ra­tur des An­las­sers un­se­re letz­ten Re­ser­ven ver­speis­ten. Viel­leicht nicht satt, aber hoch­mo­ti­viert wag­ten wir ei­nen Start­ver­such und sie­he da, die Re­pa­ra­tur hat­te ih­ren Dienst ge­tan. Mit dem uns be­kann­ten Schrei­en er­wach­te der Tümm­ler zum Le­ben und ramm­te uns prompt seit­lich in den Boots­steg. Die­ser Schnell­start hat­te uns zwar ei­nen Bol­zen an der Mo­tor­hal­te­rung ge­kos­tet, je­doch glück­li­cher­wei­se die Mat­hil­de un­be­scha­det zu­rück­ge­las­sen. Un­ser Sam­mel­su­ri­um an Alt­tei­len spuck­te ei­ne pas­sen­de Er­satz­schrau­be aus, so­dass wir un­se­re Fahrt kur­ze Zeit spä­ter fort­set­zen konn­ten.

fi­xie­ren der Hal­te­rung

Die di­ver­sen Re­pa­ra­tu­ren hat­ten uns er­heb­lich Zeit ge­kos­tet, die es nun galt wie­der her­aus­zu­fah­ren. Sämt­li­che Er­mü­dungs­er­schei­nun­gen an Mensch und Ma­schi­ne wur­den igno­riert, um das Ta­ges­ziel doch noch er­rei­chen zu kön­nen. Le­dig­lich die Pau­se für den Ein­kauf war un­ver­meid­bar. So schaff­ten wir es ge­ra­de noch kurz nach Son­nen­un­ter­gang zum Cam­ping­platz “Elb­ufer” bei Klein Küh­ren. Dort bau­ten wir un­se­re Zel­te im Dun­keln auf und be­lohn­ten uns für die Ta­ges­leis­tung von 80 km mit ei­nem Fest­mahl: Pell­kar­tof­feln mit Sah­ne­hering.

reich­hal­ti­ges Abend­mahl

07.09.2022 — Tag 8

Die Nacht war lei­der für uns nur be­grenzt er­hol­sam, hat­te doch ne­ben­an die Ju­gend­feu­er­wehr noch bis spät in die Nacht laut­stark ge­fei­ert. Nichts­des­to­trotz war un­ser Ei­fer an die­sem Mor­gen un­ge­bro­chen, un­ser Plan sah vor, end­lich Ham­burg zu er­rei­chen! Die zu­neh­men­de Nä­he zur Ha­fen­stadt mach­te sich mitt­ler­wei­le auch an un­se­rer Ge­sell­schaft auf dem Was­ser be­merk­bar. Im­mer häu­fi­ger pas­sier­ten uns gro­ße Käh­ne, mit de­ren Bug­wel­le die Mat­hil­de und der Tümm­ler zu kämp­fen hat­ten. 

Nach ei­nem  un­auf­ge­reg­ten Vor­mit­tag er­reich­ten wir am Nach­mit­tag schließ­lich die Elb­schleu­se bei Geest­hacht. Das war nun schon­mal ei­ne an­de­re Li­ga, als die uns be­kann­ten Schleu­sen aus dem Spree­wald! Bei der Ein­fahrt in die Schleu­se konn­ten wir es na­tür­lich nicht las­sen, mit Voll­gas groß­spu­rig an den un­mo­to­ri­sier­ten Ka­jaks vor­bei­zu­zie­hen. Die­se Ar­ro­ganz quit­tier­te uns das Kar­ma prompt mit ei­nem star­t­un­wil­li­gen Tümm­ler. Wäh­rend die Ka­jaks nach dem Schleu­sen ent­spannt an uns vor­bei pad­del­ten, müh­ten wir uns an un­se­rem “Mee­res­säu­ger” ab. Was kurz dar­auf folg­te, hät­ten wir nach dem vor­he­ri­gen Tag ei­gent­lich kom­men se­hen müs­sen. Seit­lich vor­ne auf der Boots­kan­te sit­zend riss Len­nard mit vol­ler Ge­walt am Tümm­ler. Dem war die be­reits an­ge­schla­ge­ne Hal­te­rung nicht ge­wach­sen und lös­te sich schlag­ar­tig vom Boot. Der so be­frei­te Tümm­ler sprang an, ramm­te uns an die Schleu­sen­wand und nahm sel­ber Kurs in Rich­tung Elb­grund. Nur mit Mü­he und Not konn­te ich den Tümm­ler mit bei­den Hän­den an Bord hal­ten und Len­nard un­ser Ken­tern ver­hin­dern. Was von au­ßen si­cher­lich er­hei­ternd zu be­ob­ach­ten war, stell­te für uns den Su­per-GAU dar. Per Pad­del schlepp­ten wir uns aus der Schleu­se und be­trach­te­ten den Scha­den. Die Hal­te­rung des Tümm­lers hat­te es nun end­gül­tig hin­ter sich und muss­te durch Ver­täu­ung wie­der am Boot ver­an­kert wer­den. 

Nach die­ser not­dürf­ti­gen Re­pa­ra­tur konn­ten wir den Tümm­ler wie­der zum Le­ben er­we­cken und nah­men Kurs auf Ham­burg. Durch das Netz von Ham­burgs Was­ser­stra­ßen na­vi­gier­ten wir uns zum W.V. Süd­el­be, wo man uns nach di­ver­sen Te­le­fo­na­ten ei­nen Cam­ping­platz und Du­schen zu­gäng­lich mach­te.

je­ne ei­ne Schleu­se
Nacht­la­ger in Ham­burg

07.09.2022 — Tag 8

Die Nacht war lei­der für uns nur be­grenzt er­hol­sam, hat­te doch ne­ben­an die Ju­gend­feu­er­wehr noch bis spät in die Nacht laut­stark ge­fei­ert. Nichts­des­to­trotz war un­ser Ei­fer an die­sem Mor­gen un­ge­bro­chen, un­ser Plan sah vor, end­lich Ham­burg zu er­rei­chen! Die zu­neh­men­de Nä­he zur Ha­fen­stadt mach­te sich mitt­ler­wei­le auch an un­se­rer Ge­sell­schaft auf dem Was­ser be­merk­bar. Im­mer häu­fi­ger pas­sier­ten uns gro­ße Käh­ne, mit de­ren Bug­wel­le die Mat­hil­de und der Tümm­ler zu kämp­fen hat­ten. 

je­ne ei­ne Schleu­se

Nach ei­nem  un­auf­ge­reg­ten Vor­mit­tag er­reich­ten wir am Nach­mit­tag schließ­lich die Elb­schleu­se bei Geest­hacht. Das war nun schon­mal ei­ne an­de­re Li­ga, als die uns be­kann­ten Schleu­sen aus dem Spree­wald! Bei der Ein­fahrt in die Schleu­se konn­ten wir es na­tür­lich nicht las­sen, mit Voll­gas groß­spu­rig an den un­mo­to­ri­sier­ten Ka­jaks vor­bei­zu­zie­hen. Die­se Ar­ro­ganz quit­tier­te uns das Kar­ma prompt mit ei­nem star­t­un­wil­li­gen Tümm­ler. Wäh­rend die Ka­jaks nach dem Schleu­sen ent­spannt an uns vor­bei pad­del­ten, müh­ten wir uns an un­se­rem “Mee­res­säu­ger” ab. Was kurz dar­auf folg­te, hät­ten wir nach dem vor­he­ri­gen Tag ei­gent­lich kom­men se­hen müs­sen. Seit­lich vor­ne auf der Boots­kan­te sit­zend riss Len­nard mit vol­ler Ge­walt am Tümm­ler. Dem war die be­reits an­ge­schla­ge­ne Hal­te­rung nicht ge­wach­sen und lös­te sich schlag­ar­tig vom Boot. Der so be­frei­te Tümm­ler sprang an, ramm­te uns an die Schleu­sen­wand und nahm sel­ber Kurs in Rich­tung Elb­grund. Nur mit Mü­he und Not konn­te ich den Tümm­ler mit bei­den Hän­den an Bord hal­ten und Len­nard un­ser Ken­tern ver­hin­dern. Was von au­ßen si­cher­lich er­hei­ternd zu be­ob­ach­ten war, stell­te für uns den Su­per-GAU dar. Per Pad­del schlepp­ten wir uns aus der Schleu­se und be­trach­te­ten den Scha­den. Die Hal­te­rung des Tümm­lers hat­te es nun end­gül­tig hin­ter sich und muss­te durch Ver­täu­ung wie­der am Boot ver­an­kert wer­den.

Nacht­la­ger in Ham­burg

Nach die­ser not­dürf­ti­gen Re­pa­ra­tur konn­ten wir den Tümm­ler wie­der zum Le­ben er­we­cken und nah­men Kurs auf Ham­burg. Durch das Netz von Ham­burgs Was­ser­stra­ßen na­vi­gier­ten wir uns zum W.V. Süd­el­be, wo man uns nach di­ver­sen Te­le­fo­na­ten ei­nen Cam­ping­platz und Du­schen zu­gäng­lich mach­te.

im Zen­trum Ham­burgs
An­kunft bei Bruns­büt­tel

08.09.2022 — Tag 9

Am neun­ten Tag un­se­rer Tour stand ei­nes un­se­rer High­lights an, wir woll­ten uns mit ei­nem ori­gi­na­len Ham­bur­ger Fisch­bröt­chen be­loh­nen. Von die­sem Ziel trenn­te uns nur noch das kom­ple­xe Was­ser­stra­ßen­netz Ham­burgs, das wir be­reits am Vor­abend ken­nen­ge­lernt hat­ten. Oh­ne mei­ne Was­ser­wan­der­kar­te hät­ten wir das wahr­schein­lich nie ge­packt. So na­vi­gier­ten wir je­doch halb­wegs ziel­si­cher auf den Haupt­arm der El­be zu­rück. Auf die­sem pas­sier­ten wir die Elb­phil­har­mo­nie und mach­ten Be­kannt­schaft mit den Elb­fäh­ren und ih­rem bru­ta­len Wel­len­gang. Das toppt je­den Frach­ter, der uns bis­her pas­siert hat­te. Wie ei­ne Nuss­scha­le schau­kel­ten wir und bang­ten bei je­der Wel­le, die uns erst bis in den Still­stand aus­brems­te und dann fast um­warf. Die­ses Ach­ter­bahn­erleb­nis be­son­de­rer Art ver­folg­te uns noch auf Ta­ge bis in den Schlaf… 

Ir­gend­wie schaff­ten wir es dann doch aus Ham­burgs Zen­trum her­aus und leg­ten in ei­nem klei­nen Sport­boot­ha­fen für ei­nen Land­gang an. Der Ha­fen­wäch­ter war von un­se­rer An­we­sen­heit zu­nächst nicht er­freut, un­se­re Be­geis­te­rung für ein Fisch­bröt­chen und ei­ne Fla­sche Bier für ihn, konn­ten die Sa­che aber schnell ge­ra­de bie­gen. So konn­ten wir in Ru­he ein Fisch­bröt­chen am Kai ge­nie­ßen und un­se­re Vor­rä­te im Su­per­markt auf­fül­len. 

Nach die­ser Stär­kung ging es für uns wei­ter, her­aus aus Ham­burg und in Rich­tung Bruns­büt­tel. Mit je­dem zu­rück­ge­leg­ten Ki­lo­me­ter wur­de die El­be et­was brei­ter und das Wet­ter rau­er. Es war schon ein an­de­res Ge­fühl, dem Wind und Was­ser aus­ge­lie­fert zu sein, wäh­rend bei­de Elb­ufer in wei­ter Fer­ne wa­ren… Die Mat­hil­de und der Tümm­ler per­form­ten auf die­ser Etap­pe zum Glück ma­kel­los, so­dass wir am frü­hen Abend nach 87 Ta­ges­ki­lo­me­tern Bruns­büt­tel er­reich­ten. Nach­dem wir die Mat­hil­de samt Ge­päck über den Deich zum Cam­ping­platz ge­hievt hat­ten, konn­ten wir uns et­was ent­span­nen und men­tal auf den letz­ten und längs­ten Tag un­se­rer Tour vor­be­rei­ten.

08.09.2022 — Tag 9

Am neun­ten Tag un­se­rer Tour stand ei­nes un­se­rer High­lights an, wir woll­ten uns mit ei­nem ori­gi­na­len Ham­bur­ger Fisch­bröt­chen be­loh­nen. Von die­sem Ziel trenn­te uns nur noch das kom­ple­xe Was­ser­stra­ßen­netz Ham­burgs, das wir be­reits am Vor­abend ken­nen­ge­lernt hat­ten. Oh­ne mei­ne Was­ser­wan­der­kar­te hät­ten wir das wahr­schein­lich nie ge­packt. So na­vi­gier­ten wir je­doch halb­wegs ziel­si­cher auf den Haupt­arm der El­be zu­rück. Auf die­sem pas­sier­ten wir die Elb­phil­har­mo­nie und mach­ten Be­kannt­schaft mit den Elb­fäh­ren und ih­rem bru­ta­len Wel­len­gang. Das toppt je­den Frach­ter, der uns bis­her pas­siert hat­te. Wie ei­ne Nuss­scha­le schau­kel­ten wir und bang­ten bei je­der Wel­le, die uns erst bis in den Still­stand aus­brems­te und dann fast um­warf. Die­ses Ach­ter­bahn­erleb­nis be­son­de­rer Art ver­folg­te uns noch auf Ta­ge bis in den Schlaf… 

im Zen­trum Ham­burgs

Ir­gend­wie schaff­ten wir es dann doch aus Ham­burgs Zen­trum her­aus und leg­ten in ei­nem klei­nen Sport­boot­ha­fen für ei­nen Land­gang an. Der Ha­fen­wäch­ter war von un­se­rer An­we­sen­heit zu­nächst nicht er­freut, un­se­re Be­geis­te­rung für ein Fisch­bröt­chen und ei­ne Fla­sche Bier für ihn, konn­ten die Sa­che aber schnell ge­ra­de bie­gen. So konn­ten wir in Ru­he ein Fisch­bröt­chen am Kai ge­nie­ßen und un­se­re Vor­rä­te im Su­per­markt auf­fül­len. 

Nach die­ser Stär­kung ging es für uns wei­ter, her­aus aus Ham­burg und in Rich­tung Bruns­büt­tel. Mit je­dem zu­rück­ge­leg­ten Ki­lo­me­ter wur­de die El­be et­was brei­ter und das Wet­ter rau­er. Es war schon ein an­de­res Ge­fühl, dem Wind und Was­ser aus­ge­lie­fert zu sein, wäh­rend bei­de Elb­ufer in wei­ter Fer­ne wa­ren… Die Mat­hil­de und der Tümm­ler per­form­ten auf die­ser Etap­pe zum Glück ma­kel­los, so­dass wir am frü­hen Abend nach 87 Ta­ges­ki­lo­me­tern Bruns­büt­tel er­reich­ten. Nach­dem wir die Mat­hil­de samt Ge­päck über den Deich zum Cam­ping­platz ge­hievt hat­ten, konn­ten wir uns et­was ent­span­nen und men­tal auf den letz­ten und längs­ten Tag un­se­rer Tour vor­be­rei­ten.

An­kunft bei Bruns­büt­tel

09.09.2022 — Tag 10

In al­ler Frü­he pack­ten wir un­se­re Sa­chen und bra­chen zur Schleu­se in den Nord-Ost­see-Ka­nal auf. Mit ge­hö­ri­gem Re­spekt pas­sier­ten wir die Schleu­sen­an­la­ge zwi­schen den gro­ßen Con­tai­ner­frach­tern. In der Schleu­se selbst lern­ten wir dann noch ei­ne dä­ni­sche Fa­mi­lie ken­nen, die mit ih­rem High-Tech Se­gel­schiff um die Welt reis­te und un­be­dingt ein Fo­to von uns woll­te. Auch die Aus­fahrt aus der Schleu­se muss­te von ih­nen ge­filmt wer­den und na­tür­lich ließ uns der Tümm­ler in die­sem Mo­ment mal wie­der im Stich, al­so al­les wie im­mer. We­nig spä­ter lief es je­doch wie­der rund und wir tra­ten un­se­re 100 km Fahrt durch den Ka­nal an. Zu die­ser gibt es nur we­nig zu sa­gen. Ab und zu gro­ße Schif­fe, aber an­sons­ten größ­ten­teils un­spek­ta­ku­lär. Le­dig­lich die Zeit saß uns im Na­cken, muss­ten wir es doch bis Son­nen­un­ter­gang zum Ka­nal­aus­gang schaf­fen. So wur­de je­de un­nö­ti­ge Pau­se ge­stri­chen und auch an Bord ge­speist (Die Kom­bü­se lässt grü­ßen!). 

Un­se­re Mü­hen zahl­ten sich aus, als wir in der Abend­däm­me­rung die Schleu­se Kiel-Hol­ten­au er­reich­ten. In die­ser wur­den wir dann prompt vom Lot­zen vor ei­nem Con­tai­ner­schiff plat­ziert, die Be­grün­dung: “Ihr seid doch eh fi­xer als der!”. Und tat­säch­lich, die­ses ei­ne Mal ließ uns der Tümm­ler nicht im Stich und wir glit­ten mit ein­set­zen­der Dun­kel­heit auf die Kie­ler För­de hin­aus. Hat­te sich die Schlaf­platz­su­che bis­her ein­fach ge­stal­tet, so stell­te die letz­te Nacht noch ein­mal ei­ne Her­aus­for­de­rung dar. Un­se­re ein­zi­ge Hoff­nung war ein Ka­nu-Ver­ein im Zen­trum Kiels, von dem wir kei­ner­lei Ant­wort auf un­se­re An­fra­gen er­hal­ten hat­ten. Mehr vom GPS, als von der Sicht ge­lei­tet, steu­er­te ich uns zum ent­spre­chen­den Steg. Dort an­ge­kom­men, fan­den wir den Ver­ein na­tür­lich ver­las­sen vor. In An­be­tracht feh­len­der Al­ter­na­ti­ven la­ger­ten wir un­ser Zeug im Vor­gar­ten ab. Die An­kunft in Kiel wur­de mit Piz­za und Bier ge­fei­ert, be­vor wir uns un­ter ei­nem Ga­ra­gen­vor­dach schla­fen leg­ten.

Ein­fahrt in die Schleu­se
Ein­fahrt Kie­ler För­de

09.09.2022 — Tag 10

In al­ler Frü­he pack­ten wir un­se­re Sa­chen und bra­chen zur Schleu­se in den Nord-Ost­see-Ka­nal auf. Mit ge­hö­ri­gem Re­spekt pas­sier­ten wir die Schleu­sen­an­la­ge zwi­schen den gro­ßen Con­tai­ner­frach­tern. In der Schleu­se selbst lern­ten wir dann noch ei­ne dä­ni­sche Fa­mi­lie ken­nen, die mit ih­rem High-Tech Se­gel­schiff um die Welt reis­te und un­be­dingt ein Fo­to von uns woll­te. Auch die Aus­fahrt aus der Schleu­se muss­te von ih­nen ge­filmt wer­den und na­tür­lich ließ uns der Tümm­ler in die­sem Mo­ment mal wie­der im Stich, al­so al­les wie im­mer. We­nig spä­ter lief es je­doch wie­der rund und wir tra­ten un­se­re 100 km Fahrt durch den Ka­nal an. Zu die­ser gibt es nur we­nig zu sa­gen. Ab und zu gro­ße Schif­fe, aber an­sons­ten größ­ten­teils un­spek­ta­ku­lär. Le­dig­lich die Zeit saß uns im Na­cken, muss­ten wir es doch bis Son­nen­un­ter­gang zum Ka­nal­aus­gang schaf­fen. So wur­de je­de un­nö­ti­ge Pau­se ge­stri­chen und auch an Bord ge­speist (Die Kom­bü­se lässt grü­ßen!). 

Ein­fahrt in die Schleu­se

Un­se­re Mü­hen zahl­ten sich aus, als wir in der Abend­däm­me­rung die Schleu­se Kiel-Hol­ten­au er­reich­ten. In die­ser wur­den wir dann prompt vom Lot­zen vor ei­nem Con­tai­ner­schiff plat­ziert, die Be­grün­dung: “Ihr seid doch eh fi­xer als der!”. Und tat­säch­lich, die­ses ei­ne Mal ließ uns der Tümm­ler nicht im Stich und wir glit­ten mit ein­set­zen­der Dun­kel­heit auf die Kie­ler För­de hin­aus. Hat­te sich die Schlaf­platz­su­che bis­her ein­fach ge­stal­tet, so stell­te die letz­te Nacht noch ein­mal ei­ne Her­aus­for­de­rung dar. Un­se­re ein­zi­ge Hoff­nung war ein Ka­nu-Ver­ein im Zen­trum Kiels, von dem wir kei­ner­lei Ant­wort auf un­se­re An­fra­gen er­hal­ten hat­ten. Mehr vom GPS, als von der Sicht ge­lei­tet, steu­er­te ich uns zum ent­spre­chen­den Steg. Dort an­ge­kom­men, fan­den wir den Ver­ein na­tür­lich ver­las­sen vor. In An­be­tracht feh­len­der Al­ter­na­ti­ven la­ger­ten wir un­ser Zeug im Vor­gar­ten ab. Die An­kunft in Kiel wur­de mit Piz­za und Bier ge­fei­ert, be­vor wir uns un­ter ei­nem Ga­ra­gen­vor­dach schla­fen leg­ten.

Ein­fahrt Kie­ler För­de
ge­schütz­tes Nacht­la­ger
be­reit zur Heim­fahrt

10.09.2022 — Tag 11

Am dar­auf­fol­gen­den Mor­gen wur­den wir von ei­nem der Ver­eins­mit­glie­der be­grüßt. Man er­kun­dig­te sich in­ter­es­siert über un­se­re Ak­ti­on und das wars. Ent­spannt. Grü­ße ge­hen raus!

Nach­dem das ge­klärt war, brach ich auf, un­ser Miet­au­to für den Rück­trans­port und Früh­stück zu be­sor­gen. Nach­dem die Mat­hil­de zer­legt und ver­la­den war, folg­ten 6 Stun­den Rück­rei­se nach Me­din­gen, wo­mit un­ser Ritt auf der Wil­den Mat­hil­de of­fi­zi­ell be­en­det war.

Was soll man zu die­ser Tour noch groß sa­gen? Un­se­re sechs­te Tour hat­te auf je­den Fall vie­le Hö­hen und Tie­fen, aber auf kei­nen Fall Sitz­kom­fort. Hat­te man uns im Vor­hin­ein vor der feh­len­den Dau­er­fes­tig­keit des Tümm­lers ge­warnt, so trieb uns doch eher sein Start­ver­hal­ten und die un­ter­ir­disch kon­stru­ier­te Hal­te­rung in den Wahn­sinn. Ins­ge­samt sind wir je­doch be­geis­tert, ca. 750 km in 10 Ta­gen ist doch mal ei­ne An­sa­ge für die ers­te Boots­rei­se! Das hat Lust auf mehr See­fahrt ge­macht. Dann je­doch oh­ne die Mat­hil­de, die­se hat schon ih­ren nächs­ten Be­sit­zer ge­fun­den. Team Sur­fahl wünscht all­zeit gut Fahrt! 

10.09.2022 — Tag 11

Am dar­auf­fol­gen­den Mor­gen wur­den wir von ei­nem der Ver­eins­mit­glie­der be­grüßt. Man er­kun­dig­te sich in­ter­es­siert über un­se­re Ak­ti­on und das wars. Ent­spannt. Grü­ße ge­hen raus!

ge­schütz­tes Nacht­la­ger

ach­dem das ge­klärt war, brach ich auf, un­ser Miet­au­to für den Rück­trans­port und Früh­stück zu be­sor­gen. Nach­dem die Mat­hil­de zer­legt und ver­la­den war, folg­ten 6 Stun­den Rück­rei­se nach Me­din­gen, wo­mit un­ser Ritt auf der Wil­den Mat­hil­de of­fi­zi­ell be­en­det war.

be­reit zur Heim­fahrt

Was soll man zu die­ser Tour noch groß sa­gen? Un­se­re sechs­te Tour hat­te auf je­den Fall vie­le Hö­hen und Tie­fen, aber auf kei­nen Fall Sitz­kom­fort. Hat­te man uns im Vor­hin­ein vor der feh­len­den Dau­er­fes­tig­keit des Tümm­lers ge­warnt, so trieb uns doch eher sein Start­ver­hal­ten und die un­ter­ir­disch kon­stru­ier­te Hal­te­rung in den Wahn­sinn. Ins­ge­samt sind wir je­doch be­geis­tert, ca. 750 km in 10 Ta­gen ist doch mal ei­ne An­sa­ge für die ers­te Boots­rei­se! Das hat Lust auf mehr See­fahrt ge­macht. Dann je­doch oh­ne die Mat­hil­de, die­se hat schon ih­ren nächs­ten Be­sit­zer ge­fun­den. Team Sur­fahl wünscht all­zeit gut Fahrt!